Hohlblockstein

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Als Hohlblockstein (kurz Hohlblock oder Hbl) bezeichnet man einen großformatigen Baustein zum Mauern aus Beton oder Leichtbeton mit Luftkammern senkrecht zur Lagerfläche. Diese Luftkammern verbessern die Wärmedämmung des Steins. Die Luftkammern beim Betonstein sind meist rechteckig.

Die Luftkammern sind an der Oberseite geschlossen, damit der den Stein verbindende Mörtel nicht durchfällt. An der Unterseite sind die Luftkammern offen, so dass der Mörtel beim Aufsetzen etwas in die Kammern eindringt.

Auch Steine aus Kalksandstein oder Ton werden teilweise mit senkrechten Luftkammern als Hohlblock ausgeführt.

Durch die Luftkammern können sie mit dem Maurerbeil auch leicht halbiert oder gedrittelt werden.

Beton-Hohlblock-Steine[Bearbeiten]

Beton-Hohlblöcke haben in allen Mauerbreiten traditionell eine Höhe von 23,8 cm, so dass mit 1 cm Mörtelfuge vier Mauerreihen auf einen Höhenmeter kommen und verschiedene Breiten problemlos miteinander verzahnt werden können.

Sehr schmale Steine gibt es aber auch in der Höhe 49 cm.

Übliche Breiten sind 11,5 cm, 12 cm, 17,5 cm, 24 cm, 25 cm, 30 cm, 36 cm, 38 cm und 49 cm. Damit die Blöcke nicht zu schwer zum Mauern werden, sind die breiteren Steine kürzer als die schmaleren. Die Gewichte liegen meist zwischen 15 und 25 kg pro Stein.

Typische Verhältnisse sind (Breite mal Länge in cm): 11,5 × 49, 25 × 38, 30 × 38, 38 × 25.

An den Breitseiten sind oft Rillen eingearbeitet, oftmals nach dem Nut-und-Feder-Prinzip.

Die Rohdichte liegt meist zwischen 0,8 und 2,0 g/cm³.

Ein F90-Feuerschutz wird schon ab 17,5 cm Wandstärke erreicht, Brandschutzmauern benötigen 30 cm.

Hohlblocksteine als Außenwände benötigen nach heutigen Maßstäben zusätzliche Dämmstoffschichten.

Einsatz[Bearbeiten]

Die günstig herzustellenden Hohlblocksteine waren für Außenwände und tragende Wände bei Ein- und Zweifamilienhäusern lange Zeit das vorherrschende Baumaterial, meist mit den Wandstärken 24 oder 30 cm. In den 1970er Jahren wurden sie mehr und mehr durch die besser wärmedämmenden Ziegel- oder Porenbetonsteine verdrängt.

Die heutigen wärmedämmtechnischen Anforderungen werden bei wirtschaftlichen Wanddicken nur von relativ leichten Mauersteinen erreicht. Da aus der Bauweise mit leichten Mauersteinen bautechnische Probleme resultieren (z.B. erhöhte Rissgefahr), werden gemauerte Außenwandkonstruktionen heute häufig in Mauerwerk einer mittleren oder schweren Rohdichteklasse und außenseitig angeordnetem Wärmedämm-Verbundsystemen ausgeführt.

Betonhohlblocksteine werden als kostengünstige und leicht zu verarbeitende Lösung vorwiegend bei Garagen, Hallen, Grundstücksmauern oder Kellerkonstruktionen eingesetzt, bei denen der Wärmeschutz eine untergeordnete Rolle spielt.

Siehe auch[Bearbeiten]

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