Bezirk Steglitz-Zehlendorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen von Steglitz-Zehlendorf
Wappen von Berlin
Steglitz-Zehlendorf
6. Bezirk von Berlin
Bezirk Mitte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Bezirk Pankow Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Bezirk Spandau Bezirk Steglitz-Zehlendorf Bezirk Tempelhof-Schöneberg Bezirk Neukölln Bezirk Treptow-Köpenick Bezirk Marzahn-Hellersdorf Bezirk Lichtenberg Bezirk Reinickendorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Steglitz-Zehlendorf
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 26′ 0″ N, 13° 15′ 0″ O52.43333333333313.25Koordinaten: 52° 26′ 0″ N, 13° 15′ 0″ O.
Fläche 102,5 km²
Einwohner 300.039 (30. Nov. 2012)
Bevölkerungsdichte 2927 Einwohner/km²
Ausländeranteil 10,7[1] % (31. Juli 2012)
Arbeitslosenquote 10,6[2] % (31. Mai 2011)
Vorwahl 030
Adresse der
Verwaltung
Kirchstraße 1/3
14163 Berlin
Website www.steglitz-zehlendorf.de
Durchschnittsalter 46,0 Jahre[3] (30. Juni 2011) (somit der Bezirk mit den ältesten Einwohnern)
Gliederung
Bezirksschlüssel 06
Gliederung des Bezirks

7 Ortsteile

Politik
Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU)
Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung)
CDU SPD Grüne Piraten
24 15 13 3
Sitzverteilung in der BVV
Verkehrsanbindung
Autobahn A103 A115
Bundesstraße B1
S-Bahn Berlin S1.svg Berlin S7.svg Berlin S25.svg
U-Bahn Berlin U3.svg Berlin U9.svg
Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung
am 18. September 2011 (vorläufiges Ergebnis)
(Stimmen in %)[4]
 %
40
30
20
10
0
39,4
24,9
21,3
6,0
2,5
2,5
3,4
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006[4]
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+4,2
-4,7
+5,5
+6,0
± 0,0
-8,0
-3,0

Steglitz-Zehlendorf ist der sechste[5] Verwaltungsbezirk von Berlin und gilt heute als gehobener bzw. wohlhabender Wohnbezirk. Er liegt im Südwesten Berlins und besteht aus sieben Ortsteilen.

Inhaltsverzeichnis

Ortsteile und Ortslagen [Bearbeiten]

Der Bezirk entstand am 1. Januar 2001 im Zuge der Neuordnung der zuletzt 1920 (Groß-Berlin) festgelegten Verwaltungsbezirke Berlins durch Fusion der früheren Verwaltungsbezirke Steglitz mit seinen Ortsteilen Lankwitz, Lichterfelde und Steglitz, sowie Zehlendorf mit seinen Ortsteilen Dahlem, Nikolassee, Wannsee und Zehlendorf.

Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Einwohner[6]
31. Dezember 2012
Einwohner
pro km²
Lage des Ortsteils im Bezirk
Steglitz-Zehlendorf
0601 Steglitz 6,79 73.057 10.759
Berlin Brandenburg Wannsee Nikolassee Zehlendorf Dahlem Steglitz Lankwitz LichterfeldeOrtsteile des Bezirks Steglitz-Zehlendorf
Über dieses Bild
0602 Lichterfelde
  • Lichterfelde West
  • Lichterfelde Ost
  • Lichterfelde Süd
18,22 81.029 4.447
Berlin Brandenburg Wannsee Nikolassee Zehlendorf Dahlem Steglitz Lankwitz LichterfeldeOrtsteile des Bezirks Steglitz-Zehlendorf
Über dieses Bild
0603 Lankwitz 6,99 41.601 5.952
Berlin Brandenburg Wannsee Nikolassee Zehlendorf Dahlem Steglitz Lankwitz LichterfeldeOrtsteile des Bezirks Steglitz-Zehlendorf
Über dieses Bild
0604 Zehlendorf 18,83 58.641 3.114
Berlin Brandenburg Wannsee Nikolassee Zehlendorf Dahlem Steglitz Lankwitz LichterfeldeOrtsteile des Bezirks Steglitz-Zehlendorf
Über dieses Bild
0605 Dahlem 8,39 15.753 1.878
Berlin Brandenburg Wannsee Nikolassee Zehlendorf Dahlem Steglitz Lankwitz LichterfeldeOrtsteile des Bezirks Steglitz-Zehlendorf
Über dieses Bild
0606 Nikolassee 19,61 16.151 824
Berlin Brandenburg Wannsee Nikolassee Zehlendorf Dahlem Steglitz Lankwitz LichterfeldeOrtsteile des Bezirks Steglitz-Zehlendorf
Über dieses Bild
0607 Wannsee 23,68 9.514 402
Berlin Brandenburg Wannsee Nikolassee Zehlendorf Dahlem Steglitz Lankwitz LichterfeldeOrtsteile des Bezirks Steglitz-Zehlendorf
Über dieses Bild

