Bezirk Eimsbüttel

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Wappen von Bezirk Eimsbüttel
Wappen von Hamburg
Bezirk Eimsbüttel
Bezirk von Hamburg
Bezirk Harburg Bezirk Altona Bezirk Eimsbüttel Bezirk Hamburg-Nord Bezirk Wandsbek Bezirk Bergedorf Bezirk Hamburg-Mitte Niedersachsen Schleswig-Holstein Neuwerk (zu HH-Mitte)Lage des Bezirks in Hamburg
Über dieses Bild
Koordinaten 53° 34′ 28″ N, 9° 57′ 34″ O53.5744444444449.959444444444420Koordinaten: 53° 34′ 28″ N, 9° 57′ 34″ O.
Höhe 20 m ü. NHN
Fläche 50,0 km²
Einwohner 252.340 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 5047 Einwohner/km²
Postleitzahl 20144–22769
Vorwahl 040
Adresse der
Verwaltung
Bezirksamt Eimsbüttel
Grindelberg 66
20144 Hamburg
Website http://www.hamburg.de/eimsbuettel/
Politik
Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke (SPD)
Sitzverteilung (Bezirksversammlung)
SPD Grüne CDU Linke FDP AfD
18 12 12 5 2 2
Verkehrsanbindung
Autobahn A7 A23
Bundesstraße B4 B5 B447
AKN Eisenbahn A1Hamburg A1.svg
S-Bahn S11Hamburg S11.svg S21Hamburg S21.svg S3Hamburg S3.svg
U-Bahn U1Hamburg U1.svg U2Hamburg U2.svg U3Hamburg U3.svg
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein
Hamburg Schnelsen Eidelstedt Niendorf Stellingen Lokstedt Hoheluft-West Eimsbüttel Harvestehude Rotherbaum Bezirk Altona Bezirk Hamburg-Mitte Bezirk Hamburg-Nord Schleswig-HolsteinGliederung des Bezirks
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Eines der Grindelhochhäuser mit dem Bezirksamt Eimsbüttel in dem immer noch Paternoster in Betrieb sind

Der Bezirk Eimsbüttel ist einer der sieben Verwaltungsbezirke in Hamburg. Er beherbergt die Universität Hamburg sowie im Stadtteil Rotherbaum das Universitätsviertel. Eimsbüttel gilt als bedeutender Standort der deutschen Medien- und Kreativwirtschaft. Gleichzeitig sind im Bezirk bedeutende deutsche Industrieunternehmen angesiedelt.

Das ehemalige und heutige jüdische Viertel Hamburgs liegt am Grindel östlich der Grindelallee, rund um den Grindelhof und im Stadtteil Hamburg-Eimsbüttel.

Allgemein[Bearbeiten]

Der Bezirk Eimsbüttel ist mit rund einer Viertelmillion Einwohner eine Großstadt in der Millionenstadt. Der Südosten des Bezirks ist dicht bebaut mit mehrstöckigen Altbauten in baumbestandenen Straßen. In den alsternahen Gebieten der Stadtteile Rotherbaum und Harvestehude befinden sich großbürgerliche Villenviertel. Die Stadtteile Hoheluft-West und Eimsbüttel sind als innenstadtnahe urbane Wohngebiete sehr beliebt; ihre Bevölkerungsdichte ist die höchste in Hamburg. Nach Nordwesten schließen sich die Stadtteile Stellingen und Lokstedt mit lockerer Vorstadtbebauung an, die in die weiten, von Grünflächen unterbrochenen Einfamilienhausgebiete von Eidelstedt, Schnelsen und Niendorf übergeht.

Eimsbüttel ist ein bevorzugtes Wohngebiet. Dies führt zu einer hohen Wohnraumnachfrage und steigenden Preisen. Für eine 90-m²-Wohnung werden in Eimsbüttel durchschnittlich 9,28 Euro/m² gezahlt. Im Bundesdurchschnitt liegt dieser Wert bei 5,54 Euro/m². Das Familieneinkommen in Eimsbüttel beträgt im Durchschnitt 33.274 Euro gegenüber 27.493 Euro im Bundesdurchschnitt.[1] Durch eine Soziale Erhaltensverordnung will der Bezirksamtsleiter gegen eine weitere Gentrifizierung, insbesondere des Kerngebietes, vorgehen.[2]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Bezirk wird im Osten durch die Alster, im Süden und Südwesten durch den Straßenzug An der Verbindungsbahn – Schröderstiftstraße – Kleiner Schäferkamp – Altonaer Straße und weiter durch die Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn und den weiteren Streckenverlauf der Bahnstrecken Richtung Norden begrenzt. Im Nordosten grenzt das Gelände des Flughafens Hamburg Airport an den Stadtteil Niendorf. Im Nordwesten ist die Landesgrenze zu Schleswig-Holstein gleichzeitig die Grenze des Bezirks.

Stadtteile im Bezirk[Bearbeiten]

Der Bezirk Hamburg-Eimsbüttel gliedert sich in folgende Stadtteile:

Geschichte[Bearbeiten]

Eimsbüttel als Bezirk hat nur eine kurze Geschichte. Am 21. September 1949 beschloss die Hamburgische Bürgerschaft das Gesetz über die Bezirksverwaltung in der Freien und Hansestadt Hamburg, das am 11. Mai 1951 in Kraft trat. Der Bezirk Eimsbüttel wurde zusammen mit den anderen sechs Hamburger Bezirken eingerichtet und nach dem Stadtteil Eimsbüttel benannt. Teile des Bezirks gehörten früher zu Schleswig-Holsteiner Landgemeinden und zur ehemals selbstständigen Stadt Altona. Dadurch gibt es im Gegensatz zu den früheren preußischen Großstädten Altona, Wandsbek und Harburg keine einheitliche Vorgeschichte des Bezirks. Die unterschiedlichen geschichtlichen Wurzeln sind vielmehr bei den den Bezirk bildenden Stadtteilen zu suchen.

Der namensgebende Stadtteil Hamburg-Eimsbüttel wurde zwar schon 1275 erstmals erwähnt, als Kerneimsbüttel aber erst im Jahre 1884 aus Holstein nach Hamburg eingemeindet. Viel später folgten die restlichen Stadtteile. So waren bis zur Eingemeindung im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937 die Stadtteile Stellingen und Eidelstedt (ehemaliger Ortsamtsbereich Stellingen) Vororte von Altona/Elbe. Lokstedt, Niendorf und Schnelsen (ehemaliger Ortsamtsbereich Lokstedt) bildeten die Gemeinde Großlokstedt (zum Kreis Pinneberg gehörend).

Politik[Bearbeiten]

Wahlen[Bearbeiten]

Bezirksversammlung[Bearbeiten]

Wahl zur Bezirksversammlung 2014
Wahlbeteiligung: 45,5 %
 %
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33,3
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n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
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+3,4
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+3,9
-0,3
-1,7

Zur Vorsitzenden der Bezirksversammlung wurde 2011 Mechthild Führbaum (SPD) gewählt.

Bezirksamtsleiter ist der Sozialdemokrat Torsten Sevecke. Er wurde am 25. Februar 2010 mit 47 von 50 Stimmen als Kandidat des rot-grünen Bündnisses in Eimsbüttel gewählt.[3]

Bürgerschaft[Bearbeiten]

Für die Wahl zur Bürgerschaft und der Bezirksversammlung im Jahre 2008 wurde der Bezirk Eimsbüttel in drei Wahlkreise eingeteilt. Bei den entsprechenden Wahlreisen kann man nachlesen, welche Stadtteile genau abgebildet werden und welche Kandidaten als Abgeordnete die Stadtteile vertreten:

Bundestag[Bearbeiten]

Der Bezirk Eimsbüttel bildet zusammen mit dem Stadtteil Sternschanze im Bezirk Altona den Wahlkreis 021 für den Deutschen Bundestag. Als Direktkandidaten zum Deutschen Bundestag wurden für alle Wahlperioden bis zur Bundestagswahl 2009 seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland immer die Kandidaten der SPD gewählt. 2009 gewann erstmalig der Direktkandidat der CDU. Dies ist durch einen in den Medien bekannt gewordenen innerparteilichen Streit der SPD zu erklären. Der damalige Direktkandidat Niels Annen unterlag bei der Kandidatenaufstellung der SPD mit einer Stimme seinem Herausforderer Danial Ilkhanipour.[4] Die Gegenkandidatur wurde erst sehr zeitnah zur Abstimmung bekannt gegeben, als Ilkhanipour sich seiner Mehrheit an Wahlmännern sicher war. Ilkhanipour unterlag bei der Wahl zum Bundestag dem CDU-Kandidaten Rüdiger Kruse.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen des Bezirks Eimsbüttel (genau genommen ein wappenähnliches Logo, da es nicht den Gestaltungsregeln der Heraldik folgt) ist hell-dunkel geviert und zeigt im vorderen Obereck den sechseckigen Turm (Wasserturm) aus dem Sternschanzenpark, im hinteren Obereck eine achteckige Kirche, die Kirche am Markt. Der Schildfuß ist mit einem Elefantenkopf belegt, dieser ist einer Figur am früheren Portal von Hagenbecks Tierpark nachempfunden. Das Wappen wurde 2003 als Ergebnis eines Wettbewerbs angenommen und hat keine Farben. Seit dem 1. März 2008 gehören der Sternschanzenpark und mit ihm der Wasserturm nicht mehr zum Bezirk Eimsbüttel, sondern zum Bezirk Hamburg-Altona; die Gestaltung des Wappens wurde deshalb nicht geändert.

