Bettina Hoy

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Medaillenspiegel
Bettina Hoy mit Designer beim Nationenpreisturnier von Houghton (2013)
Bettina Hoy mit Designer beim Nationenpreisturnier von Houghton (2013)
Equestrian pictogram.svg Vielseitigkeitsreiten
DeutschlandDeutschland Deutschland
Olympische Sommerspiele
Bronze 1984 Vielseitigkeitsreiten, Mannschaft
(mit Peacetime)
Weltmeisterschaften
Bronze 1994 Vielseitigkeitsreiten, Mannschaft
(mit Watermill Stream)
Gold 2006 Vielseitigkeitsreiten, Mannschaft
(mit Ringwood Cockatoo)
Europameisterschaften
Gold 1997 Vielseitigkeitsreiten, Einzel
(mit Watermill Stream)
Bronze 2007 Vielseitigkeitsreiten, Einzel
(mit Ringwood Cockatoo)
Bronze 2005 Vielseitigkeitsreiten, Mannschaft
(mit Ringwood Cockatoo)
Deutsche Meisterschaft
Bronze 1983 Vielseitigkeitsreiten, Einzel
Bronze 1995 Vielseitigkeitsreiten, Einzel
Gold 2002 Vielseitigkeitsreiten, Einzel
Gold 2004 Vielseitigkeitsreiten, Einzel
Gold 2006 Vielseitigkeitsreiten, Einzel

Bettina Hoy (* 7. November 1962 in Rheine als Bettina Overesch) ist eine deutsche Vielseitigkeitsreiterin.

Leben[Bearbeiten]

Die gelernte Pferdewirtschaftsmeisterin lebte zwölf Jahre lang in England. Zusammen mit ihrem Ehemann, dem australischen Vielseitigkeitsreiter Andrew Hoy, bewirtschaftete sie Gatcombe Park, den privaten Landsitz der britischen Prinzessin Anne. Im Februar 2009 verließen sie die Anlage und zogen nach Warendorf.[1]

Nachdem Andrew Hoy bereits wieder nach Großbritannien zurückgekehrt ist, lebt Bettina Hoy weiterhin in Warendorf-Hoetmar. Ende November 2011 gab sie ihre Trennung von Andrew Hoy bekannt.[2]

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten]

Hoy gewann bei den Olympischen Spielen 1984 im damals noch Military genannten Vielseitigkeitswettbewerb Bronze mit der Mannschaft und 1994 Gold bei der Team-Weltmeisterschaft. Drei Jahre später wurde sie Europameisterin und errang bei den Deutschen Meisterschaften 2002 und 2004 Goldmedaillen, sowie 1983 und 1995 Bronze. 2005 gewann sie mit ihrem Erfolgspferd Ringwood Cockatoo ihre erste Vier-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung, den CCI Luhmühlen.

Zur tragischen Figur wurde Hoy bei den Olympischen Spielen 2004. Sie absolvierte den Wettbewerb im Vielseitigkeitsreiten, bei dem die Wertung des Ritts gleichzeitig für den Mannschaftswettbewerb wie für das Einzel gezählt wurde, nach anfänglicher Wertung als Beste. Sie überquerte jedoch unabsichtlich während einer kurzen Einreitrunde die Startlinie, was ihr 12 Strafpunkte wegen Zeitüberschreitung einbrachte. Somit fiel Hoy im Einzelwettbewerb auf den neunten Platz zurück, im Mannschaftswettbewerb erfolgte aufgrund der addierten Einzelergebnisse eine Zurückstufung der deutschen Mannschaft auf den vierten Platz (→ Olympische Reiterspiele 2004 in der Vielseitigkeit).

Bei den Weltreiterspielen 2006 war Bettina Hoy wieder Mitglied der deutschen Mannschaft, die sich diesmal gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte. Sie holte Gold in der Mannschaft. Mit 9,00 Punkten im abschließenden Springen blieb ihr die Einzelmedaille, nach den Plätzen 1 (nach der Dressur) und 2 (nach dem Geländeritt) verwehrt. Sie beendete den Wettkampf als Sechste.

An den Olympischen Reiterspielen 2008 in Hongkong konnte sie nicht teilnehmen, da sich ihr Pferd Ringwood Cockatoo kurz vorher verletzte. [3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bettina Hoy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FN-aktuell, offizieller Pressedienst der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Ausgabe 2/2009 (PDF; 362 kB), Seite 17
  2. Bettina und Andrew Hoy getrennt, Reiter Revue International, 30. November 2011
  3. Bettina Hoy startet nicht in Hongkong