Best Exotic Marigold Hotel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Best Exotic Marigold Hotel
Originaltitel The Best Exotic Marigold Hotel
Best-Exotic-Marigold-Hotel-Logo.svg
Produktionsland GB, Indien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge ca. 124 Minuten
Altersfreigabe FSK 0[1]
JMK 0[2]
Stab
Regie John Madden
Drehbuch Ol Parker
Produktion Graham Broadbent,
Peter Czernin
Musik Thomas Newman
Kamera Ben Davis
Schnitt Chris Gill
Besetzung

Best Exotic Marigold Hotel (Originaltitel: The Best Exotic Marigold Hotel) ist eine britische Komödie aus dem Jahr 2011, die am 15. März 2012 in den deutschen Kinos anlief. Sie basiert auf dem im Jahr 2004 erschienenen Roman These Foolish Things von Deborah Moggach.

Handlung[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Eine Gruppe britischer Senioren reist aus den unterschiedlichsten Gründen nach Indien und landet dort im „Best Exotic Marigold Hotel“ in Jaipur. Deren Geschichte wird in unterschiedlichen Episoden über die einzelnen Figuren dargestellt.

Evelyns Ehemann ist kürzlich gestorben und hat ihr einen großen Schuldenberg hinterlassen. Deshalb versucht sie, in Indien einen Neuanfang zu wagen und sucht sich dort einen Job. Muriel muss an der Hüfte operiert werden. Obwohl sie große Vorurteile gegenüber Ausländern hat, fliegt sie schließlich nach Indien, um dort sofort operiert zu werden, da die Wartezeit für eine Hüft-Operation in England sechs Monate betragen würde. Douglas und Jean sind seit 39 Jahren verheiratet. Douglas hat fast alle ihre Ersparnisse in die Firma seiner Tochter investiert. Aber die Firma läuft nicht besonders gut. Um einen vermeintlich höheren Lebensstandard für weniger Geld genießen zu können, fliegt das Ehepaar zusammen nach Indien.

Graham, ein angesehener High-Court-Richter, hat seine ersten 18 Lebensjahre in Indien verbracht. Kurz vor seiner Pensionierung entschließt er sich dazu, nach Indien zu fliegen, um dort die Erlebnisse seiner Jugend erneut aufzurollen. Er outet sich den Mitreisenden gegenüber als schwul und findet seine Jugendliebe wieder. Norman ist auf der Suche nach einer Frau. Da er in England dabei nicht sonderlich erfolgreich war, entscheidet er sich für einen Flug nach Indien, um sich dort umzusehen. Madge war schon mehrmals verheiratet, hatte aber bisher nie Glück in der Ehe. Auch sie möchte in Indien einen Neuanfang wagen und einen geeigneten Ehemann finden. Sonny ist der Leiter des „Best Exotic Marigold Hotels“. Er steckt in finanziellen Schwierigkeiten, sodass die Schließung des Hotels droht. Außerdem hat er noch familiäre Probleme, weil seine Mutter mit der Liebe zu seiner Freundin Sunaina nicht einverstanden ist.

Kritiken[Bearbeiten]

Melanie Lauer schrieb in der Kritik von filmstarts.de, dass sich bei diesem Film „Jung und Alt gleichermaßen zurücklehnen – und mit einem lachenden und einem weinenden Auge viel über die Irrungen und Wirrungen des Lebens und nicht zuletzt auch über ungeahnte Chancen lernen“ können.[3]

Johannes von der Gathen lobte in der stern.de-Kritik vom 15. März 2012 die Darsteller des Films als „ein glänzend aufgelegtes Ensemble hochkarätiger angelsächsischer Charakterdarsteller von Judi Dench über Tom Wilkinson und Bill Nighy bis zu Maggie Smith, die diese Reise ins indische Jaipur zu einem echten Genuss machen.“[4]

Tim Lindemann schreibt hingegen auf schnitt.de: „The Best Exotic Marigold Hotel ist durchzogen von einer derart plumpen neo-kolonialen Ideologie, daß man abwechselt vor Scham im Kinosessel versinken oder fassungslos mit dem Kopf schütteln möchte. Daß Indien, Südamerika oder fernöstliche Länder im westlichen Kino zu hübsch präsentierten Hintergründen für die psychologische Entwicklung weißer Charaktere degradiert werden, ist nichts Neues. Daß ein Film aber mit solch grenzenloser Arroganz die normativierenden Eingriffe daheim gescheiterter Europäer in das Alltagsleben der »unzivilisierten« Orientalen feiert, ist zumindest im Mainstreamkino der Postmoderne äußerst selten geworden.“[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film bekam schon vor seinem deutschen Kinostart von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden das Prädikat Besonders wertvoll verliehen.[6]

Bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2012 wurde Best Exotic Marigold Hotel für den Publikumspreis nominiert.

Fortsetzung[Bearbeiten]

Derzeit wird eine Fortsetzung gedreht, deren Kinostart für 2015 vorgesehen ist.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 35 kB) der FSK, abgerufen am 30. März 2012
  2. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  3. Kritik von Melanie Lauer filmstarts.de, abgerufen am 19. März 2012
  4. www.stern.de, abgerufen am 19. März 2012
  5. Kritik von Tim Lindemann „Kolonialrenter“ www.schnitt.de, abgerufen am 2. September 2012
  6. fbw-filmbewertung.com: Prädikat: Besonders wertvoll, abgerufen am 19. März 2012
  7. shortnews.de: [1], abgerufen am 20. Januar 2014