Kultur, Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Bekanntestes Theater im Eimsbüttler Stadtteil Rotherbaum sind die 1918 als Theater des Jüdischen Kulturbundes gegründeten, 1941 von den Nazis geschlossenen und 1945 von Ida Ehre wieder eröffneten Hamburger Kammerspiele an der Hartungstraße.

Im Kerngebiet Eimsbüttels am Hellkamp 68 findet man das freie, unsubventionierte Theater N.N.

An der U-Bahn Hoheluftbrücke im Stadtteil Hoheluft-West spielt das Theater Zeppelin am Kaiser-Friedrich-Ufer 27, direkt gegenüber auf dem Isebekkanal das HoheLuftschiff, ein Jugend- und Kindertheater auf einem ehemaligen Lastkahn.

Die „Volksspielbühne Hüsung (Heimat) von 1911“ ist Hamburgs zweitältester Theaterverein. Er spielt dreimal pro Jahr jeweils sieben Aufführungen im Hamburg-Haus in Eimsbüttel.

Programmkino[Bearbeiten]

Das Abaton-Kino ist ein Kino am Salvador-Allende-Platz am Grindel im Univiertel. Es wurde 1970 in einem als Polizei-Garage genutzten Gebäude von Werner Grassmann[5] und Winfried Fedder eröffnet und gilt nach dem Cinema im Ostertor in Bremen als eines der ersten Programmkinos in Deutschland.

Museen und Sammlungen[Bearbeiten]

Im Bezirk Eimsbüttel befinden sich mehrere Museen:

Das Museum für Völkerkunde in der Rothenbaumchaussee 64, Rotherbaum, zeigt völkerkundliche Sammlungen der Welt. Es will die Vielfalt kultureller Möglichkeiten des Menschen darstellen. Die Schausammlungen sind nach Erdteilen geordnet. Das Museum versteht sich selbst als Symbol für die Weltoffenheit Hamburgs und hat sich Motto „Ein Dach für alle Kulturen“ gegeben, nach dem auch eine Dauerausstellung benannt ist. Ein Teehaus, ein kleiner Nachbau des berühmtesten chinesischen Teehauses Hu Xin Ting („Garten am Wasser“), befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes.

Im Zoologischen und Botanischen Museum der Universität Hamburg am Martin-Luther-King-Platz 3, Rotherbaum, begrüßt am Eingang die ehemalige NDR-Walross-Dame Antje die Besucher. Das Zoologische Museum Hamburg ist eines der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Forschungsmuseen Deutschlands. Es genießt hohes nationales und internationales Ansehen bezüglich seines Sammlungsbestandes und seiner Forschungsleistungen. Herzstück des Museums ist die Sammlung, die ca. zehn Millionen zoologische Objekte umfasst und somit die viertgrößte ihrer Art in Deutschland darstellt.[6]

Das Mineralogische Museum Hamburg in der Grindelallee 48, Rotherbaum wirkt eher wie eine Kunstgalerie. Kristalle, Edelsteine, Erze und Meteoriten sind mit Beleuchtungseffekten ausgestattet. Das jüngste Ausstellungsstück ist eine 700 Gramm schwere, ungewöhnlich große Scheibe eines Steinmeteoriten aus Australien.

Die Zirkus- und Varieté-Archivsammlung der Gesellschaft der Circusfreunde e.V. – Reinhard Tetzlaff befindet sich im Nienkamp 25 in Niendorf.

Bauwerke[Bearbeiten]

Curiohaus in Rotherbaum
NDR Fernsehen in Lokstedt

Im Bezirk befinden sich einige bedeutende Bauwerke. Hier einige Beispiele, sofern sie nicht schon in anderen Teilen dieses Artikels genannt sind:

  • Der Architekt Ferdinand Streb schuf von 1946 bis 1951 in Eimsbüttel bedeutende Gebäude wie die Grindelhochhäuser in Harvestehude (1946 von den Briten ursprünglich für Besatzungsbeamte gebaut), 1950/1951 das Gebäude der Iduna-Germania-Versicherung, Alte Rabenstr. 1, 1951 das Appartementhaus Heimhuder Str. 65-67 und 1952 das Haus des Sports, Schäferkampsallee 1.
  • Die Wassertürme in Lokstedt und Stellingen wurden in den Jahren 1910/12 nach dem Entwurf der Hamburger Zivilingenieure Ludwig und Hermann Mannes erbaut.
  • Das Curiohaus in der Rothenbaumchaussee 15 wurde 1908–1911 vom Architekten Johann Emil Schaudt für die Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens errichtet und nach dem Gründer dieser Gesellschaft, Curio, benannt. Es ist heute noch Eigentum und Sitz des Landesverbands Hamburg der GEW.
  • Das ehemalige Postamt 13 und Fernsprechamt Schlüterstraße nahm 1908 seinen Betrieb auf. (53.56859.9859166666667)
  • Die achteckige, von 1769 bis 1770 geschaffene Kirche am Markt (Architekt Heinrich Schmidt) entspricht dem Idealbild eines evangelischen Gotteshauses des 18. Jahrhunderts, in dem die Gläubigen von überall eine gleich gute Sicht zur beherrschenden Kanzel haben und ist Teil des Eimsbütteler Wappens.
  • Die Verwaltung und die Hörfunkstudios (53.57629259.9910983) des NDR zwischen der Rothenbaumchaussee und dem Mittelweg sind in Harvestehude, die Fernsehstudios (53.59777089.9472909) befinden sich am Gazellenkamp in Lokstedt.
  • Das ehemalige Bundeswehrgelände an der Sophienterrasse, das in den Jahren 2008 und 2009 in ein neues Wohngebiet mit 150–200 Wohnungen umgestaltet wurde, war zuvor Sitz des Standortkommandos Hamburg.
  • Die Kirche des heiligen Prokop, erste russisch-orthodoxe Kirche in Hamburg befindet sich an der Hagenbeckstraße, ganz in der Nähe U-Bahn-Station Lutterothstraße.
  • Die katholische St.-Bonifatius-Kirche (53.5777222222229.9577222222222) in der Nähe des Eimsbütteler Parks entstand 1909/1910 nach Plänen von Fritz Kunst.
  • Die Kirche St. Johannis wurde nach dem Entwurf des Architekten Wilhelm Hauers in den Jahren 1880–1882 gebaut.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

Eimsbüttel ist einer der wenigen Hamburger Bezirke ohne Naturschutzgebiete. Lediglich im Norden Niendorfs, an der Grenze zu Schleswig-Holstein, liegt – direkt an der Startbahn 2 des Flughafens – das Landschaftsschutzgebiet Ohmoor.

