Beuren (bei Nürtingen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Beuren
Beuren (bei Nürtingen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Beuren hervorgehoben
48.5691666666679.4027777777778435Koordinaten: 48° 34′ N, 9° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Esslingen
Höhe: 435 m ü. NHN
Fläche: 11,69 km²
Einwohner: 3452 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 295 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72660
Vorwahlen: 07025
07022 (Sonnenhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ES, NT
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 011
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Linsenhofer Straße 2
72660 Beuren
Webpräsenz: www.beuren.de
Bürgermeister: Erich Hartmann
Lage der Gemeinde Beuren im Landkreis Esslingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Böblingen Landkreis Göppingen Landkreis Ludwigsburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tübingen Rems-Murr-Kreis Stuttgart Aichtal Aichwald Altbach Altdorf (Landkreis Esslingen) Altenriet Altenriet Baltmannsweiler Bempflingen Beuren (bei Nürtingen) Bissingen an der Teck Deizisau Denkendorf (Württemberg) Dettingen unter Teck Erkenbrechtsweiler Esslingen am Neckar Filderstadt Frickenhausen (Württemberg) Großbettlingen Hochdorf (bei Plochingen) Holzmaden Kirchheim unter Teck Köngen Kohlberg (Württemberg) Kohlberg (Württemberg) Leinfelden-Echterdingen Lenningen Lichtenwald Neckartailfingen Neckartenzlingen Neidlingen Neuffen Neuhausen auf den Fildern Notzingen Nürtingen Oberboihingen Ohmden Ostfildern Owen Plochingen Reichenbach an der Fils Schlaitdorf Unterensingen Weilheim an der Teck Wendlingen am Neckar Wernau (Neckar) WolfschlugenKarte
Über dieses Bild

Der Kur- und Erholungsort Beuren ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen am Albtrauf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg. Beuren ist mit dem überwiegenden Teil seiner Gemarkung (95,2 %) Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Geographie[Bearbeiten]

Beuren liegt im Neuffener Tal unmittelbar am Albtrauf unterhalb der Burgruine Hohenneuffen. Die Landeshauptstadt Stuttgart ist rund 28 km entfernt, Reutlingen liegt rund 16 Kilometer südwestlich von Beuren. Der tiefste Punkt der Beurener Gemarkung befindet sich im Tiefenbachtal bei 335 Meter über NN, der höchste Punkt auf der Albhochfläche am Burghörnle in der Nähe des Beurener Felsens bei 733 Meter. Die geschützte Lage im Talkessel zwischen Hohenneuffen und Beurener Fels wirkt sich auf das Klima und auch auf den Obst- und Weinanbau positiv aus.

Beuren liegt im Bereich des Schwäbischen Vulkans, auf Beurener Markung sind sechs ehemalige Vulkanschlote nachgewiesen.[2] Die Bergkegel von Engelberg, Spitzenberg und Hohbölle sind solche ehemaligen Vulkane. Die längst erloschenen Feuerberge haben einen Schatz besonderer Art zurückgelassen: heißes Thermal-Mineralwasser. Die geothermische Tiefenstufe in Beuren liegt bei elf Metern (Die Temperatur der Erdkruste nimmt alle elf Meter um ein Grad zu). Das ist dreimal so viel wie in Deutschland sonst üblich.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Beuren gehört das Dorf Beuren und der Ort Balzholz.[3] Außerdem gehören die Wohnplätze Haldenhof (Markung Balzholz) und Sonnenhof im Tiefenbachtal zu Beuren. Der Sonnenhof ist mit Beuren durch eine Gemeindeverbindungsstraße verbunden. Die Wohngebäude des Sonnenhofs bilden insofern eine Ausnahme, als die Versorgung mit Energie, Telefon usw. komplett von Nürtingen aus erfolgt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Nürtingen im Norden, Dettingen unter Teck und Owen im Osten, Erkenbrechtsweiler im Süden, Neuffen und Frickenhausen im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Beuren 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch

Beuren wurde 1304 erstmals urkundlich erwähnt, als die Habsburger gegenüber Graf Eberhard I. von Württemberg auf alle Ansprüche an dem Ort verzichteten. Seither gehört Beuren ununterbrochen zu Württemberg. Der Ort gehörte innerhalb Württembergs zum Amt Neuffen. Über das Oberamt Nürtingen (ab 1938: Landkreis Nürtingen) kam der Ort 1973 zum Landkreis Esslingen.

