Bescheid (Hunsrück)

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Ort Bescheid im Hunsrück, für weitere Erklärungen siehe Bescheid (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bescheid
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Bescheid hervorgehoben
Koordinaten: 49° 45′ N, 6° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Hermeskeil
Höhe: 421 m ü. NN
Fläche: 7,62 km²
Einwohner: 411 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54413
Vorwahl: 06509
Kfz-Kennzeichen: TR
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Langer Markt 17
54411 Hermeskeil
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Raimund Olinger

Die Ortsgemeinde Bescheid (moselfränkisch: Baäschd) im Hunsrück liegt in der Verbandsgemeinde Hermeskeil im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste Besiedlung fand bereits in vorchristlicher Zeit statt, davon zeugen viele im Wald gefundene Hügelgräber der Kelten, die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1030. Ältestes Gebäude im Ort ist vermutlich der Kirchturm, der einer Inschrift über dem Eingang der alten Sakristei im Jahr 1474 erbaut wurde. Um das Gemeinde-Wappen rankt sich eine besonders interessante Geschichte. Das Wappen - dreigeteilt in Glocke, Wagenrad und Horn - erinnert zum einen an den zweiten Schutzpatron der Dorfkirche Heilige Dreifaltigkeit, den Heiligen Hubertus, von Glocke und Rad erzählt man sich zum anderen folgende Geschichte:

Zu einer Zeit, als die Gemeinden Bescheid und Schleich eine Pfarrgemeinde mit der dazugehörigen Kirche auf dem Schleicher Berg, dem Kirchberg, unterhielten, zog Kriegsgefahr auf und man beschloss, die Glocke zum Schutz vor den Feinden im Wald zu vergraben. Nachdem der Krieg vorüber war, vergaß man den Ort, an dem die Glocke vergraben war zunächst bis eine Rotte Schweine sie freilegte. Da beide Gemeinden mittlerweile eigene Pfarrkirchen hatten, entstand zunächst ein Streit darum, wem die Glocke gehören solle. Man einigte sich darauf, dass sie dem Dorf gehören solle, in das sie von einem blinden Pferd, das man vor einen Wagen mit der Glocke spannte, gebracht werde. Das Pferd ging geradewegs nach Bescheid und kurz vor Erreichen des Ortes löste sich ein Rad vom Wagen und rollte, bis es an der Kirchenmauer liegen blieb. Aufmerksame Zuhörer wollen anschließend aus dem Geläut der Glocke folgende Worte gehört haben: Wildsau wühlt mich, blind Pferd schleift mich, zu Gottes Ehr läut ich!

[Bearbeiten] Bevölkerung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1815 – 215
  • 1835 – 322
  • 1871 – 394
  • 1905 – 342
  • 1939 – 374
  • 1950 – 373
  • 1961 – 367
  • 1965 – 398
  • 1970 – 376
  • 1975 – 357
  • 1980 – 346
  • 1985 – 348
  • 1987 – 359
  • 1990 – 374
  • 1995 – 382
  • 2000 – 408
  • 2005 – 412

Datenquelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Bescheid besteht aus 8 gewählten Mitgliedern und dem Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Bescheider Mühle im Tal der Kleinen Dhron. Überregional bekannte Restaurants sind das Landhaus St. Urban und die Malerklause in Bescheid.

[Bearbeiten] Vereine

In Bescheid gibt es ein reges Vereinsleben, u.a. finden sich dort die örtliche Feuerwehr, der Sportverein Bescheid, der Musikverein Bescheid, ein Skatverein sowie die Frauengemeinschaft Bescheid. Die Jugend hat sich im Förderverein der Jugend Bescheid organisiert und veranstaltet mittlerweile zweimal im Jahr „Die Halle bebt“ mit den Chaosbrüdern.

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge