Betriebslehre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Betriebslehre ist eine Bezeichnung für so genannte Branchen(betriebs)lehren bzw. Institutionenlehren wie z. B. die:

Sie werden auch als besondere oder spezielle Betriebswirtschaftslehren (BWL) der Branchen verstanden.

Von der allgemeinen BWL unterscheiden sie sich v. a. in der Ableitung der allgemeinen betrieblichen Produktionsfaktoren menschliche Arbeit, Betriebsmittel und Kapital auf eigene, speziellere Elementarfaktoren und (daraus folgend) einer starken Gewichtung bestimmter Themenbereiche, v. a. der so genannten konstitutiven Entscheidungen (z. B. Standort, Organisation, Rechtsformwahl), sowie produkt- und kundenspezifischer Fragen, die nur für die eigene Branche wichtig sind und sich wiederum auf die konstitutiven Entscheidung auswirken.

Im Vergleich zur institutionalen BWL andere Sichtweisen bieten die betrieblichen Funktionslehren. Sie beschäftigen sich mit den Funktionsbereichen, wie Personal, Marketing, Logistik und sind branchenübergreifend.

In den Betrieblehren wird wiederum auch analysiert, wie wichtig die Qualität dieser einzelnen Funktionen für die eigene Branche ist bzw. welche Funktionen überhaupt benötigt werden.

Einige Branchen haben z. T. so spezielle Anforderungen, dass sich eigene wissenschaftliche Disziplinen wie z. B. Tourismus (im Sinn von Tourismus-BWL) gebildet haben.

An Universitäten und Fachhochschulen werden im Hauptstudium der Betriebswirtschaftslehre sowohl die Branchen als auch die Funktionen berücksichtigt, so dass Spezialisierungen wie "Logistik im Handel" oder "Marketing im Bankwesen" möglich sind.

Außerhalb der Hochschulen sorgt in Deutschland v. a. die Deutsche Industrie- und Handelskammer für die betrieblehrenbezogene Aus-/Fortbildung zum Fachwirt oder funktionslehrenbezogen zum Fachkaufmann.