Religionen[Bearbeiten]

Seit der Reformation ist Beuren evangelisch geprägt. Die evangelische Kirchengemeinde Beuren, die ihre Gottesdienste in der Nikolauskirche abhält, hat ungefähr 2050 Mitglieder (Stand 2005).[4]

Erst der Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg führte wieder zu einer nennenswerten Zahl römisch-katholischer Gläubiger, die mit St. Paulus auch eine eigene Kirche im Ort besitzen. Organisatorisch bilden sie mit Neuffen und Kohlberg die Katholische Kirchengemeinde St. Michael.

Die Kirche der kleinen neuapostolischen Gemeinde liegt in der Straße „An der Raise“.

Die Christengemeinde Beuren e. V. trifft sich in der Johannesstr. 3. Sie gehört organisatorisch zur Christengemeinde Wendlingen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Balzholz

Balzholz

1938 wurde die Gemeinde Balzholz nach Beuren eingemeindet. Der Ortsname bedeutet eine Siedlung im Wald des Bald. Erstmals erwähnt wird der Ort 1298.[5] 1521 bestand Balzholz aus sechs Häusern. Im Dreißigjährigen Krieg war Balzholz mehrere Jahre unbewohnt. 1938 bei der Eingemeindung hatte Balzholz 319 Einwohner. Das Wappen wurde 1930 angenommen. Es geht auf einen alten Siegelstock zurück, der eine Angel zeigte. Auf goldenem Schild über grünem Boden einen aufgerichteten schwarzen Angelhaken zwischen grünen Buchenstauden. Die Angel soll angeblich an die ehemals zum Schutz der Festung Hohenneuffen auf Balzholzer Markung ausgelegten Fußangeln erinnern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Beuren und die Burg Hohenneuffen
Blick auf Beuren vom Beurener Fels. Im Hintergrund die Burg Hohenneuffen
Blick auf Beuren von der Burg Hohenneuffen

Die Einwohnerzahlen sind dem Ortssippenbuch entnommen; es sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1625 652
1645 307
1700 687
1810 1555
3. Dezember 1834 ¹ 1801
3. Dezember 1861 ¹ 1795
1. Dezember 1900 ¹ 1571
17. Mai 1939 ¹ 1582
29. Oktober 1946 ¹ 2240
Jahr Einwohnerzahlen
13. September 1950 ¹ 2243
6. Juni 1961 ¹ 2569
27. Mai 1970 ¹ 2864
25. Mai 1987 ¹ 3233
31. Dezember 1990 3438
31. Dezember 1995 3449
31. Dezember 2000 3331
31. Dezember 2005 3401
31. Dezember 2010 3359
9. Mai 2011 3341

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das nach 1930 angenommene Ortswappen zeigt einen nach rechts gerichteten, schwarzen Bockskopf in goldenem Schild. Es knüpft an den im Volksmund früher gebrauchten zweiten Ortsnamen Geißbeuren an. Dieser ist seit 1640 nachweisbar und soll auf die früher hier besonders verbreitete Ziegenhaltung zurückgehen.

Um eine Überschneidung mit den Farben der Landesflagge zu vermeiden, wurden die Wappenfarben nicht in die Gemeindeflagge übernommen. Die 1973 vom Innenministerium verliehene Flagge hat deshalb die Farben Blau-Gelb (Blau-Gold).

