Berzhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Berzhausen
Berzhausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Berzhausen hervorgehoben
50.6552777777787.5688888888889200Koordinaten: 50° 39′ N, 7° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Flammersfeld
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 2,37 km²
Einwohner: 188 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57632
Vorwahl: 02685
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 005
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rheinstraße 17
57632 Flammersfeld
Webpräsenz: www.berzhausen.de
Ortsbürgermeister: Manfred Maurer
Lage der Ortsgemeinde Berzhausen im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Berzhausen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Flammersfeld an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt im Tal der Wied; Nachbarorte sind Obernau im Norden, Schürdt im Nordwesten und Seelbach im Süden. Berzhausen ist umgeben von ausgedehnten Waldflächen des Staatsforstes Altenkirchen

Zur Gemeinde gehören die beiden Ortsteile Berzhausen und Strickhausen sowie die Wohnplätze Uhlenhorst und Wiesenhof.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Strickhausen erfolgte im Jahr 1432. Die früher in Berzhausen liegende Ranzenmühle wurde 1470 erwähnt. Im Jahr 1561 wurden in Berzhausen fünf Feuerstellen, d.h. Häuser, gezählt.

Beide Orte gehörten bis zum Jahr 1806 zur Grafschaft Sayn-Hachenburg, das links der Wied liegende Berzhausen gehörte zum Kirchspiel Schöneberg, Strickhausen zum Kirchspiel Flammersfeld. Die Grafschaft Sayn-Hachenburg war 1799 auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg gefallen. 1806 traten die beiden nassauischen Fürsten dem napoleonischen Rheinbund bei, sodass die Region von 1806 an zum Herzogtum Nassau gehörte. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde das Gebiet der ehemaligen saynischen Grafschaften an das Königreich Preußen abgetreten.[2]

Unter der preußischen Verwaltung wurden beide Ortschaften der Bürgermeisterei Flammersfeld im neu errichten Kreis Altenkirchen zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte. 1817 hatte Berzhausen 51 und Strickhausen 41 Einwohner.

In den Jahren 1850–1852 veranlasste der damalige Flammersfelder Bürgermeister Friedrich Wilhelm Raiffeisen den ersten Brückenbau zwischen Berzhausen und Strickhausen. Die Schule in Strickhausen wurde seit 1865 erwähnt, die Schule in Berzhausen seit 1870.

Die bis dahin eigenständige Gemeinde Strickhausen wurde am 1. April 1939 nach Berzhausen eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Berzhausen bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 92
1835 133
1871 143
1905 179
1939 157
Jahr Einwohner
1950 196
1961 176
1970 181
1987 141
2005 182

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Berzhausen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Von Rot und Grün gespalten durch eingeschweifte silberne Spitze, darin über blauer Wellenleiste schwarzes Mühlrad, vorn blaugezungt- und bewehrter goldener leopardierter Löwe, hinten silberner Backhausgiebel mit schwarzer Tür, Fenster und Fachwerk“.

Der saynische Löwe weist auf die frühere Zugehörigkeit von Berzhausen und Strickhausen zur Grafschaft Sayn hin; das Backhaus (Backes) auf grünem Grund symbolisiert die frühere Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft; das Mühlrad erinnert an die Bannmühle für die Orte des Kirchspiels Flammersfeld sowie für die Orte Berzhausen und Bettgenhausen des Kirchspiels Schöneberg; die blaue Wellenleiste deutet auf die Wied hin.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Verhandlungen der durch Beschluss der Landesdeputirten-Versammlung ..., Band 1, 1836, S. 583
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen