Bezirk Neukölln

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Wappen von Neukölln
Wappen von Berlin
Neukölln
8. Bezirk von Berlin
Bezirk Mitte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Bezirk Pankow Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Bezirk Spandau Bezirk Steglitz-Zehlendorf Bezirk Tempelhof-Schöneberg Bezirk Neukölln Bezirk Treptow-Köpenick Bezirk Marzahn-Hellersdorf Bezirk Lichtenberg Bezirk Reinickendorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Neukölln
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Koordinaten 52° 29′ 0″ N, 13° 27′ 0″ O52.48333333333313.45Koordinaten: 52° 29′ 0″ N, 13° 27′ 0″ O.
Fläche 44,93 km²
Einwohner 311.490 (31. Okt. 2013)
Bevölkerungsdichte 6933 Einwohner/km²
Ausländeranteil 22,3[1] % (31. Dez. 2012)
Arbeitslosenquote 17,1[2] % (30. Apr. 2013)
Postleitzahl 12043, 12045, 12047, 12049, 12051, 12053, 12055, 12057, 12059, 12347, 12349, 12351, 12353, 12355, 12357, 12359
Vorwahl 030
Adresse der
Verwaltung
Karl-Marx-Straße 83
12043 Berlin
Website www.neukoelln.de
Durchschnittsalter 41,2 Jahre[1] (31. Dez. 2012)
Gliederung
Bezirksschlüssel 08
Gliederung des Bezirks

5 Ortsteile

Politik
Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD)
Stellvertretender Bezirksbürgermeister Falko Liecke (CDU)
Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung)
SPD CDU Grüne Piraten Linke
27 13 8 4 3
Sitzverteilung in der BVV
Verkehrsanbindung
Autobahn A100 A113
S-Bahn Berlin S41.svg Berlin S42.svg Berlin S45.svg Berlin S46.svg Berlin S47.svg
U-Bahn Berlin U7.svg Berlin U8.svg

Neukölln ist der achte[3] Verwaltungsbezirk von Berlin und hat rund 310.000 Einwohner. Er wurde nach dem gleichnamigen Ortsteil benannt, der den nördlichen Teil des Bezirks ausmacht.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Neukölln liegt im südlichen Bereich der Bundeshauptstadt zwischen den Bezirken Tempelhof-Schöneberg im Westen und Treptow-Köpenick im Osten sowie Friedrichshain-Kreuzberg im Norden. Im Süden grenzt Neukölln an das Land Brandenburg.

Ortsteile[Bearbeiten]

Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Einwohner[4]
31. Dezember 2013
Einwohner
pro km²
Lage
0801 Neukölln 11,71 165.086 14.098
Berlin Neukölln Britz Buckow Buckow Gropiusstadt Rudow BrandenburgOrtsteile des Bezirks Neukölln
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0802 Britz 12,40 40.538 3.269
Berlin Neukölln Britz Buckow Buckow Gropiusstadt Rudow BrandenburgOrtsteile des Bezirks Neukölln
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0803 Buckow 6,35 39.043 6.149
Berlin Neukölln Britz Buckow Buckow Gropiusstadt Rudow BrandenburgOrtsteile des Bezirks Neukölln
Über dieses Bild
0804 Rudow 11,81 40.999 3.472
Berlin Neukölln Britz Buckow Buckow Gropiusstadt Rudow BrandenburgOrtsteile des Bezirks Neukölln
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0805 Gropiusstadt 2,67 36.487 13.666
Berlin Neukölln Britz Buckow Buckow Gropiusstadt Rudow BrandenburgOrtsteile des Bezirks Neukölln
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Geschichte[Bearbeiten]

Neukölln hieß bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1360 Richardsdorp, später Ricksdorf (Rieksdorf) und schließlich Rixdorf. Der Ortskern befand sich am Richardplatz. Das Dorf gehörte anfangs dem Johanniterorden, die den Ort von den Tempelrittern übernahmen, die in Tempelhof ansässig waren. Aus diesem Grund trägt das Wappen des Bezirks das Johanniterkreuz.

Gedenktafel an Böhmisch-Rixdorf

Im Jahr 1737 gestattete Friedrich Wilhelm I. die Ansiedlung böhmischer Exilanten in Rieksdorf, die wegen ihres evangelischen Glaubens vertrieben wurden. Diese Anhänger der Herrnhuter Brüdergemeine bauten ihre eigene Kirche und siedelten in einem eigenen Bereich abseits des Dorfangers, entlang der heutigen Richardstraße, der 1797 als Böhmisch-Rixdorf eine eigene Verwaltung bekam.

Bei der Wiedervereinigung der beiden selbstständigen Gemeinden am 1. Januar 1874 hatte Rixdorf 8000 Einwohner. Ab dem 1. Mai 1899 bildete Rixdorf, bis dahin als größtes Dorf Preußens zum Kreis Teltow gehörig, einen eigenen Stadtkreis.

Die Umbenennung des Ortes von Rixdorf zu Neukölln erfolgte 1912. Der Grund der Umbenennung durch die Behörden war der seinerzeit negative Gesamteindruck des Ortes: Rixdorf galt als Hochburg von Kriminalität und „schlechten Sitten“.

Mit dem 1. Oktober 1920 wurde Neukölln nach Groß-Berlin eingemeindet. Zusammen mit den Dörfern Britz, Rudow und Buckow bildete Neukölln als Namensgeber den 14. Verwaltungsbezirk. Am Ende des 20. Jahrhunderts sind die Geschehnisse um die Umbenennung Rixdorfs vergessen. Stattdessen gibt es vereinzelte Bestrebungen zur Rückbenennung des Ortsteils Neukölln in Rixdorf, zum einen als Abgrenzung zum größeren Bezirk Neukölln, zum anderen wegen der größeren Prägnanz des alten historischen Namens.

Von 1945 bis 1990 gehörte der Bezirk Neukölln zum Amerikanischen Sektor von Berlin. 1987 wurde der Bezirk mit dem Europapreis für seine hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet. Am 23. September 2008 erhielt der Bezirk den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Bauliche Struktur[Bearbeiten]

Der Bezirk zeigt unterschiedliche bauliche Strukturen, im Norden innerstädtisch hochverdichtet, im Süden eher vorstädtisch aufgelockert, teils sogar ländlich wirkend: Der Ortsteil Neukölln (auch Neukölln-Nord oder Neukölln 44 – nach der ehemaligen Postleitzahl 1000 Berlin 44 – genannt) ist im Norden des Bezirks (zwischen Ringbahn und Hermannplatz) überwiegend vom Altbaubestand der Gründerzeit geprägt, der aus typischen Berliner Mietskasernen mit begrünten Hinterhöfen besteht. Südlich der Ringbahn dominieren Einfamilienhausgebiete, vorstädtischer Siedlungsbau und Großsiedlungen mit vielen Hochhäusern das Gesicht des Bezirks.

In diesen uneinheitlichen Strukturen eingebettet haben sich die alten Dorfkerne von Rixdorf mit dem Böhmischen Dorf, Britz mit dem Gutshof und Schloss und Buckow mit der ältesten Feldsteinkirche Berlins erhalten.

Das bekannteste Beispiel für einen sozial motivierten Siedlungsbau/Reformwohnungsbau im Neukölln der 1920er und 1930er Jahre findet sich in Britz. Die Großsiedlung Fritz-Reuter-Stadt wurde geprägt von den Architekten Bruno Taut und Martin Wagner einerseits und von Paul Engelmann und Emil Fangmeyer im anderen Teil der Siedlung. Die beiden Teile bestehen jeweils aus etwa 1000 Wohnungen. In der Randbebauung und im Hufeisen sind dies Mehrfamilienhäuser, ansonsten Einfamilienhäuser mit Nutzgärten. Ein Teil der Großsiedlung, die Hufeisensiedlung im engeren Sinn, ist seit 2008 UNESCO-Welterbe.