Aufgrund seiner Lage außerhalb des Hamburger Stadtzentrums verfügt der Bezirk jedoch über zahlreiche große und kleinere Parks:

  • Rund um die Außenalster zieht sich ein Grüngürtel. Der westliche Teil liegt im Bezirk Eimsbüttel. In den Stadtteilen Harvestehude und Rotherbaum nennt sich der Park Alstervorland. Der Teil des Alstervorlandes nördlich der Straße Krugkoppel nennt sich Eichenpark.
  • Der Innocentiapark in Harvestehude wurde 1884 nach englischem Vorbild an der Parkallee angelegt und war Hamburgs erste gestaltete Grünanlage.
  • Neben dem Klosterstern im Dreieck Rothenbaumchaussee, Abteistraße und Harvestehuder Weg befindet sich der Simon-Bolivar-Park.
  • Die Moorweide mit der Meckerecke im Stadtteil Rotherbaum (zwischen Dammtorbahnhof, Rothenbaumchaussee und Mittelweg) ist ein beliebter Startplatz für Demonstrationen und Ballonfahrten. Der seit 1919 mit dem Hauptgebäude der Universität bebaute Teil zwischen Edmund-Siemers-Allee, Moorweidenstraße und Rothenbaumchaussee wird im engeren Sinne nicht mehr zur Moorweide gerechnet.
Eimsbüttler Park „Am Weiher“
  • Der Eimsbüttler Park im Kerngebiet wird von den Anwohnern oftmals einfach nur „der Weiher“ genannt, weil sich die Ottersbek zu einem großen Weiher erweitert in seiner Mitte befindet. Dieser Weiher, Rest ehemaliger Fischteiche, fungiert als Regenrückhaltebecken und fließt wieder als Ottersbek, teilweise auch an der Oberfläche, weiter in den Isebekkanal dessen einziger Zufluss sie ist. Der Isebekkanal gehört zum System der Alsterkanäle und ist mit Kanus und Kajaks über die Alster bis in die Innenstadt befahrbar. Außerdem gibt es dort einen Spielplatz, ein Planschbecken (nur im Sommer mit Wasser gefüllt) und seit dem Jahr 2006 auch ein Café.
  • Die Grünzone Kaiser-Friedrich-Ufer zieht sich von der Eimsbüttler Christuskirche bis zur Hoheluftchaussee durch die Stadtteile Eimsbüttel und Hoheluft-West am Isebekkanal entlang. Gegen die Bebauung eines Teils der Fläche macht sich eine örtliche Initiative stark.[7]
  • Lokstedt besitzt drei ehemals private Parks, die im 19. Jahrhundert von Hamburger Hanseatenfamilien vor den Toren der Stadt eingerichtet wurden: den Von-Eicken-Park (53.60345989.9566566), in dem die Schillingsbek, ein Nebenbach der Kollau, zu einem Teich aufgestaut ist, den heute verwilderten Willinks Park (53.60289969.9526655) und auf der Lieth, einem Hügel an der Grenze zu Stellingen, den großzügig angelegten Amsinckpark.
  • An der Kieler Straße in Eidelstedt nördlich der Güterumgehungsbahn liegt der Sola-Bona-Park  (53.60242249.9144735). Er bildet das südliche Eingangstor zur Eidelstedter Feldmark und hat seinen Namen von einer Inschrift an einer Villa im Park (sola bona quae honesta = nur die Dinge sind gut, die anständig sind), die heute als Kindertagesstätte genutzt wird.
  • Der Stadtwald Niendorfer Gehege, ein ehemaliges königlich-dänisches Forstgebiet in Niendorf mit westlich angrenzender Eidelstedter Feldmark, einer weiten Wiesen- und Knicklandschaft hat den Charakter eines Stadtparks
  • Der einzige privatrechtlich betriebene zoologische Garten in Deutschland ist der Tierpark Hagenbeck in Stellingen
  • Nördlich von Hagenbecks Tierpark gibt es in Stellingen die Stellinger Feldmark, auch „Stellinger Schweiz“ genannt (53.60124889.9373358), ein hügeliges Gebiet mit ländlichem Charakter. Dort gewinnen die Hamburger Wasserwerke Trinkwasser. Nördlich grenzt diese Feldmark an die Güterumgehungsbahn und das Niendorfer Gehege

Nach dem Krieg und durch spätere bauliche Maßnahmen entstanden folgende neue Parks:

  • Unnapark (53.5755849.9495667) und Wehbers Park (53.57178079.9548238) im Kerngebiet Eimsbüttel: Man kann durch diese Parks von der Schwenckestraße zur Christuskirche spazieren. Dabei kommt man an den Sportplätzen des HEBC und am Hamburg-Haus Eimsbüttel (53.57197729.9567452) mit Veranstaltungsräumen, Altentagesstätte, Haus der Jugend und öffentlicher Bücherhalle vorbei. Die Hügel in diesen Parks sind begrünte Trümmerberge, die man nach Kriegsende mit Erde und Pflanzen abdeckte.
  • Nördlich der Osterstraße zwischen Heussweg und Emilienstraße ist eine Grünanlage nach dem bekannten Volksschauspieler benannt, der Henry-Vahl-Park
  • Der Voßbarg (53.64534129.9456703) liegt in einer Wohngegend in der Nähe der U-Bahn-Station Niendorf Nord.
  • Der Wassermannpark (53.64547929.9175089) in einer Wohngegend am Königskinderweg/Anna-Susanna-Stieg in Hamburg-Schnelsen, nahe der AKN-Station Burgwedel.
  • Der Lohbekpark (53.59366569.9571841) entstand in den 1960er Jahren an einem Zufluss der Schillingsbek in Lokstedt.

Früherer Park:

Der frühere Stadtpark Eimsbüttel zog sich von den Kleingärten an der Hagenbeckstraße über das Gelände des heutigen Sportparks Eimsbüttel, Hagenbecks Tierpark, das frühere Sandbahn-Stadion an der heutigen Lokstedter Grenzstraße (heute bebaut mit Busschleife, Parkhaus, Tierheim und Reihenhäusern), die Stellinger Feldmark bis zur Güterumgehungsbahn und zum Niendorfer Gehege hin. Nachdem immer wieder partielle Bebauungen den Grünzug verkleinert hatten, löste ihn der Flächenbedarf für die offene Bauweise des U-Bahnhofs Hagenbecks Tierpark sowie der U-Bahn-Strecke nach Niendorf und die Trennung des nördlichen und südlichen Teils durch den Ausbau der Koppelstraße auf. Erhaltener Teil ist im Norden noch die Stellinger Feldmark und das Niendorfer Gehege. In der öffentlichen Planung wird die Problematik der Grünflächen im Bezirk seit 2010 unter dem Schlagwort Freiraumqualitätsoffensive Eimsbüttel behandelt.[8]

Zentrum jüdischen Lebens in Hamburg[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Judentum in Hamburg gründete sich auf die Ansiedlung von sephardisch-jüdischen Portugiesen aus Antwerpen um 1577. Im Kerngebiet Eimsbüttel befand sich das Zentrum jüdischen Lebens in der Stadt vor der Zerstörung der jüdischen Gemeinde durch die Nationalsozialisten vor allem in den Stadtteilen Harvestehude und Rotherbaum (speziell am Grindel). Es gab mehrere Synagogen, am bekanntesten waren die Neue Dammtor-Synagoge (1895), die Bornplatzsynagoge (1906) und die Synagoge an der Oberstraße (1931).

Heute noch erkennbar sind die Alte und die Neue Klaus-Synagoge im Hinterhof Rutschbahn 11[9] und die Portugiesische Synagoge Innocentiastraße 37.

Gedenkstein für den ehemaligen jüdischen Friedhof Hamburg Grindel

Daneben entstanden die Talmud-Tora-Schule am Grindelhof und das Deutsch-Israelitische Waiseninstitut am Papendamm. In den heutigen Kammerspielen Hartungstraße 9-11 hatten bis zu ihrer Liquidierung 1942 das Jüdische Gemeinschaftsheim, die Jüdische Loge und der sehr aktive Jüdische Kulturbund ihren Sitz. Im Jahre 1886 wurde in der Sedanstraße 23 das jüdische Altenhaus eröffnet, das alten Menschen unentgeltlich Wohnung und Lebensunterhalt bot. Im Juli 1942 wurden mehr als neunzig Bewohner in das KZ Auschwitz und das Ghetto Theresienstadt deportiert. Der Jüdische Friedhof am Grindel befand sich an der Ecke der Straßen An der Verbindungsbahn / Rentzelstraße und musste 1937 auf staatlichen Druck aufgegeben werden.