Geografie, Struktur und Bevölkerung [Bearbeiten]

Bevölkerungspyramide des Bezirks Steglitz-Zehlendorf 2010

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf umfasst sowohl ausgedehnte Erholungsgebiete wie auch unterschiedliche Wohn- und Gewerbelagen. Im Westen finden sich unter anderem Erholungsgebiete wie der Wannsee, der südliche Grunewald mit seinen Seen Krumme Lanke und Schlachtensee, die besonders im Sommer von vielen Berlinern besucht werden. Der Ortsteil Dahlem ist Sitz zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtungen und der Freien Universität. Das Ortsgebiet Zehlendorf hat unterschiedliche Wohnlagen, im Zentrum ein kleines Einzelhandelsgebiet. Das südlich von Dahlem gelegene Lichterfelde ist geprägt von der gründerzeitlichen Villenkolonie Lichterfelde, mit ihren kleineren Einzelhandelszentren, im südlichen Teil finden sich teilweise Wohngebiete aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (Lichterfelde-Süd).

Der weiter östlich gelegene Ortsteil Steglitz ist hingegen stärker städtisch strukturiert, wie im Ortskern von Steglitz mit dem zweitgrößten Berliner Einkaufsgebiet in der Schloßstraße. Ein ehemaliges Villengebiet im Süden (Südende) ist im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden. Im Bezirk liegt auch der Botanische Garten, der sich auf dem Gebiet des Ortsteils Lichterfelde befindet.

Der Bezirk ist sehr unterschiedlich besiedelt. In Steglitz und Lichterfelde lebt die Hälfte der Bevölkerung des Bezirks. Steglitz ist einer der am dichtesten besiedelten Ortsteile Berlins, während Wannsee einer der am wenigsten besiedelten ist. In Wannsee leben nur drei Prozent der Bevölkerung des Bezirks, jedoch hat der Ortsteil die größte Fläche, und zwar fast ein Viertel der Gesamtfläche des Bezirks.

Steglitz-Zehlendorf ist der Berliner Bezirk mit der höchsten Sozialstruktur. Er umfasst eine Reihe von Villensiedlungen und ist gekennzeichnet durch ein relativ hohes Durchschnittseinkommen der Bewohner sowie eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosenquote. Dahlem, die Seen- und Waldlagen von Zehlendorf und die Villenkolonie Lichterfelde-West gehören mit zu den beliebtesten Wohnlagen außerhalb der Berliner Innenstadt. Auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung ist im Berliner Vergleich überdurchschnittlich hoch.

Bevölkerungsgruppen [Bearbeiten]

Steglitz-Zehlendorf ist im Gegensatz zu anderen West-Berliner Bezirken kein klassischer Einwanderungsbezirk; der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt bei rund 23,5 % (Berliner Durchschnitt: 27,4 %)[7] Allerdings variiert der Anteil zwischen den einzelnen Ortsteilen. An sieben der 33 öffentlichen Grundschulen des Bezirkes liegt der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund bei über 40 %.[8] Im städtisch geprägten Ortsteil Steglitz haben fast 30 % der Einwohner einen Migrationshintergrund, im dünn besiedelten Wannsee dagegen rund 17 %. Die größten Migrantengruppen von Steglitz-Zehlendorf setzen sich aus Polen, Türken, Jugoslawen, US-Amerikanern, Arabern und diversen afrikanischen und asiatischen Ethnien zusammen. Bei letzteren sind vor allem Menschen aus Ghana und Nigeria, bzw. aus China, Südkorea und Thailand vertreten.[9]

Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund[10]
Deutsche ohne Migrationshintergrund 76,6 % (229.318)
Deutsche mit Migrationshintergrund bzw. Ausländer 23,4 % 0(70.139)
Muslimischer Migrationshintergrund (Türkei, Arabische Liga, Iran etc.) 4,8 % (14.423)
Polnischer Migrationshintergrund 3,2 % 0(9.572)
Jugoslawischer Migrationshintergrund 1,6 % 0(4.803)
US-amerikanischer Hintergrund 1,4 % 0 (4.278)
– Sonstige (u. a. ehemalige Sowjetunion, Afrodeutsche, Griechen, Ostasiaten etc.) 12,4 % (37.063)

Sehenswürdigkeiten und Museen [Bearbeiten]

Haus Emisch in Lichterfelde West
Freie Universität Berlin: Philologische Bibliothek von Norman Foster

Wissenschaftliche Einrichtungen [Bearbeiten]

Politik [Bearbeiten]

Parlament [Bearbeiten]

Seit 2006 bilden CDU und Grüne eine Zählgemeinschaft in der Bezirksverordnetenversammlung.