Darüber hinaus befindet sich im Süden ein bekanntes Beispiel einer Großsiedlung der Nachkriegszeit: die Gropiusstadt. Sie ist eine der beiden größten Großsiedlungen des ehemaligen West-Berlins. Zunächst Großsiedlung Berlin-Buckow-Rudow genannt, wurde ihr 1972 der Name des Bauhausgründers Walter Gropius verliehen. 1976 wurde die Gropiusstadt fertiggestellt und 2002 als eigener Ortsteil abgetrennt. Abweichend vom Hochhaus-Konzept der „Urbanität durch Dichte“ und „autogerechten Stadt“ wie in der Gropiusstadt wurde in den 1970er/1980er-Jahren die High-Deck-Siedlung für rund 6.000 Bewohner errichtet. Das ursprünglich als innovativ beurteilte städtebauliche Konzept einer funktionalen Trennung von Fußgängern und Autoverkehr mit hochgelagerten, begrünten Wegen (den namensgebenden „High-Decks“) erwies sich allerdings schnell als gescheitert.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Per 31. Oktober 2013 zählte der Bezirk Neukölln 311.490 Einwohner auf einer Fläche von 44,9 Quadratkilometern.[5] Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei 6.933 Einwohnern pro Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2012 lag der Ausländeranteil bei 22,3 Prozent, während der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 41,1 Prozent lag (lediglich der Bezirk Mitte hatte einen höheren Anteil am Migrationshintergrund).[1] Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. April 2013 auf 17,1 Prozent und war somit der höchste Wert aller Berliner Bezirke (zum Vergleich: Der Bezirk Pankow hatte mit 10,0 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote).[2] Am 31. Dezember 2012 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung 41,2 Jahre.[1]

Die durchschnittliche Kinderzahl liegt bei 1,44, was der höchste Wert unter den zwölf Berliner Bezirken ist (Deutschland: 1,37).

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)
1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 2000 2009 2011 2012
290.327 315.632 303.170 274.560 286.581 277.412 281.470 290.259 306.117 312.367 318.106 321.834

Soziale Situation[Bearbeiten]

Bevölkerungspyramide des Bezirks Neukölln 2010

Neukölln hat ein überwiegend negatives Image und wird immer wieder als inzwischen prominentes Beispiel für ein ganzes Bündel sozialer Problemsituationen genannt. Diese Wahrnehmung wird genährt von Negativ-Schlagzeilen, die sich auf Ereignisse in manchen Teilen von vor allem Neukölln-Nord beziehen (siehe die Artikel zur Rütli-Schule und zum Film Knallhart).

Die soziale Realität ist vielfältiger und komplexer, eine angemessene Bewertung ist umstritten.

Teile von Neukölln sind vom Berliner Senat als „Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf“ ausgewiesen worden. Von den 17 Gebieten dieser Art in ganz Berlin liegen neun in Neukölln: Reuterplatz, Rollbergsiedlung, High-Deck-Siedlung, Schillerpromenade, Richardplatz Süd, Gropiusstadt/Lipschitzallee, Flughafenstraße, Weiße Siedlung und Körnerpark. Hier wurde jeweils ein Quartiersmanagement zur integrativen Entwicklung des Wohnumfeldes eingerichtet.

Berlins damaliger Innensenator Ehrhart Körting (SPD) äußerte im Januar 2004 vor dem Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses die Auffassung, dass sich gerade um das Rollbergviertel (Neukölln-Nord) herum teilweise Ghettos entwickelten. Auffällig sei die deutlich erhöhte Kriminalitätsrate in diesen Bereichen, insbesondere Drogendelikte, Einbrüche und gefährliche Körperverletzungen seien alltäglich. Hinzu komme eine mangelnde Integrationsbereitschaft der ausländischen Bevölkerung sowie die Tendenz, Polizeigewalt nicht anzuerkennen, Beamte anzugreifen und Streitigkeiten möglichst intern zu regeln. Körting: „Dort bewohnen bestimmte Nationalitäten ganze Straßenzüge.“ Die Meinungen zu und die Reaktionen auf diese Äußerungen sind unterschiedlich.

