Bezławki

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Bezławki
Bezławki führt kein Wappen
Bezławki (Polen)
Bezławki
Bezławki
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Landkreis: Kętrzyn
Gmina: Reszel
Geographische Lage: 54° 2′ N, 21° 17′ O54.03333333333321.283333333333Koordinaten: 54° 2′ 0″ N, 21° 17′ 0″ O
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NKE

Bezławki (deutsch Bäslack) ist eine zur Gemeinde Reszel (Rößel) gehörige Ortschaft in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren im Powiat Kętrzyński.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1365 als Paistlauken und 1402 als Bayselawken erwähnt. Der Name leitet sich von prußisch "bais" (schrecklich) und "lauks" (Acker) ab. Das Kulmer Recht erhielt der Ort am 9. August 1371.

Bäslack war damals Bestandteil einer Kette von befestigten Orten des Deutschen Ordens an der Grenze zu Litauen. Die Burg Bäslack war von Moor umgeben und nur von Norden zugänglich.[1] Als weiterer Schutz wurde der Ort mit einer Stadtmauer aus Feldsteinen umgeben, deren Bestand ab 1402 nachgewiesen ist. Aus diesem Jahr stammt auch der erste Hinweis auf eine hölzerne katholische Kirche. 1480 wurde Johannes Tolk Pfarrer im Ort und betreute eine Pfarrei mit den Orten Wilkowo (Kętrzyn), Łazdoje, Wanguty, Pasterzewo und Stąpławki. Infolge der Reformation wurde die Kirche evangelisch. 1710 wütete in Bezławki eine Pestepidemie, der 149 Menschen zum Opfer fielen. 1867 lebten 2.945 Menschen in der Pfarrei, davon 130 Polen. 1896 waren es nur noch 32, 1901 20 Polen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1785 gab es 37 Wohngebäude, 1818 waren es 17 weniger, in welchen zu diesem Zeitpunkt 305 Menschen lebten. 1905 waren es 47 Wohn- und 99 Wirtschaftsgebäude mit 354 Einwohnern. Die Einwohnerzahl stieg 1925 auf 689 mit 68 Häusern.


Jahr 1818 1905 1925 1933 1939 1970
Einwohnerzahl [2] 305 354 689 708 686 99

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Tadeusz Swat: Dzieje wsi. In: Aniela Bałanda u. a.: Kętrzyn. Z dziejów miasta i okolic. Pojezierze, Olsztyn 1978, S. 163–165 (Seria monografii miast Warmii i Mazur).

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Erich Weise (Hrsg.), Handbuch der historischen Stätten - Ost- und Westpreußen, Stuttgart 1981, S. 14–15. 3-520-31701-X
  2. Für 1818, 1905, 1925, 1933, 1939 und 1970: Kętrzyn Z dziejów miasta i okolic, Olsztyn 1978, S. 164 - 165