Bianchi (Radsportteam)

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Bianchi bezeichnet Radsportteams, die von dem italienischen Fahrradhersteller FIV Edoardo Bianchi S.p.A. unterhalten oder unterstützt werden oder wurden.

Das Unternehmen Bianchi ist einer der traditionsreichsten Sponsoren des Straßenradsports. Seit 1905 ist das Unternehmen fast ununterbrochen als Sponsor und Ausstatter von Profiteams tätig gewesen. Ab den 1950er Jahren fungierte Bianchi dabei meist als einer von zwei Hauptsponsoren. Außerdem stattete Bianchi zunehmend Mannschaften aus, ohne selbst als Hauptsponsor zu agieren.

Auf Rennrädern der Marke Bianchi fuhren viele bedeutende, meist italienische, Radrennfahrer. Den ersten großen Erfolg für die Marke erreichte Costante Girardengo bei seinem Giro d’Italia-Sieg 1919. Als bekanntester Bianchi-Fahrer gilt Fausto Coppi, der mit seinen großen Erfolgen (u.a. zwei Siege bei der Tour de France, fünf Siege beim Giro d’Italia, zwei WM-Titel) den legendären Ruf der celestefarbenen Fahrräder mit begründete. Weitere Weltmeister auf Bianchi waren 1973 Felice Gimondi, 1986 Moreno Argentin und 1992 Gianni Bugno. 1998 gewann Marco Pantani im Team Mercatone Uno-Bianchi nacheinander den Giro und die Tour de France.

Seit den 90er Jahren setzte das Unternehmen vermehrt auf Mountainbike-Wettbewerbe, wo es mehrfach Weltmeistertitel und Weltcups gewann.

Liste der Bianchi-Teams (Auswahl)[Bearbeiten]

Liquigas-Bianchi 2006
Jan Ullrich 2003

Sportliche Erfolge auf Bianchi-Rädern (Auswahl)[Bearbeiten]

Rennrad[Bearbeiten]

Mountainbike[Bearbeiten]

  • 1 Olympiasieger Athen 2004
  • 8 Weltmeistertitel
  • 12 Europameistertitel
  • 23 Nationale Meistertitel
  • 137 Erste Plätze

Wichtige Erfolge im Einzelnen[Bearbeiten]

1940 gewann Fausto Coppi den Giro d' Italia. Im Jahr 1942 stellte er einen Stundenweltrekord auf. 1947 wurde er Weltmeister und gewann den Giro zum zweiten Mal. 1949 gewann er als erster Fahrer die Tour de France und den Giro in einem Jahr. Im gleichen Jahr wurde er noch Verfolgungsweltmeister. 1952 gewann er abermals Giro und Tour und 1953 nochmals Giro und die Weltmeisterschaft.

Bis 1971 fuhr Eddy Merckx auf Bianchi.

1991 wurde Bruno Zanchi Downhill-Weltmeister und 1993 Dario Acquaroli Cross Country-Weltmeister.

1998 gewann Marco Pantani den Giro und die Tour de France, Stefano Garzelli die Tour de Suisse, Marco Velo wurde italienischer Zeitfahrmeister und das Martini-Team gewann mehrere Wettbewerbe beim Downhill und Cross Country.

1999 verteidigt Marco Velo seinen Titel und auch das Mountainbike Team Martini Racing war wiederum sehr erfolgreich.

2000 gewann Stefano Garzelli den Giro und Velo wurde zum wiederholten Male italienischer Zeitfahrmeister. Auch die Mountainbiker waren wieder erfolgreich. Jose Antonio Hermida vom Binachi Motorex Team wurde Weltmeister, Europameister und gewann den Weltcup. Vollet wurde französischer Meister und Acquaroli italienischer Meister.

2001 siegt Marco Velo erneut im Zeitfahren, das MTB-Team war weltweit führend bei Weltcup und Europameisterschaft mit José Antonio Hermida und Julien Absalon.

2002 gelangen auf der Straße dem Team Coast auf Bianchi mit Alex Zülle 21 Siege. Dem MTB-Team Motorex-Bianchi um Felice Gimondi gelingen insgesamt 21 Siege, darunter die Weltmeisterschaft.

2003 ist nach 19 Jahren Bianchi alleiniger Fahrrad-Sponsor eines Profi-Teams. Jan Ullrich erreicht dabei bei der Tour de France einen zweiten Platz hinter Lance Armstrong. Bei den Mountainbikes dominiert das Team Bianchi Motorex die Szene.

2004 gewinnt Julien Absalon die olympische Goldmedaille beim Cross-Country und wird außerdem Weltmeister. Im Straßenrennsport gewinnt Magnus Bäckstedt vom Team Alessio-Bianchi Paris-Roubaix und Cristian Moreni wird italienischer Meister.

Weblinks[Bearbeiten]