1933 bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten lebten circa 24.000 Angehörige jüdischer Gemeinden am Grindel. In der Reichspogromnacht 1938 wurden einige Synagogen und Gemeindeeinrichtungen zerstört oder ihrer bestimmungsgemäßen Nutzung entzogen. Die Synagoge am Bornplatz wurde in Brand gesetzt und abgetragen. Auf dem Grundstück wurde anschließend ein Bunker errichtet. Der letzte Synagogenbau in Vorkriegsdeutschland, die Synagoge an der Oberstraße, wurde 1940 zwangsweise an die Stadt verkauft.

Platz der jüdischen Deportierten: Mahnmal und Erinnerungstafel
Ehemalige Synagoge Oberstraße, jetzt Rolf-Liebermann-Studio des NDR
Das Zentrum der jüdischen Gemeinde mit der Joseph-Carlebach-Schule, die frühere Talmud Tora Schule

Ab 1941 wurden die verbliebenen Juden, soweit ihnen nicht die Flucht geglückt war, nach Osteuropa deportiert und dort ermordet. Sammelpunkt für die Deportationen war der heutige Platz der jüdischen Deportierten an der Moorweidenstraße neben dem westlichen Seitenflügel des Universitäts-Hauptgebäudes.

Gegenwart[Bearbeiten]

Die jüdische Gemeinde Hamburg, die sich selbst als orthodox definiert, verzeichnet heute wieder, vor allem durch Einwanderer aus Osteuropa, etwa 2500 eingetragene Mitglieder. Insgesamt sollen wieder mehr als 4000 Juden in Eimsbüttel leben. Die neue Synagoge Hohe Weide wurde am 9. September 1960 geweiht. Da orthodoxe Juden die Synagoge am Sabbat zu Fuß aufsuchen müssen, hat sich das Zentrum des jüdischen Lebens dadurch etwas nach Westen in das Kerngebiet Eimsbüttels verlagert. Mittelfristig plant die jüdische Gemeinde in Hamburg jedoch den Neubau einer Synagoge auf dem alten Standort der Bornplatzsynagoge im Grindel.[10]

Ganz in der Nähe der Synagoge in Hoheluft-West am Kaiser-Friedrich-Ufer, Ecke Heymannstraße, befindet sich ein Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 in Deutschland. In Hamburg wurden am 15. Mai 1933 um 23 Uhr Bücher unter anderem von Heinrich Heine, Bertolt Brecht, Ernest Hemingway, Sigmund Freud, Lion Feuchtwanger, Carl Zuckmayer, Franz Werfel und Arnold Zweig verbrannt.

Die Synagoge an der Oberstraße hatte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs der damalige Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) gemietet und zu einem Konzertsaal und Studio umgebaut. 1953 kaufte der NWDR das Haus von der Jewish Trust Corporation. Seit 1982 steht es unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung wurde das Haus am 6. März 2000 nach dem früheren Intendanten der Hamburgischen Staatsoper und ehemaligen Leiter der Hauptabteilung Musik des NDR in Rolf-Liebermann-Studio umbenannt.[11]

Das jüdische Altenhaus in der Sedanstraße wurde 1958 verkauft und durch einen Neubau an der Schäferkampsallee ersetzt. Das ehemalige Altenhaus ist jetzt ein katholisches Studentenwohnheim, das Franziskus-Kolleg. Am Gebäude erinnert eine Tafel an das Schicksal der früheren Bewohner.[12]

In der Hartungstraße erinnert in den jetzigen Kammerspielen der Logensaal und das Café Jerusalem an die frühere Bestimmung der Gebäude.

Auf dem früheren Standort der Bornplatzsynagoge wurde mit Granitsteinen das frühere Deckengewölbe der Synagoge im Originalmaßstab im Boden nachgebildet. Der Platz erhielt den Namen des letzten Hamburger Großrabbiners vor dem Kriege Joseph Carlebach, der 1941 mit seiner Gemeinde deportiert und in das KZ Jungfernhof in der Nähe von Riga gebracht wurde. Am 26. März 1942 wurden Joseph Carlebach, seine Frau Charlotte und seine drei jüngsten Töchter Ruth, Noemi und Sara im Wald von Biķernieki bei Riga erschossen. Die Universität Hamburg verleiht alle zwei Jahre einen Joseph-Carlebach-Preis.

In der Straße „Beim Schlump“ befindet sich das Institut für die Geschichte der deutschen Juden. Wichtigster Forschungsauftrag des Instituts ist die Auswertung der reichen Archivalien zur Geschichte der Juden im Hamburger Raum von den Anfängen bis in die Gegenwart. In der Bundesstraße befindet sich das Lauder-Nord-Haus, das Beit Midrash (Lernhaus) der Ronald S. Lauder Foundation und der Jüdischen Gemeinde Hamburg, in der Rentzelstraße das jüdische Bildungszentrum Chabad Lubawitsch mit einem kleinen Synagogenraum.[13] Am Institut für Germanistik I der Universität Hamburg können die jiddische Sprache und Literatur studiert werden.[14]

Im Hamburg-Haus am Doormannsweg trifft sich seit 2008 regelmäßig die Kehilat Beit Shira, die erste Masorti-Gemeinde in Norddeutschland. Die Gemeinde ist dem konservativen Judentum verpflichtet, aber gleichzeitig in jeder Hinsicht egalitär.

Am Grindelhof, im literarischen Café Leonar gegenüber der ehemaligen Talmud- und Tora Schule gibt es den Jüdischen Salon am Grindel im Denkhaus. Das Geschäft Lechia in der Rentzelstraße hat mehr als hundert koschere Produkte im Sortiment. Die Bijoux SHALOM in der Grindelallee bietet Schmuck und Glas aus Israel an. Inzwischen haben sich weitere Geschäfte und Cafés dort angesiedelt.[15]

Die frühere Talmud-Tora-Schule übergab die Stadt am 30. Juni 2004 der Stiftung Jüdisches Leben, die die jüdische Gemeinde unter anderem zur Nutzung des Gebäudes und der Wiedereinrichtung einer Schule gegründet hat. Zum Schuljahr 2007/2008 zogen nach 66 Jahren wieder Kinder in das Gebäude ein. Der Schulunterricht wird im Geiste Joseph Carlebachs im Rahmen einer zweizügigen Ganztags-Grundschule durchgeführt. Die Finanzierung teilen sich die Stadt Hamburg, die jüdische Gemeinde und die Eltern. Auch der Kindergarten der jüdischen Gemeinde mit 60 Plätzen befindet sich wieder in dem Gebäude.

In das Gebäude der ehemaligen Talmud-Tora-Schule ist auch die Verwaltung der jüdischen Gemeinde eingezogen. Allerdings ist vorgesehen, dass die Verwaltung und ein kleines jüdisches Museum in das Erdgeschoss des Gebäudes Rothenbaumchaussee 19 verlegt werden, weil die Räume in der Talmud-Tora-Schule für den Unterricht benötigt werden.[16]

Bildung[Bearbeiten]

Hochschulen[Bearbeiten]

Westlicher Seitenflügel des Hauptgebäudes der Universität
Audimax“ der Universität
Altbau der „Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky“

Universität Hamburg[Bearbeiten]

Hauptartikel: Universität Hamburg

Die Universität Hamburg ist seit der Fusion mit der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP) 2005 die einzige Universität im Stadtteil und mit fast 40.000 Studierenden die fünftgrößte Universität Deutschlands. Sie beschäftigt etwa 850 Professorinnen und Professoren in Lehre und Forschung, darüber hinaus etwa 1800 wissenschaftlich Mitarbeitende sowie gut 7000 in Technik und Verwaltung, davon fast 6000 in der Fakultät für Medizin.

Mit 150 verschiedenen Gebäuden verteilt sich die Universität über die ganze Stadt, hat ihren örtlichen Mittelpunkt aber im Campus Von-Melle-Park, Salvador-Allende-Platz und Joseph-Carlebach-Platz im Stadtteil Rotherbaum und im angrenzenden Stadtteil Eimsbüttel.

Sie gehört zu den jüngeren deutschen Universitäten. Ihre Errichtung dokumentiert sich nicht in einem landesherrlichen Stiftungsbrief, sondern im Amtsblatt der Freien und Hansestadt Hamburg vom 1. April 1919 nach einem Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft.

Die Wurzeln der Universität reichen bis in das beginnende 17. Jahrhundert zurück. 1613 wurde in Hamburg das Akademische Gymnasium gegründet. Unmittelbare Vorläufer waren jedoch die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung 1907 und das Hamburgisches Kolonialinstitut 1908 (Finanzierung von Forschungsreisen), die den Kern der neuen Universität bildeten.