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1853–1879: Nicolaus Klaß
  • 1879–1888: Jacob Klaß
  • 1888–1890: Philipp Friedrich Nestel
  • 1890–1927: Wilhelm Eugen Schraft
  • 1927–1934: Karl Friedrich Schminke
  • 1934: Wilhelm König (Amtsverweser)
  • 1934–1945: Wilhelm Spanagel[6]
  • 1945–1946: August Reuß (Amtsverweser)
  • 1946–1948: Helmut Link
  • 1948–1983: Willi Gras
  • seit 1983: Erich Hartmann

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Beuren hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[7]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,8 %
46,2 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
+15,7 %p
+2,1 %p
-17,8 %p
FW Freie Wähler Beuren-Balzholz 53,8 8 38,1 6
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 46,2 6 44,1 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 0,0 0 17,8 2
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 57,1 % 61,34 %

Patenschaft[Bearbeiten]

Um den ehemaligen Einwohnern des donauschwäbischen Dorfes Jarek nach ihrer Flucht im Jahr 1944 wieder einen Ort zu geben, an dem Sie sich treffen können, übernahm die Gemeinde Beuren am 25. September 1987 die Patenschaft für die ehemalige Gemeinde Jarek. Am Eingang zum neuen Friedhof wurde ein "Jareker Platz" mit Brunnen und Gedenkstein angelegt, einmal im Jahr findet in Beuren ein Jareker-Treffen statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Beuren und Balzholz sind Weinbauorte, deren Lagen zur Großlage Hohenneuffen im Bereich Remstal-Stuttgart gehören. Heute werden auf der Gemarkung Beuren noch ca. acht Hektar und auf der Gemarkung Balzholz ca. zwei Hektar bewirtschaftet.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Anschluss an das überregionale Schienennetz erfolgt bis Neuffen mit dem Bus und ab dort mit der Tälesbahn nach Nürtingen. Nürtingen liegt etwa neun Kilometer entfernt. Die nächste Anschlussstelle der A 8 ist rund zehn Kilometer entfernt in Kirchheim unter Teck-Ost. Es bestehen Busverbindungen nach Erkenbrechtsweiler sowie über Neuffen nach Metzingen.

Durch Beuren verläuft die Landesstraße L 1210 von Neuffen nach Owen. Um die enge und steile Ortsdurchfahrt vom Verkehr zu entlasten, hat das Land Baden-Württemberg mit einem Kostenaufwand von 15 Millionen Euro eine 1,2 Kilometer lange Ortsumgehung gebaut. Im Zuge dieser Umgehung entstand der innerörtliche Beurener Tunnel mit einer Länge von 399 Metern. Die Verkehrsfreigabe erfolgte am 25. Februar 2005.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Beuren verfügt über eine eigene Grundschule. Weiterführende Schulen können in Neuffen (Hauptschule, Realschule) und Nürtingen (Realschulen, Gymnasien) besucht werden. Außerdem gibt es drei Kindergärten im Ort.

Ver- und Entsorgung[Bearbeiten]

Beuren wird mit Strom und Gas durch die Stadtwerke Neuffen versorgt. Gas gibt es seit 1907, als in Neuffen das neue Gaswerk in Betrieb genommen wurde. Der Anschluss an das Elektrizitätsnetz erfolgte 1912/14. Wasser erhält Beuren vom Zweckverband Landeswasserversorgung, der 1994 mit dem Zweckverband Blau-Lauter-Gruppe fusioniert hat. Daneben betreibt Beuren noch eigene Quellen, die vom Karstgrundwasser der Schwäbischen Alb gespeist werden. Die Abwasserentsorgung erfolgt im Klärwerk des Abwasserverbands Neuffener Tal in Frickenhausen.

