Bibliothek der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)

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Während der 750-Jahr-Feier der Stadt Eberswalde: Blick auf die Bibliothek

Die Bibliothek der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) wurde von den Architekten Herzog & de Meuron entworfen und 1998 fertiggestellt. Sie ist einer von zwei Neubauten der Architekten auf dem Campusgelände der Eberswalder Hochschule.

Gestaltung[Bearbeiten]

Eingang

Das Gebäude erscheint von außen als schlichter, introvertierter Quader. Der Fotokünstler Thomas Ruff gestaltete die Fassade. Sämtliche Glas- und Betonelemente wurden in einem speziellen Verfahren (ähnlich dem Siebdruck) seriell mit Fotografien bedruckt. Die visuellen Informationen der Außenhaut weisen auf den Informationsgehalt einer Bibliothek hin, sie versinnbildlichen laut Pierre de Meuron konzentriertes Wissen. Er sagte: Ohne die Fotos wäre das ein langweiliger Klotz. Im Jahr 1999 erhielt das neue Bibliotheksgebäude einen Architekturpreis für dessen gelungene Integration in das Umfeld der Friedrich-Ebert-Straße.

Geschichte des Gebäudes[Bearbeiten]

Seit der Fertigstellung 1998 wird das Gebäude durch die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) genutzt.

Rezeption des Neubaus[Bearbeiten]

Nachtaufnahme
Fassade der Bibliothek aus Fotobeton
  • Der Kultusminister von Brandenburg, Steffen Reiche (SPD) lobte den Mut zur zeitgenössischen Architektur und sagte: „Das ist ein maßgebliches Bauwerk der Moderne.“
  • Gunther Wolff, der erste Rektor der Fachhochschule, bezeichnete das Gebäude als „etwas gewöhnungsbedürftig“. „Die spektakuläre Architektur habe aber auch etwas Gutes, denn dadurch bemerke keiner das neue Bankgebäude gegenüber“.
  • 1999 wurde das „Gebäude im Kontext mit der städtebaulichen Konzeption“ mit dem Brandenburgischen Architekturpreis der Architektenkammer Brandenburg ausgezeichnet.
  • Die NZZ bezeichnet das Gebäude als „Tätowierte Kiste“[1]
  • Berliner Zeitung: „Ohne die Fotos wäre das ein langweiliger Klotz“[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Artikel in der Zeitschrift El Croquis: Herzog & de Meuron 1993–1997. Nr. 84, S. 150–155, 1997

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. NZZ Folio 6/1999, Ausgabe vom 1. Juni 1999
  2. Berliner Zeitung, Ausgabe vom 8. April 1999

52.83333333333313.816944444444Koordinaten: 52° 50′ 0″ N, 13° 49′ 1″ O