Bibliothèque nationale de Luxembourg

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Die Bibliothèque nationale de Luxembourg ist die Nationalbibliothek von Luxemburg und größte Bibliothek des Landes.

Sie entstand aus der 1798 von der französischen Verwaltung gegründeten Stadtbibliothek, die 1849 dem Staat übergeben und 1899 in Nationalbibliothek umbenannt wurde. Der erste Bandkatalog aus dem Jahr 1846 umfasste 9978 Bände. Ab 1903 wurde ein handschriftlicher Zettelkatalog geführt. 1973 wurde das heutige Gebäude am Boulevard Roosevelt 37 eröffnet. Heute gibt es zusätzlich noch zwei Zweigstellen und zwei Depots für Rara-Bestände. Zu den wertvollen Beständen zählen etwa 840 Handschriften und 150 Inkunabeln.

Die Bibliothek sammelt alle in Luxemburg erschienenen Werke, sowie im Ausland über Luxemburg und/oder dort von Luxemburgern veröffentlichte Publikationen. Sie verfügt aufgrund eines Gesetzes vom 10. August 1992 über das Pflichtexemplarrecht. Der Bestand an Luxemburgensia beläuft sich auf etwa 150.000 Bände. Die Bibliothek erstellt auch die Nationalbibliografie Bibliographie luxembourgeoise. Ein Gesetz vom 25. Juni 2004 hat den Aufgabenbereich der Nationalbibliothek auch auf die gesetzliche Hinterlegpflicht für digitalisierte Veröffentlichungen (Datenträger oder Internetpublikationen) ausgedehnt.

Darüber hinaus dient sie als wissenschaftliche Bibliothek für alle Wissensgebiete mit einem Bestand von etwa 750.000 Bänden und 3.600 laufenden Zeitschriften. Etwa 30.000 Bände sind im Lesesaal frei zugänglich. Der jährliche Zugang beträgt etwa 10.000 Bände. Vier Fünftel ihrer Bestände sind ausländischen Ursprungs.

Der Forschungscharakter der Nationalbibliothek gewinnt mit der Entwicklung der Universität Luxemburg, welche durch das Gesetz vom 12. August 2003 entstanden ist, noch an Bedeutung. Seit ihren Anfängen war sie aber immer auch für das breite Publikum zugänglich. Die Gesamtheit ihrer Einrichtungen steht Personen ab 16 Jahren zur Verfügung. Im Jahr 2006 verzeichnete die Bibliothek 3531 eingeschriebene Nutzer und 38.054 Ausleihen. Über Fernleihe wurden 4.413 Bestellungen im Ausland getätigt, davon 50 Prozent bei Bibliotheken in Deutschland.

Im Jahr 1985 hat die Nationalbibliothek den anderen luxemburgischen Bibliotheken vorgeschlagen, einen Bibliotheksverbund mit gemeinsamem Katalog zu gründen. Seitdem hat sich dieser Verbund, dessen gemeinsames elektronisches Nachweissystem von der Nationalbibliothek verwaltet wird, ständig erweitert. Heute zählt der Verbund bibnet.lu 35 Bibliotheken, darunter sämtliche Fakultätsbibliotheken der Universität und die Bibliotheken der staatlichen Kulturinstitute.

[Bearbeiten] Literatur

  • La Bibliothèque nationale de Luxembourg. Luxemburg 2007. ISBN 2-87980-053-6
  • Jean-Marie Reding: Das Bibliothekswesen Luxemburgs, ein Überblick. In: Bibliothek Forschung und Praxis. 32.2008,3, S. 325-334

[Bearbeiten] Weblinks

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