Beteiligung (Strafrecht)

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Als Formen der Beteiligung an einer Straftat werden nach deutschem Strafrecht unterschieden:

  • Täterschaft nach § 25 StGB
    • Alleintäterschaft (§ 25 Abs. 1, 1., 1. Alt. StGB): Der Täter begeht die im Tatbestand umschriebene Handlung selbständig.
    • Mittelbare Täterschaft (§ 25 Abs. 1, 2. Alt. StGB): Dieses Institut betrifft den Fall, dass der Täter die Tat durch einen anderen begeht. Hierbei stellt der Handelnde das Werkzeug des mittelbaren Täters dar.
    • Mittäterschaft (§ 25 Abs. 2 StGB): Wenn zwei Personen an einem Tatgeschehen arbeitsteilig zusammenwirken und nach einem gemeinsamen Tatplan agieren, wäre es nicht angemessen, die Handlungen der beiden Täter isoliert voneinander zu betrachten. Daher werden die Tatbeiträge der einvernehmlich Agierenden gegenseitig zugerechnet, um dem Unrechtsgehalt der Tat gerecht zu werden.
  • Teilnahme nach § 26 f. StGB
    • Anstiftung (§ 26 StGB): Der Anstifter verursacht den Tatentschluss auf Seiten des Täters, tritt dann aber im Zuge der konkreten Tatausführung nicht mehr in Erscheinung. Die Stellung des Anstifters zum Tatgeschehen zeichnet sich dadurch aus, dass er über keine Tatherrschaft verfügt.
    • Beihilfe (§ 27 StGB): Der Beihilfe Leistende zeichnet sich dadurch aus, dass er Hilfe zu einem Tatgeschehen leistet, ohne hierbei den Beteiligungsgrad eines Mittäters zu erlangen.

Literatur[Bearbeiten]

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