Hochschule für Musik und Theater Hamburg[Bearbeiten]

Im Budge-Palais in Hamburg-Rotherbaum ist mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg am Harvestehuder Weg eine der größten Musikhochschulen Deutschlands im Bezirk Eimsbüttel angesiedelt. Die Hochschule wurde 1950 als Staatliche Hochschule für Musik errichtet. Das Lehrangebot umfasst die künstlerische Ausbildung auf allen Gebieten der Musik und im Schauspiel. Weitere Abteilungen sind der Musikpädagogik, Schulmusik und Jugendmusikpflege gewidmet. Gegenwärtig werden circa 750 Studierende von 80 haupt- und 130 nebenberuflichen Lehrkräften ausgebildet. Ihnen stehen 58 Mitarbeiter in Verwaltung und Technik zur Seite. Ein besonderes Angebot ist der 1982 gegründete und inzwischen sehr erfolgreiche Kontaktstudiengang Popkurs.

Weiterführende Schulen in den Stadtteilen[Bearbeiten]

  • In Lokstedt
gibt es das Gymnasium Corveystraße (53.59648649.9711316). Eine Besonderheit ist die Französische Schule Hamburg, das Lycée Français de Hambourg «Antoine de Saint-Exupéry» am Hartsprung 23, in dem Abschlüsse gemacht werden können, die in Frankreich und Deutschland zum Studium berechtigen.
  • In Stellingen
hat die Stadtteilschule Stellingen (am Brehmweg 60) einen zweisprachigen Zweig (deutsch/spanisch) außerdem gibt es das Albrecht-Thaer-Gymnasium (53.60043299.9250736).
  • Im Kerngebiet Eimsbüttel ist die höchste Gymnasialdichte in Hamburg zum einen mit
dem Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer und dem Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium (53.57123929.9722689). Ferner die Berufsschulen „H3“ (Staatliche Handelsschule Schlankreye) mit der Zweigstelle in der Lutterothstraße 78/80 (53.58176779.9464459) und „H5“ (Handelsschule Weidenstieg, 53.56998319.9628874) mit jeweils angeschlossenem Wirtschaftsgymnasium.
  • In Harvestehude gibt es
das traditionsreiche Wilhelm-Gymnasium am Klosterstieg und als Besonderheit die auf schwedisch unterrichtende Skandinavische Schule in Hamburg, die Skanskol (53.57917379.9813763), die Kinder von Klasse 1 bis 6 unterrichtet in der Brahmsallee.[17] Ferner befinden sich hier die Ida-Ehre-Schule (früher Jahnschule) und das Helene-Lange-Gymnasium.
  • Auch Niendorf verfügt über
die Gymnasien Bondenwald und Ohmoor (53.64205339.9603769) und die Stadtteilschule Niendorf (53.63326519.9521268) sowie die Berufliche Schule Niendorf („W 3“, 53.61783579.9479904) mit ihrer Ausbildung im sozialpädagogischen Bereich, speziell zum Sozialpädagogischen Assistent (früher: Kinderpfleger).
  • In Eidelstedt gibt es
das Gymnasium Dörpsweg (53.60834689.9125736), die Stadtteilschule Eidelstedt (53.61265169.8879277) und die Staatliche Berufsschule („G12“, 53.60024839.9065127).
  • In Schnelsen ist
die Julius-Leber-Stadtteilschule (53.62476879.9034121), eine der größten Stadtteilschulen im Bezirk.
  • In Rotherbaum gibt es
das katholische Gymnasium Sophie-Barat-Schule in der Warburgstraße, das von einer Schwester des Sacré-Cœur-Ordens geleitet wird, die Staatliche Gewerbeschule Installationstechnik („G2“, 53.56918999.9747589) in der Bundesstraße, die Staatliche Fremdsprachenschule („H15“, 53.57147669.9941463) am Mittelweg 42a, die Staatliche Jugendmusikschule Hamburg (53.57199599.9935965) am Mittelweg und die Hamburger Berufsfachschule für Kosmetik GmbH (53.58433459.9697087) an der Hoheluftchaussee.

Sport[Bearbeiten]

Der größte Sportverein Eimsbüttels ist mit 11.500 Mitgliedern der 100-jährige Eimsbütteler Turnverband (ETV), früher hochklassiger Fußballverein, mit eigener Sporthalle und zwei Kunstrasenplätzen an der Bundesstraße und Tennis- und Rasenplatzanlage am Lokstedter Steindamm. Auch zu den größten Sportvereinen Hamburgs gehören heute die echten Stadtteilvereine Niendorfer TSV (mehr als 8000 Mitglieder), Grün-Weiss Eimsbüttel mit seinem Stadion in Nordwest-Eimsbüttel („Tiefenstaaken“) (mehr als 2500 Mitglieder) und der SV Eidelstedt (mehr als 5000 Mitglieder).[18]

Ein weiterer traditionsreicher Eimsbüttler Sportverein ist der Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Club (HEBC) mit seinen Hartplatz-Courts, dem Reinmüller-Sportplatz, inmitten des Kerngebietes an der Tornquiststraße, südlich der Osterstraße.

Der SC Victoria Hamburg liegt zwar mit seinem Fußballstadion Ecke Lokstedter Steindamm/Martinistraße in Eppendorf im Bezirk Hamburg-Nord, allerdings mit seinem Tennis- und Sportzentrum und seinen neuen Kunstrasen-Fußballplätzen ebenfalls am Lokstedter Steindamm, jedoch auf der anderen Straßenseite und damit in Lokstedt.[19]

Tennisstadion Rotherbaum gesehen von der Hallerstraße

Im Stadtteil Harvestehude, an der Hallerstraße zwischen Rothenbaumchaussee und Mittelweg, liegt das Tennisstadion Rotherbaum. Das ATP-Turnier von Hamburg (offiziell International German Open) ist ein deutsches Herren-Tennisturnier, das jährlich am Hamburger Rothenbaum ausgetragen wird. Der Wettbewerb gehörte bis 2008 zur Masters-Serie der ATP und hieß bis dahin Hamburg Masters. Seit 2009 ist es Bestandteil der ATP World Tour 500. Es wird seit 1894 auf dem Areal des heutigen Rothenbaums, zunächst unter der Regie des Clubs an der Alster, später dann als Veranstaltung des Deutschen Tennis-Bundes, der dort auch seinen Sitz hat, regelmäßig im Juli veranstaltet. Seit Anfang 2009 ist der frühere Weltklassespieler Michael Stich als Nachfolger von Carl-Uwe Steeb Direktor des Tennisturniers.[20]

Der Hamburger SV weihte 1911 seinen Sportplatz Rotherbaum, später Rothenbaum-Stadion, zwischen St.-Johannis-Kirche und Rothenbaumchaussee ein, die Geschäftsstelle lag auf der anderen Straßenseite. Nach Abriss des Stadions im Jahre 1997 und nach Bebauung des ehemaligen Stadiongeländes, unter anderem mit einem Medienzentrum und dem Umbau des früheren Volksparkstadions, wurde die Geschäftsstelle in die heutige Imtech Arena verlegt. Das neue Amateurstadion, die Wolfgang-Meyer-Sportanlage befindet sich an der Hagenbeckstraße im Sportpark Eimsbüttel im Stadtteil Stellingen.

Blick über die Außenalster auf das Clubhaus des Hamburger und Germania Ruder-Clubs

Im Sportpark Eimsbüttel an der Hagenbeckstraße befindet sich außer dem Fußballstadion, einem weiteren Rasenfussballplatz sowie zwei Grandplätzen eine weithin sichtbare, mit einer eigenwilligen Zeltkonstruktion versehene Kombination aus Radrennbahn und Eisstadion, eine Curling-Halle und mehrere Tennisplätze sowie eine Tennishalle.

Am Ufer der Außenalster, Alsterufer 21 im Stadtteil Rotherbaum, ist der 1836 gegründete und somit älteste deutsche Ruderclub Der Hamburger und Germania Ruder Club ansässig. Der Club ist nach dem 1818 gegründeten[21] Leander Boat Club in Henley-on-Thames (Großbritannien) der zweitälteste Ruderclub der Welt. Direkt daneben liegt der 1854 gegründete und damit zweitälteste Ruderclub Deutschlands, der Ruder-Club Favorite Hammonia.