Abfallentsorgung[Bearbeiten]

Für die Abfallentsorgung ist der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Esslingen zuständig. Es bestehen getrennte Sammlungen für Biomüll, Hausmüll und Papier. Verpackungen werden im Rahmen des Grünen Punktes in sogenannten gelben Säcken gesammelt. Sperrmüll wird gegen Abgabe eines von zwei Gutscheinen jährlich kostenlos abgeholt oder kann zu einer Entsorgungsstation gebracht werden. Bei den Entsorgungsstationen können auch Elektro- und Metallschrott sowie andere wiederverwertbare Stoffe abgegeben werden. Für Sondermüll wie Leuchtstofflampen und Lacke gibt es besondere Problemstoffsammlungen.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

  • Panorama Therme Beuren mit Saunalandschaft und Kleinschwimmhalle
  • Sportgelände Lettenwälde (an der Straße nach Linsenhofen), zwei Fußballfelder des TSV Beuren (Rasen, Kunstrasen), Tennisanlage des TC Beuren
  • Sportplatz Stelle (an der Straße nach Erkenbrechtsweiler), ein Fußballfeld und Stockbahn des Vereins Rot-Weiss Austria

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Beuren liegt an der Württemberger Weinstraße, die an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Museum[Bearbeiten]

Das Freilichtmuseum Beuren ist eines von sieben regionalen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg. Es wurde 1995 eröffnet und befindet sich noch im Aufbau. Präsentiert werden hierher versetzte alte Gebäude aus den Räumen Mittlerer Neckar und Schwäbische Alb. Das Museum liegt nordöstlich von Beuren im Gewand Herbstwiesen und zeigt 22 historische Gebäude (Stand 2008). Träger des Freilichtmuseums Beuren ist der Landkreis Esslingen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Rathaus Beuren

Beuren hat sich bis heute ein homogenes Ortsbild in der alten Ortsmitte erhalten können, das die Blütezeit des Ortes im 15. und 16. Jahrhundert widerspiegelt. Zu dieser Zeit war Beuren Wallfahrtsort. Eine Wallfahrtskapelle auf dem Engelberg war das Ziel der Pilger. An der Hauptstraße und den angrenzenden Nebenstraßen stehen noch eine Reihe wertvoller alter Fachwerkbauten, zum Teil in stattlicher geschossiger Bauweise.[8] Insgesamt stehen im Ortskern von Beuren 70 historische Gebäude unter Denkmalschutz. Auch das älteste bekannte Firstständerhaus Baden-Württembergs aus dem Jahr 1411/12 gehört dazu.[9]

Mitten in dem historischen Ortskern steht auch die spätgotische Nikolauskirche, die im 15. Jahrhundert an Stelle einer romanischen Kapelle gebaut wurde. Die große Turmglocke stammt aus dem Jahr 1430. Der Chor wurde 1515, zur Zeit der beginnenden Reformation, fertig. Besondere Sehenswürdigkeiten sind ein „Ölberg“ (1510), etwas älter ist ein kostbares Kleinod in der Kirche „Christus auf dem Palmesel“ (um 1470). Die Orgel wurde um 1839 von dem bekannten Orgelbauer Viktor Gruol gebaut und 1978/79 originalgetreu restauriert. Die heutige Innenansicht der Kirche stammt aus dem Jahr 1904. Der Königliche Oberbaurat Heinrich Dolmetsch, ein bekannter Kirchenbaumeister, hat die Kirche in diesem Jahr umgebaut und renoviert. Die Empore stammt übrigens aus der Cannstatter Stadtkirche, die Dolmetsch zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls umgebaut hat. Die Nikolauskirche bildet zusammen mit dem frühbarocken Pfarrhaus (Anfang 17. Jahrhundert), der Pfarrscheuer (Ende 15. Jahrhundert), dem Pfarrgarten und dem Kirchhof, der bis zum heutigen Tag für Bestattungen genutzt wird, ein in Württemberg nur noch selten anzutreffendes Ensemble.

