Beulich

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Beulich
Beulich
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Beulich hervorgehoben
50.1747611111117.4529972222222310Koordinaten: 50° 10′ N, 7° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Emmelshausen
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 13,28 km²
Einwohner: 498 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56283
Vorwahl: 06745
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 201
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
56281 Emmelshausen
Webpräsenz: ortsgemeinde-beulich.de
Ortsbürgermeister: Friedhelm Vogt
Lage der Ortsgemeinde Beulich im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Beulich ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Emmelshausen an.

Geographie[Bearbeiten]

Beulich liegt auf einem Höhenrücken zwischen dem Ehrbach- und Baybachtal im nordöstlichen Hunsrück. Der Ort liegt im Landschaftsschutzgebiet „Moselgebiet von Schweich bis Koblenz“.

Zu Beulich gehören auch die Wohnplätze Eckmühl, Haus Eichstiebel, Falkenhof, Grieshof, Neuwieserhöfe, Haus Reischauer und Schmausemühle.[2]

Nachbargemeinden von Beulich sind Morshausen, Mermuth und Gondershausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Während einer ARRATA-Tour am 16. September 2006 zur villa rustica am Roskerbach, wurde der Fund eines Napoleonhuts auf der Höhe 330, westlich der Neuwieser Höfe, gemeldet. Bei diesem Fund, der nicht gesichtet wurde, würde es sich um einen keltischen Reibstein handeln. Aufgrund dieser Fundmeldung fanden umfangreiche Prospektionen statt. Dabei entdeckte Marco Schaffranski (ARRATA e.V.) im Jahr 2006 ein vollständig erhaltenes Felsovalbeil aus devonischem Quarzit, das in das Jungneolithikum (ca. 4400 bis 2200 v. Chr.) datiert. Vergleichbare Funde sind auch aus Morshausen, Mermuth, Macken, Oberfell oder bspw. Bell bekannt.[3]

Die erste Erwähnung des Ortsnamens war 1153, als „Arnolfus de Buleche“ als Zeuge in einer Urkunde genannt wurde.[4] Die Kirche von „Buliche“ wurde im Jahr 1212 erstmals erwähnt.

Beulich war einer der Orte, die zum kurtrierischen Gallscheider Gericht gehörten. Daneben bestand eine grundherrliche Vogtei zu Beulich und Morshausen, die seit mindestens 1255 im Besitz der Herren Boos von Waldeck war. Diese Vogtei war ein Lehen und wurde 1347 von den Grafen von Sayn an Kurtrier verkauft. Im 15. Jahrhundert treten neben den Boos von Waldeck weitere Lehnsnehmer auf. Die Vogtei und das Gallscheider Gericht bestanden bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.

Mit der Besetzung des Linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Beulich, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 378
1835 465
1871 482
1905 513
1939 453
Jahr Einwohner
1950 495
1961 436
1970 439
1987 507
2005 511

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Beulich besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In dem von fünf Zinnen geteilten Schild oben heraldisch rechts in Silber ein schräglinkes grünes Eichenblatt, daneben heraldisch links ein schwarzer Rost. Unten drei schräg rechts aneinander gereihte rautenförmige silberne Schnallen“.

Die obere Schildhälfte mit dem Eichenblatt verweist auf den reichen Waldbestand der Gemeinde. Der schwarze Rost nimmt Bezug zum Kirchenpatron St. Laurentius. Die untere Schildhälfte bezieht sich auf die ehemalige Zugehörigkeit von Beulich zu den Herren Boos von Waldeck.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Attraktion war das 1936 errichtete Waldschwimmbad Beulich, das 1991 stillgelegt wurde. Heute wird es als Waldforum genutzt. Sehenswürdigkeiten sind die Pfarrkirche mit der in den 1990ern aufwändig restaurierten Stumm-Orgel und das 1766 errichtete Gemeindehaus „Bagges“.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beulich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 36 (PDF; 2,3 MB)
  3. Wolfgang Welker: Erste Erkenntnisse zur Michelsberger Kultur im Hunsrück - neu entdeckte jungsteinzeitliche Steinbeile aus dem Vorderhunsrück. In: Abenteuer Archäologie. Nr. 8, 2007, S. 24–31, ISSN 1615-7125
  4. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien, Band 1, Coblenz: Hölscher, 1860 (Urkunde 572)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat