Betsy Drake

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Betsy Drake (* 11. September 1923, Paris) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Autorin. Sie war die dritte Frau von Cary Grant.

Leben[Bearbeiten]

Drake, die älteste Tochter zweier amerikanischer Expatriaten, wurde 1923 in Paris geboren. Obwohl ihr Großvater Tracy Drake das Drake Hotel in Chicago erbaut hatte, standen die Drakes und die fünf Jahre alte Betsy nach dem Börsencrash 1929 ohne finanzielle Mittel da. Bedingt durch diesen finanziellen Schicksalsschlag mussten Betsy, ihre Eltern, ihre Brüder und ihr Kindermädchen mit dem Schiff Île de France in die Vereinigten Staaten zurückkehren. Ihre Kindheit war geprägt von Umzügen zwischen Chicago, Westport, Connecticut, Virginia, North Carolina und New York.

Betsy besuchte zwölf sowohl private als auch öffentliche Schulen, bevor sie sich stärker für das Theater und die Schauspielerei am Junior College von Rock Creek Park in Washington D.C. interessierte. Sie suchte in New York nach Arbeit als Schauspielerin, und hielt sich in dieser Zeit mit Modeljobs über Wasser. Der Theaterautor Horton Foote bot ihr eine Stellung als Einspringerin im Stück Only the Heart an, die es ihr ermöglichte, der Actor's Equity beizutreten und Berufsschauspielerin zu werden.

Nachdem sie dem Produzenten Hal B. Wallis aufgefallen war, drängte sie ihr Agent, einen Vertrag in Hollywood zu unterschreiben. Sie hasste Hollywood und sah sich genötigt, eine Geisteskrankheit vorzutäuschen, um vom Vertrag entbunden zu werden. Sie kehrte nach New York zurück und las 1947 für die London Company das Stück Deep are the Roots.

Cary Grant entdeckte sie 1947 in diesem Londoner Stück und vermochte es, nachdem sie auf dem gleichen Schiff in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt waren, ein enges Verhältnis zu ihr aufzubauen. Betsy wurde anschließend von RKO Pictures und David Selznick unter Vertrag genommen und tauchte 1948 in ihrem ersten Film für die RKO Every Girl Should Be Married an der Seite von Cary Grant auf.

Weihnachten 1949 heirateten die beiden und entschlossen sich ganz bewusst für eine auf sich konzentrierte ruhigere Beziehung außerhalb des Rampenlichts. Im Jahr 1952 spielten sie Seite an Seite in dem Film Room for One More und Drake wurde für einige Hauptrollen in England und den USA verpflichtet. Im Jahr 1957 übernahm sie eine Nebenrolle in der Komödie Sirene in Blond an der Seite von Jayne Mansfield.

Im Jahr 1956 überlebte Drake den Untergang des italienischen Kreuzfahrtschiffes Andrea Doria. Sie hatte ihren Ehemann bei einem Filmdreh in Spanien besucht und war als Passagierin der Ersten Klasse auf dem Weg zurück in die USA. Drake wurde von dem Schiff gerettet, das sie als Kind zurück in die USA gebracht hatte, der Île de France.

Grant und Drake trennten sich 1958, blieben Freunde und ließen sich 1962 endgültig scheiden. Sie erhielt eine Million Dollar und eine Beteiligung an den Einnahmen aus 13 Filmen, die während ihrer Ehe entstanden waren. Diese Ehe war die längste Bindung, die Grant in seinem Leben einging. Grant stellte anerkennend fest, dass sie seine Interessensgebiete außerhalb der Schauspielerei erweitert habe und war dankbar, dass sie ihm die damals legale Therapie-Droge LSD nähergebracht hatte; eine Erfahrung die ihm „endlich half, mentale Freiheit zu erlangen“. Drake selbst nahm LSD, um sich vom Trauma der Trennung zu erholen. Kinder brachte die Beziehung keine hervor.

Drake gab anschließend die Schauspierei auf, um sich anderen Interessen wie der Schriftstellerei zu widmen. Im Jahr 1971 veröffentlichte der Verlag Atheneum unter ihrem Ehenamen Betsy Drake Grant ihre Novelle Children You Are Very Little. Sie erhielt einen Master of Education der Harvard University and arbeitete als Psychotherapeutin. Ihren bislang letzten Auftritt für das Medium Film leistete sie 2005 in der Dokumentation Cary Grant: A Class Apart, in der sie die Zeit mit ihrem Ehemann Grant reflektierte.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1948: Jedes Mädchen müßte heiraten (Every Girl Should Be Married)
  • 1949: Dancing In the Dark
  • 1950: The Second Woman
  • 1950: Pretty Baby
  • 1952: Vater werden ist nicht schwer (Room for One More)
  • 1957: Sirene in Blond (Will Success Spoil Rock Hunter?)
  • 1958: Next to No Time
  • 1958: Intent to Kill
  • 1958: General Electric Theater, Episode A Question of Romance
  • 1959: Der Kopfgeldjäger (Wanted: Dead or Alive), Episode The Spurs
  • 1965: Clarence, der schielende Löwe (Clarence, the Cross-Eyed Lion)

Weblinks[Bearbeiten]