Berufsbildungswerk Potsdam

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Berufsbildungswerk im Oberlinhaus gGmbH ist ein Berufsbildungswerk (BBW), das sich auf die Ausbildung behinderter Jugendlicher spezialisiert hat. Das BBW bildet knapp 700 Jugendliche in 30 verschiedenen kaufmännischen und handwerklichen Berufen sowie Berufen im Dienstleistungssektor aus und unterhält eigene Internate, in denen die Auszubildenden während ihrer Ausbildung von entsprechendem Fachpersonal betreut werden. Die gGmbH ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Potsdamer Vereins Oberlinhaus, dessen Namensgeber der elsässische Pfarrer und Sozialreformer Johann Friedrich Oberlin war.

Leben und Wohnen im BBW[Bearbeiten]

Insgesamt verfügt das BBW über Internatsplätze für 420 Auszubildende. Während ihrer Zeit im BBW werden diese von Erziehern, Heilerziehungspflegern und Sozialpädagogen begleitet. Ziele der pädagogischen Arbeit sind, die Jugendlichen während ihrer Ausbildung im BBW mit individuellen Maßnahmen sowie vielfältigen Hilfen zu unterstützen, ihre lebenspraktischen Fähigkeiten und soziale Kompetenz zu fördern und sie bei der Erlangung größtmöglicher Selbstständigkeit zu stärken.

Die Jugendlichen wohnen in fünf behindertengerecht ausgestatteten Häusern mit Einzel- und Doppelzimmern. Jeweils acht Jugendliche bilden eine Wohngruppe und verfügen über eine eigene Küche und Gemeinschaftsräume zur Freizeitgestaltung.

Es gibt sechs Internate, fünf davon auf dem Gelände und eines in Kleinmachnow, einem Ort nahe Potsdam. Das BBW verfügt über einen eigenen Freizeitbereich mit zwei Mitarbeiterinnen. Diese organisieren u.a. Disko- und Spieleabende, Theater-, Chor-, Sportangebote und Freizeitfahrten.

Berufliche Schule "Theodor Hoppe"[Bearbeiten]

Die Berufliche Schule „Theodor Hoppe“ ist eine anerkannte Ersatzschule. Sie umfasst neben der Sonderpädagogischen Berufsschule, dem Partner in der dualen Berufsausbildung, eine Fachschule für Sozialwesen und eine Berufsfachschule für Soziales.

Jugendliche und junge Erwachsene finden an der Beruflichen Schule Bedingungen vor, die es ihnen ermöglichen, ihre Einschränkungen weitgehend auszugleichen. Die räumliche Nähe zu medizinischen, sozialpädagogischen und psychologischen Diensten garantiert kurze Wege bei notwendiger Förderung und Hilfe.

In kleinen Klassen kümmern sich Lehrende um die Schüler. Sie sind erfahren darin, gemeinsam mit den und für die Lernenden Möglichkeiten zu entdecken, die jungen Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen Chancen eröffnen, einen Weg in ein selbstbestimmtes, emanzipiertes Leben zu gehen. Die Berufsschule befindet sich direkt auf dem Gelände des Berufsbildungswerkes.

Weblinks[Bearbeiten]