Der Integrationsbeauftragte des Berliner Abgeordnetenhauses ergänzte, die Kieze seien jedoch nicht wegen eines hohen Migrantenanteils, sondern wegen großer sozialer Probleme Brennpunkte. Diese ließen sich genau benennen: Hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Bildung, eine große Zahl jugendlicher Schulabbrecher. Eng mit diesen Problemen verflochten sei die soziale Verwahrlosung ganzer Straßenzüge.

Diese sozialen Probleme, insbesondere das Problem der fehlenden Bildung, betreffen – anders als es manche Schlagzeilen vermuten lassen – keinesfalls nur Immigranten, sondern auch Deutsche.

Seit 2004 gibt es das erfolgreiche Integrationsinstrument „Stadtteilmütter in Neukölln“,[6] das jetzt auch im Brunnenviertel im Ortsteil Wedding (Bezirk Mitte) Schule macht. Getragen wird das Projekt durch die Kooperationsvereinbarung mit dem Bezirksamt Neukölln, dem JobCenter Neukölln und dem Diakonischen Werk Neukölln-Oberspree e. V.[7] Berlin wurde dafür mit dem „Metropolis Award 2008“ ausgezeichnet.[8]

Bis 2010 machte die Richterin Kirsten Heisig auf die Probleme in Neukölln aufmerksam.[9] Ihr Buch zu diesem Thema Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter[10] erschien postum, nachdem sie im Juni 2010 starb, und erlangte hohe Aufmerksamkeit.[11]

Gentrifizierung[Bearbeiten]

Andererseits setzte im Ortsteil Neukölln (auch Nord-Neukölln genannt) vor einigen Jahren ein Prozess der Gentrifizierung ein.[12] Vor allem wurde das Phänomen auf die Nähe zum bereits gentrifizierten Ortsteil Kreuzberg zurückgeführt, dessen kulturelle Infrastruktur aber weit über das Angebot in Neukölln hinausging.[13] Das Viertel Nord-Neukölln, auch Kreuzkölln genannt, gilt mittlerweile als attraktive Wohngegend, die eine Vielzahl von Ateliers und gastronomischen Angeboten bietet.[14] Somit hat sich aus einem Problemviertel zwischenzeitlich ein Viertel entwickelt, das eine höhere Durchmischung von Bewohnern unterschiedlicher sozialer Schichten mit und ohne Migrationshintergrund aufweist.[15] Allerdings verläuft der Prozess der Gentrifizierung alles andere als problemlos. Die „angestammte“ Bevölkerung hat unter steigenden Mieten zu leiden und wird sukzessive an den Stadtrand – beispielsweise in die Hochhaussiedlungen im Süden des Bezirks – verdrängt.[16] Die hinzuziehende neue Bevölkerung besteht aus Kleinkünstlern, Studenten und Bürgertum. Dagegen hat sich eine Bewegung formiert, die verhindern will, dass der Bezirk eine ähnliche Entwicklung nimmt, wie sie in Prenzlauer Berg und Friedrichshain erfolgt ist.[17]

Politik[Bearbeiten]

Wahlen zur Bezirksverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2011[18]
Wahlbeteiligung: 53,6 %
 %
50
40
30
20
10
0
42,8
20,4
13,5
7,4
4,8
3,0
8,1
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006[18]
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+8,2
-8,8
+2,9
+7,4
-0,6
-0,9
-8,2

Stimmenanteile der Parteien in Prozent:

1921–1933[Bearbeiten]

Jahr SPD USPD KPD DNVP DVP DDP1 Zen NSDAP
1921 27,9 23,8 13,8 12,1 9,5 4,5 2,7
1925 41,0 25,7 13,0 3,9 6,0 2,4
1929 35,1 31,7 11,5 4,4 4,5 2,7 04,0
1933 26,6 26,2 08,2 1,2 3,4 33,4
1 1933 DStP

1946–2011[Bearbeiten]

