Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen

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Die Brixner Barockbibliothek

Die Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen ist eine Fachbibliothek für Theologie und Philosophie in Brixen, die zugleich als Diözesanbibliothek für die Diözese Bozen-Brixen fungiert. Da die Hochschule auf das 1607 gegründete Priesterseminar zurückgeht, wird sie üblicherweise als Bibliothek des Priesterseminars Brixen bezeichnet.

Bemerkenswert sind der bedeutende Altbestand und seine Unterbringung in einer 1764–1771 unter Fürstbischof Leopold von Spaur geschaffenen spätbarocken Bibliothek mit Gemälden von Franz Anton Zeiller.[1] Die Decke wird von zwei Säulen getragen, die die Schrift und die Tradition versinnbildlichen sollen. In diesem Raum sind heute noch über 20.000 Druckschriften aufgestellt.

Von den Handschriften stammen etwa 120 aus dem Mittelalter.[2] Die Bibliothek verwahrt über 300 Inkunabeln und etwa 2000 Drucke des 16. Jahrhunderts. Teilweise sind auch die Bibliotheken der Fürstbischöfe von Brixen in die Bibliothek eingegangen, darunter auch die von Melchior von Meckau.

Literatur[Bearbeiten]

  • Irmgard Plankensteiner: Der Brixner Hofmaler Franz Anton Zeiller: 1716–1794. Universität Innsbruck 1978.
  • Karl Gruber: Das Priesterseminar in Brixen – mit Heilig-Kreuz-Kirche, Bibliothek und Phil. Theol. Hochschule. Bozen: Tappeiner 1990.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hannes Obermair: Frühes Wissen. Auf der Suche nach vormodernen Wissensformen in Bozen und Tirol. In: Hans Karl Peterlini (Hrsg.), Universitas Est, Bd. I: Essays zur Bildungsgeschichte in Tirol/Südtirol vom Mittelalter bis zur Freien Universität Bozen. Bozen: Bozen/Bolzano University Press 2008, S. 35–87, Bezug S. 83ff.
  2. Die Zimelien sind ausführlich beschrieben bei Julius Hermann, Die illuminierten Handschriften in Tirol (Beschreibendes Verzeichnis der illuminierten Handschriften in Österreich Bd. 1). Leipzig: Hiersemann 1905, S. 14–44.

46.7153611.65912Koordinaten: 46° 42′ 55″ N, 11° 39′ 33″ O