Bever GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Bever zu vermeiden.
Bever
Wappen von Bever
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Malojaw
Kreis: Oberengadin
BFS-Nr.: 3781i1f3f4
Postleitzahl: 7502
Koordinaten: 787669 / 15833946.559.8861708Koordinaten: 46° 33′ 0″ N, 9° 53′ 10″ O; CH1903: 787669 / 158339
Höhe: 1'708 m ü. M.
Fläche: 45.75 km²
Einwohner: 636 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 14 Einw. pro km²
Website: www.bever.ch
Bever GR

Bever GR

Karte
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Bever ( [ˈbevəɾ]?/i, bis 1943 offiziell Bevers genannt) ist eine politische Gemeinde im Kreis Oberengadin, Bezirk Maloja des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Das Dorf Bever liegt am Fusse des knapp 3000 m hohen Beverser Hausberges Crasta Mora. Zu Bever gehört der Weiler Spinas im Val Bever.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Gold (Gelb) der schreitende heilige Jakobus in blauem Gewand, mit einem Pilgerstab

Das Wappen zeigt den Patron der Reformierten Kirche Bever in den getauschten Farben des Kreises Oberengadin.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Sprachen[Bearbeiten]

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts sprach die gesamte Einwohnerschaft Puter, ein rätoromanisches Idiom. Durch den Fremdenverkehr bedingt ging der Anteil der Romanischsprachigen bereits früh zurück. Gaben 1880 noch 81 % Romanisch als Muttersprache an, waren es 1910 bloss noch 59 %. 1941 lag der Anteil letztmals über 50 % (50,4 %).

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Sprachwechsel zum Deutschen. In den 1990er-Jahren kam es wegen der starken Zuwanderung von Deutschsprachigen zu einem dramatischen Einbruch des Romanischen. Heute ist Deutsch Behördensprache. Allerdings konnten sich 1990 noch 47 % und im Jahr 2000 45 % auf Romanisch verständigen. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:

Sprachen in Bever GR
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 175 40,51 % 292 58,87 % 420 66,56 %
Rätoromanisch 156 36,11 % 120 24,19 % 119 18,86 %
Italienisch 87 20,14 % 73 14,72 % 74 11,73 %
Einwohner 432 100 % 496 100 % 631 100 %

Der Beverser Ortsdialekt hat manche Eigentümlichkeit bewahrt, so z.B. das im Engadin sonst unbekannte "buma saira" (anstatt "buna saira" = "guten Abend").

Religionen und Konfessionen[Bearbeiten]

Die Reformation wurde im Jahr 1552 durchgeführt.

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]

Von den 704 Bewohnern (Stand: Mitte 2006) waren rund drei Viertel Schweizer Staatsangehörige. Den grössten Ausländeranteil stellen die Italiener mit 68 Personen, gefolgt von den Deutschen mit 33 Personen.

Verkehr[Bearbeiten]

Über die Albulabahn und die Strecke Chur-Thusis, beides meterspurige Linien der Rhätischen Bahn (RhB), besteht eine Verbindung mit der im Nordwesten gelegenen Kantonshauptstadt Chur. Die Albulalinie endet südwestlich von Bever im Kur- und Wintersportort St. Moritz, von wo aus über die Berninabahn Tirano in der Lombardei (Italien) zu erreichen ist. Ab Bever verläuft Innabwärts die Engadinerlinie der RhB bis Scuol.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Chesa Orlandi[2]
  • Salis-Häuser[3]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bever GR – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Chesa Orlandi
  3. Salis-Häuser