Jahr SPD SEW/PDS/Linke1 CDU FDP2 Grüne3
1946 56,4 18,2 17,6 07,9
1948 71,0 16,3 12,7
1950 53,4 22,1 18,4
1954 54,8 03,7 24,2 09,5
1958 60,8 02,7 30,1 02,9
1963 69,0 01,9 23,5 05,6
1967 64,4 02,6 26,8 04,9
1971 57,9 02,4 32,8 06,3
1975 47,7 01,9 39,6 06,0
1979 48,0 01,2 41,1 06,3 03,2
1981 41,8 45,9 04,2 06,8
1985 36,2 48,3 03,6 09,2
1989 39,3 35,7 02,2 10,4
1992 32,6 01,1 34,1 04,7 11,7
1995 27,3 02,0 45,0 01,8 14,1
1999 26,4 04,6 51,4 01,5 09,2
2001 35,5 05,9 36,1 08,2 08,7
2006 34,6 05,4 29,2 06,5 10,6
2011 42,8 04,8 20,4 01,2 13,5
1 1946–1958: SED, 1963–1979: SEW, 1992–2001: PDS, danach: Die Linke
2 bis 1948: LDP
3 bis 1989: AL

Bezirksbürgermeister[Bearbeiten]

Örtlichkeiten[Bearbeiten]

Amtsgericht Neukölln
Märchenbrunnen im Schulenburgpark

Wichtige Straßen[Bearbeiten]

Auf 632 Hektar Verkehrsfläche befinden sich 715 Straßen und Plätze.

Wichtige Plätze[Bearbeiten]

Parkanlagen[Bearbeiten]

Kulturelle Orte[Bearbeiten]

Gewässer[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Einkaufszentren[Bearbeiten]

Kieze[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das heutige Wappen geht auf den königlichen Erlass der Stadtgemeinde vom 29. Mai 1903 zurück. Es wurde am 12. April 1956 vom Senat von Berlin verliehen.

Wappen des Bezirks Neukölln
Blasonierung:

„Ein halbgespaltener und geteilter Schild, darin im ersten, schwarzen Felde ein silberner Abendmahlskelch, im zweiten, silbernen Felde ein auf den Flügeln mit goldenen Kleestengeln belegter goldenbewehrter roter Adler und im dritten, roten Felde ein silbernes achtspitziges Kreuz. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit einem kleinen Berliner Wappenschild belegt ist.“[19]

Beschreibung:

Das Wappen des Bezirks Neukölln wurde von der für den Bezirk namensgebenden Stadt Neukölln übernommen. Das Johanniterkreuz verweist dabei auf die Gründung durch den Johanniterorden, der brandenburgische rote Adler verweist auf die Gründungsherren der Mark Brandenburg, und der Hussitenkelch steht symbolisch für die böhmischen Kolonisten. Die Mauerkrone wurde dem Wappen dabei am 1. Januar 2001 im Rahmen der Bezirksreform als verbindendes Element aller Berliner Bezirke hinzugefügt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Der Bezirk Neukölln pflegt folgende Städtepartnerschaften:[20]

International[Bearbeiten]

BelgienBelgien Anderlecht, Belgien, seit 17. Juni 1955
FrankreichFrankreich Boulogne-Billancourt bei Paris, Frankreich, seit 17. Juni 1955
NiederlandeNiederlande Zaanstad bei Amsterdam, Niederlande, seit 17. Juni 1955
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Hammersmith and Fulham (London), Großbritannien, seit 17. Juni 1955
IsraelIsrael Bat Jam, Israel, seit 21. September 1978
ItalienItalien Marino, Italien, seit 4. Oktober 1980
TschechienTschechien Ústí nad Orlicí, Tschechien, seit 6. November 1989 bzw. 24. November 1989
RusslandRussland Puschkin bei Sankt Petersburg, Russland, seit 3. Juni 1991
TschechienTschechien Prag/Bezirk 5, Tschechien, seit 8. September 2005
TurkeiTürkei Izmir-Çiğli, Türkei, seit 29. Oktober 2005

National[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Rotes Kreuz Leitsanitätszentrum 310 der Bundeswehr, Standortsanitätszentrum Berlin, seit 6. Juli 2001

Söhne und Töchter Neuköllns[Bearbeiten]

Neukölln in der Musik[Bearbeiten]