Auf der Eimsbütteler (Harvestehuder) Seite der Alster kann man an drei Stellen segeln.[22] Der gemeinnützige Alster-Jugend Segelclub hat seine Boote am Fährdamm 12, dem Anleger vor dem Restaurant Cliff. Der kommerzielle Bootsvermieter Bodos Bootssteg ist am Harvestehuder Weg 1b und bei der Jollengemeinschaft Alsterufer direkt an der Kennedybrücke, Am Alsterufer 2, bietet die Ostsee-Segler-Gemeinschaft Segelkurse an.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Weltbekannte Produktreihe der hier ansässigen Beiersdorf AG

Allgemeine Wirtschaftsunternehmen[Bearbeiten]

In der Unnastraße in Hoheluft-West befindet sich der Sitz der Beiersdorf AG, die 2009 mit ihren bekannten Marken wie Nivea, Labello oder tesa mit weltweit mehr als 20.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 5,7 Milliarden Euro erzielte.

Eidelstedter ICE TD in Kopenhagen Hauptbahnhof

In der Stresemannallee in Lokstedt steht das deutsche Werk von NXP Semiconductors. Das früher zum Philips-Konzern gehörige Halbleiterwerk beschäftigt in Hamburg circa 2.450 Mitarbeiter (Stand April 2008). Am 19. August 2010 teilte das Unternehmen mit, dass es vom Bundesinnenministerium den Auftrag für die Lieferung der Speicherchips für den neuen Bundespersonalausweis bekommen hat.[23]

Der Medizingerätehersteller Weinmann am Kronsaalsweg in Stellingen exportiert 52 Prozent seiner Produkte ins Ausland. Notfallausrüstungen für Krankenwagen und andere Produkte des Konzerns ergaben im Jahre 2009 einen Umsatz von 70,5 Millionen Euro.[24]

Schräg gegenüber dem Dammtorbahnhof liegt zwischen dem Alsterglacis und den Alsterterrassen der Gebäudekomplex der HanseMerkur Versicherungsgruppe. Das bundesweit agierende Unternehmen hat mehr als 1.740 Mitarbeiter und im Jahre 2010 Beitragseinnahmen von über 962,2 Millionen Euro und Kapitalanlagen von 3.628,8 Millionen Euro.

Im Bahnbetriebswerk Hamburg-Eidelstedt können gleichzeitig acht ICE-Vollzüge auf drei Ebenen von rund tausend Mitarbeitern gewartet werden. Es ist Heimatbahnhof aller 59 Züge der ICE-1-Reihe und der 19 Einheiten des ICE TD. Außerdem ist das Betriebswerk Heimatbahnhof und Wartungszentrum der 145 Elektro-Lokomotiven der DB-Baureihe 101.

Direkt am S-Bahnhof Hamburg-Eidelstedt an der Reichsbahnstraße steht mit dem früheren Tivoli Malz-Werk das größte Werk der GlobalMalt-Gruppe. Jährlich können hier bis zu 110.000 Tonnen Pilsener Malz hergestellt werden. Neben den Brauereien in Norddeutschland wird das Malz auch in die skandinavischen Länder und per Container in alle Welt exportiert. Die verarbeitete Braugerste kommt überwiegend aus Norddeutschland und aus Dänemark.

Montblanc-Feder

Ebenfalls in Eidelstedt ist die Hauptverwaltung des zur Schweizer Richemont-Gruppe gehörenden führenden Hersteller für Schreibgeräte Montblanc ansässig. In Hamburg arbeiten 650 der 2.500 Beschäftigten. Der Umsatz des Unternehmens wird nicht veröffentlicht, er wurde für das Geschäftsjahr 2005 auf 350 bis 450 Millionen Euro geschätzt. In die Presse schaffte es die Firma Montblanc, nachdem bekannt geworden war, dass 115 Abgeordnete des Deutschen Bundestages Schreibgeräte der Firma Montblanc im Gesamtwert von 68.888 Euro bestellt hatten.[25]

Die Müllverbrennungsanlage Stellinger Moor verbrannte 2009 mehr als 143.000 Tonnen Abfall. Sie erzeugte dabei rund 54 Millionen Kilowattstunden Strom und zudem durch Kraft-Wärme-Kopplung mehr als 51 Millionen Kilowattstunden Fernwärme, mit der die jetzige Imtech Arena (das frühere Volksparkstadion), die O2 World Hamburg, die Volksbank Arena sowie rund 12.000 Hamburger Haushalte versorgt wurden.

In der Straße Nedderfeld und ihren Nebenstraßen sowie in der Kollaustraße im Stadtteil Lokstedt befindet sich auf knapp zwei Kilometern die so genannte „Hamburger Automeile“. 18 Automarken, zum Teil mit ihren Hamburger Niederlassungen, präsentieren praktisch alle gängigen Modelle. Außerdem hat hier die ALD Automotive, gegründet 1968 als Dello Leasing GmbH & Co., ihren Sitz. 1984 wurde die Deutsche Bank Mehrheitsgesellschafter und 2001 wurde die ALD Tochter der französischen Bank Société Générale und ist heute eine der weltweit größten markenunabhängigen Leasinggesellschaften mit einem Bestand von 42.400 Fahrzeugen und einem Umsatz von über 400 Millionen Euro (Stand 2006).

Im Bezirk befindet sich kein überregionales Einkaufszentrum. Vielmehr sind in den meisten Stadtteilzentren Nahversorgungszentren angesiedelt. Überregional bedeutende Einzelhandelsunternehmen ist der größte Baumarkt Europas der Firma Max Bahr direkt an der Ausfahrt Stellingen der Bundesautobahn 7, eines der beiden Hamburger Häuser der IKEA-Kette direkt an der Ausfahrt Schnelsen-Nord der A 7. Das erste Hamburger Möbelhaus der Höffner-Gruppe liegt direkt an der Ausfahrt Eidelstedt der Bundesautobahn 23. Der Ansiedelung von Höffner ging eine jahrelange Auseinandersetzung mit Bürgerinitiativen in Eidelstedt voraus.[26]

Medienunternehmen[Bearbeiten]

Medienzentrum Rothenbaum
Zentrale des NDR an der Rothenbaumchaussee

An der Rothenbaumchaussee liegt ein Medienzentrum, das um einen ehemaligen Hochbunker und auf dem Gelände des früheren Fußballstadions Rotherbaum gebaut wurde. Hier betreibt unter anderen der Fernsehjournalist und -Moderator Johannes B. Kerner sein eigenes Produktionsunternehmen J. B. K. TV-Production und Studios für seine Sendungen. Aus dem gleichen Gebäude sendet Hamburgs lokaler Fernsehsender Hamburg 1.

In der Rothenbaumchaussee 132 liegt das Landesfunkhaus Hamburg und die Zentrale des Norddeutschen Rundfunks (NDR), der zweitgrößten Anstalt (nach dem WDR) der öffentlich-rechtlichen ARD-Anstalten. Mit insgesamt über 3.500 Mitarbeitern an vier Hauptstandorten in Norddeutschland ist er einer der größten Arbeitgeber Hamburgs.

Im Gazellenkamp im Stadtteil Lokstedt sind die Fernsehstudios des NDR. Außerdem ist hier seit 1977 die zentrale Fernseh-Nachrichtenredaktion der ARD, ARD-aktuell. Dort werden Tagesschau, Tagesthemen, Nachtmagazin, das spezielle Nachrichtenmagazin EinsExtra Aktuell des Digitalsenders EinsExtra und der Wochenspiegel produziert, wobei alle Formate live aus Lokstedt gesendet werden.

Im Mittelweg im Stadtteil Harvestehude ist die Zentrale der Deutschen Presse Agentur (dpa). Die redaktionellen Mitarbeiter arbeiten allerdings seit 2010 hauptsächlich in Berlin. Die größte deutsche Agentur dieser Art ist im Besitz von Zeitungsverlegern, Medienunternehmern und Rundfunkanstalten.

