Betancuria

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Gemeinde Betancuria
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Wappen von Betancuria
Betancuria (Kanarische Inseln)
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Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kanarische Inseln
Provinz: Las Palmas
Insel: Fuerteventura
Koordinaten 28° 25′ N, 14° 3′ W28.424720601111-14.057218999444395Koordinaten: 28° 25′ N, 14° 3′ W
Höhe: 395 msnm
Fläche: 103,64 km²
Einwohner: 811 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 7,83 Einw./km²
Postleitzahl: E–35637
Gemeindenummer (INE): 35007 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Marcelino Cerdeña (CC) (Stand 2007)
Adresse der Gemeindeverwaltung: C/ Amador Rodríguez, 2
35637 - Betancuria
Lage der Gemeinde
FU Betancuria.png

Betancuria, im Westen auf der zu Spanien gehörenden Kanarischen Insel Fuerteventura, ist eine der sechs Gemeinden der Insel. Die Stadt Betancuria als ihr Verwaltungszentrum gilt als die historisch bedeutsamste Stadt Fuerteventuras. Die Gemeinde ist mit 811 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) die bevölkerungsschwächste der Insel.

Orte der Gemeinde[Bearbeiten]

Die Bevölkerungszahlen in Klammern stammen aus dem Jahr 2011[2].

  • Valles de Santa Inés (419)
  • Vega de Río Palmas (205)
  • Betancuria (215)

Geschichte[Bearbeiten]

Betancuria wurde 1404 von dem Eroberer Jean de Béthencourt, dessen Namen sie trägt, und seinem Gefährten Gadifer de la Salle gegründet. Seit ihrer Gründung war sie Hauptstadt und Regierungszentrum der Insel. 1834 wurde sie von Antigua abgelöst, seit 1860 ist Puerto de Cabras, das heutige Puerto del Rosario Inselhauptstadt.

Die Kirche Santa Maria de Betancuria wurde 1410 errichtet und 1424 zur ersten Kathedrale der Kanarischen Inseln umgewandelt. Im gleichen Jahr gründete man das Bistum von Betancuria, ebenso das erste der Inseln. Obwohl die Lage des Ortes bewusst in den Bergen gewählt wurde, kam es immer wieder zu schweren Angriffen durch Piraten. 1593 wurde die Kirche beim Überfall der barbarischen Horden des Xabán Arraez stark in Mitleidenschaft gezogen und wurde dann im 17. Jahrhundert in der heutigen Form wieder aufgebaut. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Bevölkerung ist das mittlerweile dreischiffige Gotteshaus eine der schönsten Kirchen Fuerteventuras geblieben.

Direkt neben dem malerisch gelegenen Hof der Kirche befindet sich in einem alten Herrenhaus das Restaurant Casa Santa Maria.

Im Ort befindet sich neben dem Museo Arto Sacro auch das Casa Museo de Betancuria, eine Art Heimatmuseum. Vor dessen Tür befindet sich auch die erbeutete Kanone der Schlacht von Tuineje aus dem Jahr 1734.

Am nördlichen Ortsausgang findet sich das Convento de Buenaventura. Das einstige Franziskanerkloster, von dem aus die Insel missioniert wurde, wurde 1835 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst und ist heute nur noch eine Ruine.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche Santa Maria de Betancuria
  • Ermita de Nuestra Señora de la Peña in Río Palmas aus dem 17. Jahrhundert, hier wird die Schutzpatronin der Insel Fuerteventura aufbewahrt.
  • Ermita de San Inés y San Diego
  • Iglesia Conventual de San Buenaventura, einstiges Franziskanerkloster
  • Casa Museo de Betancuria, eine Art Heimatmuseum
  • Archäologisches Museum
  • Mirador de Morro Velosa [3] Aussichtspunkt mit Blick auf die Landschaft der Insel. Das Bauwerk wurde nach dem Tod von César Manrique (25. September 1992) von der Architektin Blanca Cabrera gebaut. Die Gestaltung des Aussichtspunktes basiert auf einer gemeinsamen früheren Projektplanung von Manrique und Cabrera.[4]
  • Restaurante Casa Santa Maria mit seiner aufwändig restaurierten Holzdecke

Bildergalerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Betancuria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweisae[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Einwohnerzahlen des Instituto Nacional de Estadistica
  3. Offizielle Schreibweise des Cabildo de Fuerteventura
  4. Conservador Jefe, Fundación César Manrique