Biała Podlaska

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Biała Podlaska
Wappen von Biała Podlaska
Biała Podlaska (Polen)
Biała Podlaska
Biała Podlaska
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lublin
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 49,46 km²
Geographische Lage: 52° 2′ N, 23° 7′ O52.03333333333323.116666666667Koordinaten: 52° 2′ 0″ N, 23° 7′ 0″ O
Einwohner: 57.620
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 21-500
Telefonvorwahl: (+48) 83
Kfz-Kennzeichen: LB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 30 Berlin - Moskau
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 41 Schulzenämter
Fläche: 324,76 km²
Einwohner: 57.620
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 177 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0661011
Verwaltung (Stand: 2011)
Stadtpräsident: Andrzej Czapski
Adresse: ul. Piłsudskiego 3
21-500 Biała Podlaska
Webpräsenz: www.bialapodlaska.pl
Biała Podlaska, Schlossturm und Radziwiłł-Park

Biała Podlaska [ˈbʲawa pɔd'laska]?/i ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Lublin.

Geschichte[Bearbeiten]

Zum ersten Mal wurde Biała Podlaska 1481 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1622 begann der Bau eines Schlosses. 1633 wurde von Krzysztof Ciborowicz eine Akademie gegründet. Von 1655 bis 1660 wurde der Ort von den Schweden während des Zweiten Nordischen Kriegs besetzt und dabei zerstört. Der Ort erholte sich davon aber schnell und erhielt noch im 17. Jahrhundert das Stadtrecht. Aus dieser Zeit stammt auch das Wappen der Stadt: Der Erzengel Michael mit einer Waage und einem Schwert in der Hand, Luzifer als Drachen niederringend. Im Zuge der 3. Teilung Polens wurde der Ort 1795 Österreich zugeschlagen. 1809 wurde er Teil des von Napoleon installierten Herzogtums Warschau und 1815 Teil des zum Zarenreich gehörenden Kongresspolen. 1867 wurde Biała Podlaska an das Schienennetz angeschlossen. 1919 wurde die Stadt Teil der Zweiten Polnischen Republik. 1924 nahm in der Stadt der Flugzeughersteller Podlaska Wytwórnia Samolotów (PWS) die Produktion auf. Das Werk wurde beim deutschen Einmarsch am 4. September 1939 bombardiert und zu 70 % zerstört. 1939 bis 1944 war der Ort von Deutschland besetzt. Von 1945 an war er wieder Teil Polens und von 1975 bis 1998 Hauptstadt der Woiwodschaft Biała Podlaska.

Sitz der Familie Radziwiłł[Bearbeiten]

Seit 1569 war Biała Podlaska im Besitz der Familie Radziwiłł. Unter ihrer Herrschaft blühte die Stadt auf. 1628 gründete Krzysztof Ciborowicz dort eine Akademie. Später wurden mehrere Kirchen und ein Krankenhaus erbaut. Durch die schwedische Invasion wurden 1655 Teile der Stadt zerstört, jedoch von Michał Radziwiłł und seiner Frau Katarzyna Sobieska wieder aufgebaut. 1670 verlieh Michael Kasimir Radziwiłł das Stadtrecht und ein Wappen, Erzengel Michael auf einem Drachen stehend. 1720 begann Anna Radziwiłł mit dem Bau des Schlossturms und das Tors; beide Gebäude existieren noch. Im 18. Jahrhundert wurde die Stadt und die Festung erneut zerstört, aber wieder aufgebaut. Der letzte Erbe war Dominik Hieronim Radziwiłł, gefallen am 11. November 1813 bei Hanau als Oberst der polnischen Armee.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

  • 1995 – 56.300
  • 2000 – 58.958
  • 2005 – 58.047

Gemeinde[Bearbeiten]

Die Stadt Biała Podlaska ist eine Kreisfreie Stadt. Zur Landgemeinde Biała Podlaska gehören folgende 41 Ortschaften mit einem Schulzenamt:

Cełujki
Cicibór Duży
Cicibór Mały
Czosnówka
Dokudów Drugi
Dokudów Pierwszy
Grabanów
Grabanów-Kolonia
Hola
Hrud
Husinka
Janówka
Jaźwiny
Julków-Zacisze
Kaliłów
Krzymowskie
Lisy
Łukowce
Michałówka
Młyniec
Ortel Książęcy Drugi-Ogrodniki
Ortel Książęcy Pierwszy
Perkowice
Pojelce
Porosiuki
Pólko
Rakowiska
Roskosz
Sitnik
Sławacinek Nowy
Sławacinek Stary
Styrzyniec
Surmacze
Swory
Sycyna
Terebela
Wilczyn-Kamieniczne
Woroniec
Woskrzenice Duże
Woskrzenice Małe
Wólka Plebańska
Zabłocie

Weitere Orte der Landgemeinde sind:

Franopol
Grabarka
Hulanka
Kępa
Kijowiec
Koślawe
Krąglik
Planowa
Podłąka
Podszosa
Smolne Piece
Sycyna (kolonia)
Terebela (kolonia)
Tolusin
Woskrzenice Duże (kolonia)
Woskrzenice Małe (kolonia)
Wozareckie Pieńki
Zagóra
Zielone

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Biała Podlaska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 17. Dezember 2014.