Berylliumcarbonat

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Strukturformel
Strukturformel von Berylliumcarbonat
Allgemeines
Name Berylliumcarbonat
Summenformel BeCO3
CAS-Nummer
  • 13106-47-3
  • 60883-64-9 (Tetrahydrat)
PubChem 61577
Eigenschaften
Molare Masse 69,02 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

54 °C[2]

Siedepunkt

100 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350i​‐​330​‐​301​‐​372​‐​319​‐​335Vorlage:H-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​315​‐​317​‐​411
P: ?
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][3]
Sehr giftig Umweltgefährlich
Sehr giftig Umwelt-
gefährlich
(T+) (N)
R- und S-Sätze R: 49​‐​25​‐​26​‐​36/37/38​‐​43​‐​48/23Vorlage:R-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​51/53
S: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Berylliumcarbonat ist eine anorganische chemische Verbindung des Berylliums aus der Gruppe der Carbonate.

Vorkommen[Bearbeiten]

Berylliumcarbonat kommt natürlich in Form des Minerals Niveolanit in Form der Mischverbindung NaBe(CO3)(OH)·2H2O vor.[2]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Berylliumcarbonat-tetrahydrat kann durch Reaktion von Kohlendioxid mit einer wässrigen Lösung von Berylliumhydroxid gewonnen werden. Wenn Natriumcarbonat zu einer Berylliumsalzlösung gegeben wird und diese mit Kohlendioxid zur Reaktion gebracht wird, bildet sich Berylliumoxidcarbonat, das eine Mischung von Berylliumcarbonat und Berylliumhydroxid ist.[5]

Das Anhydrat kann durch mehrstündiges Glühen von Berylliumoxid im Kohlendioxid-Strom bei 1000 °C gewonnen werden.[2]

\mathrm{BeO + CO_2 \longrightarrow BeCO_3}

Basisches Berylliumcarbonat Be2CO3(OH)2 bildet sich bei Reaktion von Berylliumsulfat mit Ammoniumcarbonat und enthält sowohl Carbonat- als auch Hydroxid-Ionen.[2]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Berylliumcarbonat ist ein Feststoff, der schwer löslich in Wasser ist. Es gibt leicht Kohlendioxid ab und ist nur unter einer CO2-Atmosphäre haltbar.[1]

\mathrm{BeCO_3 \longrightarrow BeO + CO_2}

Lösliche Komplexe der Verbindung können durch Auflösung von Berylliumcarbonat in Ammoniumcarbonatlösungen erhalten werden.[2]

Verwendung[Bearbeiten]

Berylliumcarbonat wird hauptsächlich als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Beryllium aus Berylliumerzen verwendet.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Arnold F. Holleman: Lehrbuch der anorganischen Chemie. Walter de Gruyter, 1995, ISBN 3110126419, S. 1113 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b c d e f g  Richard C. Ropp: Encyclopedia of the Alkaline Earth Compounds. Newnes, 2012, ISBN 0444595538, S. 359 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b Eintrag zu Berylliumverbindungen in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 14. April 2014 (JavaScript erforderlich).
  4. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5.  Kenneth A. Walsh: Beryllium Chemistry and Processing. ASM International, 2009, ISBN 0871707217, S. 118 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).