Besatzungszeit [Bearbeiten]

Der gesamte heutige Bezirk gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1990 zusammen mit den Bezirken Tempelhof, Schöneberg, Neukölln und Kreuzberg zum Amerikanischen Sektor von Berlin, vgl. auch → Geteilte Stadt (dort hellblauer Bereich).

Bezirksbürgermeister [Bearbeiten]

Hier werden die Bürgermeister des Bezirks Steglitz-Zehlendorf seit 2001 aufgeführt. Die Bürgermeister der ehemaligen Bezirke Steglitz und Zehlendorf finden sich dort.

Wappen [Bearbeiten]

Wappen des Bezirks Steglitz-Zehlendorf

Das Wappen des Bezirks Steglitz-Zehlendorf orientiert sich an den Wappen der namensgebenden Ortsteile Steglitz und Zehlendorf. Die Wappen der übrigen Ortsteile bleiben unberücksichtigt. Dies entspricht dem Muster der Wappenbildung in den meisten Berliner Bezirken. Auch schon die von 1920 bis 2000 bestehenden ehemaligen Verwaltungsbezirke Steglitz und Zehlendorf hatten jeweils nur die Wappen der beiden alten preußischen Dörfer verwandt, ergänzt um die allen Berliner Wappen gemeinsame Mauerkrone als Sinnbild des Stadtverbands.

Das heutige Bezirkswappen wurde am 25. März 2003 durch den Senat gestiftet. Die Kiefer und der Wellenschildfuß sind dem Zehlendorfer Wappen entnommen. Sie versinnbildlichen den Wald- und Wasserreichtum des Bezirks. Das Adlermotiv ist dem Steglitzer Wappen entnommen. Die Stiftungsurkunde beschreibt das Wappen so: Dabei steht „in Gold eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm auf grünem Boden, darunter ein silberner Wellenschildfuß, darüber im Schildhaupt ein schwebender rotbewehrter und -gezungter schwarzer Adlerkopf. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist“.[11] Die Mauerkrone ist wie zuvor das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Städtepartnerschaften [Bearbeiten]

International [Bearbeiten]

IsraelIsrael Kirjat Bialik (Israel), seit 1966

DanemarkDänemark Brøndby (Dänemark), seit 1968

ItalienItalien Cassino (Italien), seit 1969

FrankreichFrankreich 12. Arrondissement (Paris) (Frankreich), seit 1970

IsraelIsrael Sderot (Israel), seit 1975

SchwedenSchweden Ronneby (Schweden), seit 1976

UngarnUngarn Szilvásvárad (Ungarn), seit 1989

UkraineUkraine Charkow-Ordshonikidse (Ukraine), seit 1990

PolenPolen Kazimierz Dolny, Poniatowa, Naleczow (Polen), seit 1993

GriechenlandGriechenland Sochos (Griechenland), seit 1993

National [Bearbeiten]

Sonstiges [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Bezirk Steglitz-Zehlendorf – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Steglitz-Zehlendorf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bevölkerungsstand in Berlin am 31. Juli 2012 nach Bezirken (PDF; 7 kB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 20. Dezember 2012.
  2. Weniger Arbeitslose in Berlin. Berliner Morgenpost. Artikel vom 31. Mai 2011. Abgerufen am 7. Mai 2013.
  3. Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 30. Juni 2011 (PDF; 2,7 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 21. April 2013.
  4. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 22. September 2011
  5. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  6. Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2012, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 7. April 2013 (PDF-Datei).
  7. http://www.gazette-berlin.de/bvv-steglitz-zehlendorf/5766.html
  8. http://www.gazette-berlin.de/bvv-steglitz-zehlendorf/5766.html
  9. http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/statis/login.do?guest=guest&db=EWRBEE
  10. http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2013/SB_A01-05-00_2012h02_BE.pdf
  11. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen Steglitz-Zehlendorf, Senatsverwaltung für Inneres, Berlin.de