Ebenfalls am Mittelweg war der 1975 gegründete Kino Verlag mit seiner Zeitschrift CINEMA ansässig, der ab 1990 mit anderen Verlagsteilen zur Verlagsgruppe Milchstrasse wurde. Nach 30 Jahren, in denen viele Zeitschriften (TV Spielfilm, Fit for Fun, Max, Kino, Video Plus, Bellevue, Amica etc.) vor allem im Lifestyle und Fernsehbereich, in den Markt eingeführt wurden, gehört sie seit Ende 2004 zum Münchener Medienkonzern Hubert Burda Media und dort zum Bereich Burda News Group. Die Verlagsgruppe Milchstrasse hat ihren neuen Sitz seit 2009 im Christoph-Probst-Weg im Stadtteil Eppendorf.

Am Harvestehuder Weg hat die Ganske-Verlagsgruppe ihren Sitz. Sie ist die Holding einer mittelständischen Unternehmensgruppe, die 18 Unternehmen mit rund 2.000 Beschäftigten zusammenfasst. Schwerpunkt der Unternehmenstätigkeit sind Bücher, Zeitschriften, elektronische Medien und der Handel. Zu ihr gehören unter anderem renommierte Verlage wie Hoffmann und Campe, Gräfe und Unzer und der Jahreszeiten Verlag.

An der Ecke Johnsallee / Heimhuder Straße im Stadtteil Rotherbaum sind die Internationalen Musikverlage Hans Sikorski ansässig. Sie wurden im Jahr 1935 in Berlin gegründet. Seit 1946 ist die Verlagsgruppe in Hamburg ansässig und umfasst als Sikorski-Gruppe inzwischen mehr als 30 Verlage in Deutschland, im übrigen Europa und den USA. Die Geschäftsführerin Dagmar Sikorski-Großmann ist auch Präsidentin des Deutschen Musikverleger Verbandes.[27]

Krankenhäuser[Bearbeiten]

Die Krankenhauslandschaft im Bezirk wird von der Tatsache beeinflusst, dass sich unmittelbar an der nordwestlichen Bezirksgrenze in Eppendorf im Bezirk Hamburg-Nord das überregional bedeutende Universitätsklinikum Eppendorf befindet.

Trotzdem verfügt der Bezirk über einige bedeutende Kliniken:

  • In Schnelsen verfügt das Albertinen-Krankenhaus (53.63127359.9054929) über 628 Betten und versorgt jährlich mit fast 1.100 Mitarbeitern rund 60.000 ambulante und stationäre Patienten mit den Schwerpunkten Herz und Gefäße, Schlaganfall und Geriatrie.
  • Am Standort Hohe Weide Ecke Bundesstraße im Kerngebiet Eimsbüttel entstand das Diakonie-Klinikum Hamburg (53.57186189.9664097) in dem die bisherigen Kliniken Elim (bisher schon Hohe Weide), Alten Eichen Stellingen und Bethanien Eppendorf aufgegangen sind. Am neuen Standort mit 385 Betten sollen vor allem die Schwerpunkte Geriatrie, Diabetologie, Handchirurgie, Plastische Chirurgie und Gynäkologie ausgeführt werden. Da ein Teil des neuen Gebäudes auf den kommunal-öffentlichen Sportplätzen errichtet wurde, gab es hierüber Auseinandersetzungen mit einer örtlichen Initiative.[28]
  • Am fachärztlichen Belegkrankenhaus Jerusalem (53.56955859.9671549) am Moorkamp/Ecke Schäferkampsallee im Kerngebiet Eimsbüttel werden pro Jahr über 7.000 Eingriffe in den Bereichen Gynäkologie (mit angeschlossenem Mammazentrum Hamburg), HNO und Orthopädie durchgeführt. Eine Besonderheit ist hier das Spitzenrestaurant Santé, dass nicht nur für die Patienten, sondern für Jedermann zugänglich ist.

Sonstiges[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der Fußballer Owomoyela im Trikot von Werder Bremen (2007)

Stadtteilpartnerschaften[Bearbeiten]

Eimsbüttel hat eine Stadtteilpartnerschaft mit der bulgarischen Hafenstadt Warna und mit der niederländischen Stadt Dordrecht.

Tierheim[Bearbeiten]

In der Lokstedter Grenzstraße, zwischen Hagenbecks Tierpark und der U-Bahn, unterhält der Bund gegen Missbrauch der Tiere mit dem Franziskus-Tierheim eines seiner, ausschließlich privat finanzierten, acht deutschen Tierheime. Auf dem jetzigen Gelände des Tierheims und östlich davon (jetzige U-Bahn-Gleise und NDR) befand sich bis zum Zweiten Weltkriegs eine Dirt-Track-Anlage, eine Sandrennbahn auf der Walter Rothenburg den Boxkampf Walter Neusel gegen den ehemaligen Schwergewichtsweltmeister Max Schmeling am 26. August 1934 veranstaltete.[29] Rothenburg brachte nach unterschiedlichen Quellen 80.000[30] - 180.000  (Ring Magazine) Zuschauer zusammen. Selbst bei Annahme der kleinsten Zahl eine nie wieder erreichte Anzahl von Zuschauern bei einer Boxveranstaltung in Deutschland.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Die A 7 / E 45 sowie die A 23 führen durch den westlichen Teil des Bezirks. In den 1960er Jahren wurde die Autobahn im Bezirk Eimsbüttel als Umgehung des Eidelstedter Zentrums, über den bis dahin der Nord-Süd-Verkehr führte, gebaut. Nach der Eröffnung des neuen Elbtunnels 1975 und des Lückenschlusses zur dänischen Grenze im Jahr 1978 wurde sie zur wichtigen europäischen Nord-Süd-Achse. Die Anschlussstellen Hamburg-Stellingen, Hamburg-Schnelsen und Hamburg-Schnelsen-Nord der A 7 / E 45 sowie Hamburg-Eidelstedt der A 23 liegen im Bezirk. In den Stadtteilen Stellingen (980 m) und Schnelsen (560 m) soll die Autobahn nach einem geplanten acht-streifigen Ausbau in unterschiedlicher Länge aus Lärmschutzgründen überdeckelt werden. Auf dem Deckel sollen öffentliche Grünanlagen entstehen.[31]

S-Bahn im Bahnhof Hamburg Dammtor
Innenansicht der Station Eidelstedt Zentrum der AKN
U-Bahn-Station Klosterstern der Linie U1

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Fernbahn[Bearbeiten]

Der wichtigste Fernverkehrsbahnhof für die Deutsche Bahn im Bezirk ist der Bahnhof Hamburg Dammtor. Im September 2006 hat der gemeinnützige und eingetragene Verein „Allianz pro Schiene“ diesen Bahnhof zum besten Großstadtbahnhof in Deutschland gekürt.

S-Bahn[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1907 kamen die ersten Elektrotriebzüge im Hamburger Personennahverkehr zum Einsatz, ab dem 29. Januar 1908 wurde die Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn auf gesamter Länge ausschließlich elektrisch betrieben. Diese Daten gelten als Beginn der Hamburger S-Bahn. Die S-Bahn berührt, beziehungsweise durchquert, heute den Bezirk auf den Linien S11, S21 und S31 am Bahnhof Dammtor sowie S3 und S21 an den Stationen Langenfelde, Stellingen (mit Bus-Shuttle Umsteigeanlage zu den Arenen am Volkspark), Eidelstedt und Elbgaustraße (mit Park+Ride-Platz und Busanlage).

AKN-Bahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof Eidelstedt ist der südliche Endpunkt der AKN (Linie A1) nach Kaltenkirchen. Im Bezirk hat sie außerdem die Haltepunkte Eidelstedt Zentrum, Hörgensweg, Schnelsen und Burgwedel. Sie hat Anschluss an die S-Bahn nach Altona und zum Jungfernstieg (S3) beziehungsweise Richtung Holstenstraße und Dammtor (S21). Wenige Fahrten werden direkt bis zum Hauptbahnhof ausgeführt. Dafür wurden acht Triebwagen mit seitlichen Stromabnehmern ausgestattet. Das Kieler Verkehrsministerium plant mittelfristig einen Ausbau dieser Strecke zur S-Bahn.[32]

U-Bahn[Bearbeiten]

Im Bezirk wurden die ersten Stationen der Hamburger Ringbahn im Jahre 1912 und die Zweigstrecke Schlump-Christuskirche 1913 und weiter bis Hellkamp im Jahre 1914 als zweite U-Bahn in Deutschland (nach Berlin) in Betrieb genommen. Heute führen die U-Bahn-Linien U1 mit den Haltestellen Hallerstraße und Klosterstern, die Linie U2 vom Schlump bis Niendorf Nord sowie die Linie U3 mit den Stationen Schlump und Hoheluftbrücke durch den Bezirk.