Ebenfalls zu den dominanten Kulturdenkmalen Beurens zählt das gegenüber der Kirche stehende Rathaus aus dem Jahr 1556, welches noch zur Blütezeit Beurens errichtet wurde. Seine Grundmauern überwölben den „Beurener Bach“. Unter dem Rathaus befand sich jahrhundertelang eine Heilquelle, das Wasser wurde in der neben dem Rathaus stehenden Badstube (erstmals 1526 erwähnt) genutzt. Anfang des 20. Jahrhunderts versiegte die Heilquelle, die Gründe hierfür wurden nie erforscht.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Ende der 1950er und in den 1960er Jahren veranstaltete die Gemeinde mit den ortsansässigen Vereinen in Verbindung mit dem Kindergarten und der Schule im Sommer das Beurener Kinderfest mit einem großen Umzug und Festveranstaltungen. Seit 1987 wurde von den örtlichen Vereinen am zweiten Wochenende im September das Kelterfest rund um die historische Kelter gefeiert. Nach der Fertigstellung der neugestalteten Ortsmitte hat man das Fest 2007 auf den Karlsplatz verlegt, die Tradition wird dort jetzt unter dem Namen Brunnenfest fortgesetzt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Gemeinde Beuren hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1857: Johann Christian Knecht, Pfarrer

(Beschluss des Gemeinderats vom 3. Januar 1857). Pfarrer Knecht traf bei seinem Amtsantritt in Beuren auf bittere Not in der Bevölkerung. Durch Einführung der Weißstickerei und des Klöppelns verschaffte er der Bevölkerung Einkommensmöglichkeiten. Außerdem kämpfte er gegen die „Bettlermentalität“ nach dem Motto: Wer nicht arbeiten will erhält auch keine Unterstützung.

  • 1983: Willi Gras, Bürgermeister

(Beschluss des Gemeinderats vom 18. November 1983). Bürgermeister Gras hat sich um Beuren besondere Verdienste erworben, weil er durch seinen persönlichen Einsatz die Entwicklung zum Kurort ermöglichte. Insbesondere die Erbohrung von Thermalwasser und der Bau des Thermalbades sowie die Verleihung des Prädikats „Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb“ sind im Wesentlichen seiner Initiative zu verdanken.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Beuren gewirkt haben[Bearbeiten]

Folgende Personen haben in Beuren gelebt, ohne hier geboren zu sein


Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 126–154.
  • Dietrich Braun: Nikolauskirche Beuren. 800 Jahre erlebte Geschichte. Neckar-Verlag, Villingen 1988, ISBN 3-7883-1904-6.
  • Dietrich Braun: Beuren - 500 Jahre Bad-Geschichte, Die Renaissance eines alten Heilbades. Herausgegeben von der Kur- und Gemeindeverwaltung Beuren 1991.
  • Willi Knapp und Erich Knapp: Ortssippenbuch Beuren-Balzholz, Deutsche Ortssippenbücher, Reihe A – Band 144. Selbstverlag, Filderstadt 1988.
  • Dietrich Braun: Heimatbuch Beuren. Von den urweltlichen Zeugen unserer Gemarkung bis zum Jahre 2004 und Haus- und Familiengeschichten 1550–1982. Revidierte Privatauflage, Beuren 2003.
  • Sönke Lorenz und Andreas Schmauder (Hrsg.): Beuren und Balzholz – Eine Gemeinde am Fuß der Schwäbischen Alb. Markstein-Verlag, Filderstadt 2004, ISBN 3-935129-20-3.
  • Der Landkreis Esslingen - Hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg i.V. mit dem Landkreis Esslingen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, Band 1, Seite 345

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beuren (bei Nürtingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Geologische Karte von Baden-Württemberg 1:25000, Blatt 7422-Lenningen, herausgegeben vom Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 215–216
  4. Wikipedia: Kirchenbezirk Nürtingen
  5. Wirttemberisches Urkundenbuch, Stuttgart, XI, Nr. 5190, Seite 181
  6. Ortschronik Beuren und Balzholz, Seite 195
  7. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  8. Kunst, Archäologie und Museen im Kreis Esslingen, Norbert Bongartz und Jörg Biel, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1983, Seite 53-58.
  9. Vom Vogelherd zum Weissenhof - Erbe und Verpflichtung, Kulturdenkmäler in Baden-Württemberg, Dieter Planck (Hrsg.), Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1996, Seite 156-162.