Neukölln im Film[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Verena S. Diehl, Jörg Sundermeier, Werner Labisch (Hrsg.): Neuköllnbuch. Verbrecher-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-935843-28-3.
  • Christiane Borgelt, Regina Jost: Architekturführer Berlin-Neukölln. Stadtwandel Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-933743-91-5.
  • Bezirksamt Neukölln von Berlin, Abt. Bauwesen (Hrsg.): 100 Jahre Bauen für Neukölln – Eine kommunale Baugeschichte. Berlin 2005, ISBN 3-00-015848-0.
  • Falk-Rüdiger Wünsch: Neukölln – Alte Bilder erzählen. Sutton Verlag, Erfurt 1998, ISBN 3-89702-096-3.
  • Neukölln – Ein Bezirk von Berlin. Rudower Panorama-Verlag, Berlin 2005.
  • Bezirksamt Neukölln von Berlin, Bezirksbürgermeister/Hochbauamt (Hrsg.), Dieter Althans u. a.: Rathaus Rixdorf – Rathaus Neukölln. Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums. Berlin 2008, ISBN 978-3-00-026396-5.
  • Bernd Kessinger: Neukölln. Die Geschichte eines Berliner Stadtbezirks. Vergangenheitsverlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86408-064-7.
  • Neuköllner Kulturverein e. V. (Hrsg.), Dorothea Stanič (Red.): Sand im Getriebe. Neuköllner Geschichte(n). Edition Hentrich, Berlin 1990, ISBN 3-926175-79-6.
  • Dorothea Kolland (Hrsg.): Zehn Brüder waren wir gewesen … Spuren jüdischen Lebens in Neukölln. Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-942271-29-5.
  • Heinz Buschkowsky: Neukölln ist überall. Ullstein Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-550-08011-1.
  • Janina Guthke, Sylvia Vogt: Kiezreport Neukölln. Bezirk der Extreme. In: Der Tagesspiegel, 15. April 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bezirk Neukölln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Neukölln – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2012 (PDF; 3,1 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  2. a b Arbeitslosigkeits-Atlas – Arbeitslosigkeit in Berlin – Zahlen und Quoten in der Stadt und in den Bezirken. Berliner Morgenpost. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  3. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  4. Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2013, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 7. März 2014 (PDF-Datei).
  5. Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 31. Oktober 2013 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 7. März 2014 (PDF-Datei).
  6. Von Beruf Stadtteilmutter. In: Berliner Zeitung, 13. März 2009.
  7. Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Neukölln vom 15. Januar 2009. Abgerufen am 28. Juli 2009.
  8. Berlin mit dem Metropolis Award 2008 ausgezeichnet, Pressebox vom 4. September 2008. Abgerufen am 28. Juli 2009.
  9.  Angst ist ein schlechter Ratgeber. In: Der Spiegel. Nr. 29, 2010 (online).
  10. Herder, Freiburg 2010, ISBN 978-3-451-30204-6.
  11. siehe zum Beispiel Ränge/Verkaufsplätze bei Amazon.de
  12. Aufwertung des Problemkiezes – Berlin-Neukölln im Wandel. Bei: n-tv, 15. September 2008.
  13. Andrej Holm: „Endstation Neukölln“ oder „neuer Trendkiez“?
  14. Willkommen in Prenzlkölln. In: taz. 20. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010.
  15. Uta Keseling: So läuft ein Tag auf dem Planeten Sonnenallee. In: Berliner Morgenpost, 8. August 2010.
  16.  Die überreizte Stadt. In: Der Spiegel. Nr. 37, 2011 (online).
  17. Die unsichtbare Mauer. In: Spiegel Online, 21. August 2011
  18. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 20. September 2011
  19. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen
  20. Städtepartnerschaften mit dem Bezirk. Berlin.de, abgerufen am 17. April 2014.
  21. In Rixdorf is’ Musike. auf der Seite des Bezirksamts Neukölln. Abgerufen am 23. September 2009.
  22. Bezirk Neukölln in der Internet Movie Database (englisch)
  23. Kreuzkölln – Kiez im Double Feature. Abgerufen am 17. Oktober 2009.