Busverkehr[Bearbeiten]

Den Busverkehr im Bezirk tragen hauptsächlich die vier Metrobuslinien. Die Linie 4 verbindet die Innenstadt mit der Universität und führt dann durch die Stadtteile Eimsbüttel und Stellingen nach Eidelstedt. Die Linie 5 ist die meistgenutzte Buslinie Europas, auf großen Abschnitten mit eigener Busspur in Mittellage (bis 1978 Straßenbahntrasse), jedoch bisher ohne Ampelbevorrechtigung und daher bei sehr dichtem Takt Verspätungs- und Überfüllungs-anfällig (Pulkbildung).[33] Sie verbindet die Innenstadt und das Universitätsviertel mit Lokstedt, Niendorf und Schnelsen. Die Linie 15 kommt aus Othmarschen und Altona und führt quer durch das Univiertel zur Alsterchaussee. Die Linie 22 kommt aus Blankenese und verbindet Stellingen und Lokstedt mit Eppendorf. Daneben gibt es weitere Stadtbuslinien.

Die Verkehrsunternehmen der Buslinien sind die Hamburger Hochbahn (HHA) und die VHH, die innerhalb des HVV verkehren.

Literatur[Bearbeiten]

Stadtentwicklung und -Bebauung[Bearbeiten]

  • Katharina Marut/Jan Schröter: Eimsbüttel im Wandel, Medien-Verlag Schubert, Hamburg 1992, ISBN 3-9802319-9-2
  • Von den grauen Vorstadtslums zur modernen Stadt im Grünen? Katalog zur Ausstellung „Zellen gesunder neuer Bauweise“. Wohnsiedlungen der Nachkriegszeit im Stadtteil Eimsbüttel, Hg. v. der Galerie Morgenland/Geschichtswerkstatt Eimsbüttel, Hamburg 2005
  • Axel Schildt: Die Grindelhochhäuser. Eine Sozialgeschichte der ersten deutschen Wohnhochhausanlage Hamburg-Grindelberg 1945–1956. Hamburg 1988. ISBN 3-7672-1037-1
  • Sielke Salomon: Eine städtebauliche Wiedergutmachung. Bauen und Wohnen in Hamburg-Eimsbüttel 1950–1968. Hg. v. der Galerie Morgenland/Geschichtswerkstatt Eimsbüttel, Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2000,
  • Joachim Grabbe: Stadtteil zum Verlieben. Ein Spaziergang durch Hamburg-Eimsbüttel und seine Geschichte. Sutton Verlag, Erfurt 2008, ISBN 978-3-86680-323-7

Geschichte und Politik[Bearbeiten]

  • Beate Meyer: „Goldfasane“ und „Nazissen“ – Die NSDAP im ehemals „roten“ Stadtteil Hamburg-Eimsbüttel. Hg. v. der Galerie Morgenland/Geschichtswerkstatt Eimsbüttel, Hamburg 2002
  • Sielke Salomon: Eimsbütteler Facetten 1894–1994, Einblicke in 100 Jahre Stadtteilgeschichte. Hg. v. der Galerie Morgenland, 3. Auflage, Hamburg 1999

Jüdisches Leben[Bearbeiten]

  • Ursula Wamser, Wilfried Weinke, Ulrich Bauche (Hrsg.): Eine verschwundene Welt: Jüdisches Leben am Grindel. Überarbeitete Neuauflage Hamburg 2006. ISBN 3-934920-98-5
  • Ursula Randt: Die Talmud-Tora-Schule in Hamburg 1805–1942. ISBN 3-937904-07-7
  • Sybille Baumbach et al.: „Wo Wurzeln waren…“ Juden in Hamburg-Eimsbüttel 1933 bis 1945. Hg. v. der Galerie Morgenland, Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 1993
  • Alissa Lange: Die jüdische Geschichte des heutigen katholischen Studentenwohnheims Franziskus-Kolleg in Hamburg im 19. Jahrhundert. Hamburg University Press, Hamburg 2008. Das jüdische Altenhaus am Grindel
  • Weitere Literatur zu diesem Thema unter →Joseph Carlebach

Jugend in Eimsbüttel[Bearbeiten]

  • Volker Böge: „…daß die Jugend das Anrecht hat, sich in ihrer Freizeit in würdigen Räumen zu treffen“ - Gründung und Anfänge des Heims der offenen Tür Bundesstraße vor 50 Jahren. Hg. v. der Galerie Morgenland, Hamburg 1999
  • Volker Böge: Außer Rand und Band, Eimsbüttler Jugend in den 50er Jahren. Hg. v. der Galerie Morgenland, Hamburg 1997, Dölling und Galitz Verlag
  • Volker Böge, Jutta Deide-Lüchow: Bunkerleben und Kinderlandverschickung, Eimsbüttler Jugend im Krieg. Hg. v. der Galerie Morgenland, Hamburg 1992, Dölling und Galitz Verlag

Sozialgeschichte[Bearbeiten]

  • Helmuth Warnke: „…nicht nur die schöne Marianne“, Das andere Eimsbüttel. VSA Verlag, Hamburg 1998
  • Sielke Salomon, Patrick Wagner (Bearb.): „Ich erlauschte folgendes Gespräch:…“ Mit Polizeispitzeln durch Eimsbütteler Kneipen der Jahrhundertwende. Hg. v. der Galerie Morgenland, Hamburg o. J.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bezirk Eimsbüttel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistische Daten zu Eimsbüttel bei immobilo.de
  2. http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1667250/Bezirkschef-will-guenstigen-Wohnraum-schaffen-und-erhalten.html
  3. Torsten Sevecke gewählt
  4. Spiegel online: Niels Annen verliert sein Direktmandat, 15. November 2008
  5. Gesprächszeit | Nordwestradio, Lore Kleinert im Interview mit Werner Grassmann vôm 16. Mai 2010
  6. Biozentrum Grindel und zoologisches Museum
  7. http://www.isebek-initiative.de
  8. Freiraumkonzept Eimsbüttel
  9. Website über die Alte und Neue Klaus-Synagoge
  10. http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1621757/Synagoge-Hohe-Weide-feiert-50-jaehriges-Bestehen.html Synagogenneubau am Grindel
  11. 10 Jahre Rolf-Liebermann-Studio. Abgerufen am 26. November 2012.
  12. Das jüdische Altenhaus am Grindel
  13. http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1616766/Die-Rueckkehr-juedischen-Lebens-nach-Hamburg.html
  14. http://www.slm.uni-hamburg.de/ifg1/institut.html Struktur UHH Germanistik I
  15. http://www.mopo.de/hamburg/panorama/so-koscher-ist-hamburg/-/5067140/8350404/-/index.html
  16. http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1634565/GEW-verkauft-juedische-Gruenderzeit-Villa-in-Rotherbaum.html
  17. http://www.skanskol.de
  18. Die größten Vereine Hamburgs
  19. http://www.sc-victoria.de/index.php?id=427&tx_ttnews%5Bpointer%5D=2&tx_ttnews%5Btt_news%5D=104&tx_ttnews%5BbackPid%5D=1&cHash=205b580f11
  20. Sport1.de: Stich am Rothenbaum
  21. Leander Club: Home Page
  22. Segelmöglichkeiten an der Alster
  23. http://www.abendblatt.de/hamburg/article1604204/Hamburger-Chips-fuer-neue-Personalausweise.html
  24. http://www.abendblatt.de/hamburg/article1663872/Hamburgs-Industrie-kennt-keine-Krise-mehr.html
  25. online-Version von  Oliver Haustein-Teßmer: Abgeordnete kaufen Luxus-Füller mit Steuergeldern. In: Die Welt. 20. November 2009.
  26. Ansiedelung von Höffner perfekt
  27. http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1682320/Von-Dach-bis-Keller-auf-Noten-eingestellt.html
  28. http://keindiakonieklinikumblogger.org/01-alte-startseite-bis-mai-2012/
  29. Vgl.: Max Schmeling: Erinnerungen. a. a. O. S. 286 f.!
  30. Vgl.: mj: Walter Rothenburg – Wero – eine Institution. a. a. O.!
  31. Autobahndeckel auch für Stellingen und Schnelsen
  32. Hier soll die S-Bahn fahren
  33. Neue Busse auf der Linie 5