Bewaffneter Konflikt

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Ein bewaffneter Konflikt ist eine Auseinandersetzung

Ein solcher Konflikt liegt juristisch bereits dann vor, wenn es noch nicht zu Kampfhandlungen gekommen ist, aber Militär oder Paramilitär, das mindestens über regional begrenzte Macht verfügt (z. B. Warlords mit ihren Freischärlern), droht, diese Macht zur Anwendung zu bringen, beispielsweise im Fall der militärischen Besetzung eines Landes. – Im Falle von Gegenwehr spricht man, je nach dem, von Kampfhandlungen in einem Krieg, von (bürger)kriegsähnlichen Zuständen oder von Bürgerkrieg.
Die Abgrenzung der Termini „Bewaffneter Konflikt“, „Kriegsähnliche Verhältnisse“ und „Krieg“ voneinander ist unscharf und teils auch nicht stringent, was oftmals politische Gründe hat.

Ein bewaffneter Konflikt kann internationalen (engl. international armed conflict) oder nichtinternationalen (non-international armed conflict), also nationalen, Charakter haben. Diese Einordnung ist relevant, da das humanitäre Völkerrecht nur auf internationale bewaffnete Konflikte vollständig anwendbar.[2][3]

Zwischen 1989 und 2000 gab es 111 bewaffnete Konflikte an 74 Orten.[4] Im Jahr 2000 wurden 40 Konflikte in 35 Staaten gezählt und im Jahr 2001 37 Konflikte in 30 Staaten. Allerdings gab es auch mehrere Friedensschlüsse, so z. B. 2002 in Angola, Sierra Leone und in den Nuba-Bergen des Sudan.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. F. Arndt (Fachbereich WD 2): Zur völkerrechtlichen Kategorisierung von Konflikten. In: bundestag.de. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, 28. Juni 2010, S. 1, abgerufen am 13. April 2015 (PDF, 71 kB).
  2.  Gerhard Werle: Völkerstrafrecht. 2., neubearb. Auflage. Mohr Siebeck, Tübingen 2007, ISBN 978-3161493720, S. 403, DNB 984568751 (728 Seiten; gebunden).
  3.  Wolfgang Vitzthum (Hrsg.): Völkerrecht (= de Gruyter Lehrbuch). 4., neubearb. Auflage. WdeG Recht, Berlin 2007, ISBN 978-3899494259, S. 720, DNB 983877750 (756 Seiten; Taschenbuch).
  4.  Helmut Schmidt, Josef Joffe (Hrsg.): [n. b.]. In: DIE ZEIT. Nr. 01/2002, Zeitverlag Gerd Bucerius, Hamburg 27. Dezember 2001, ISSN 0044-2070 (Ausgabe 01/2002: Artikelübersicht. In: ZEIT ONLINE., abgerufen am 13. April 2015).