Bichelsee-Balterswil

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Bichelsee-Balterswil
Wappen von Bichelsee-Balterswil
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Münchwilenw
BFS-Nr.: 4721i1f3f4
Postleitzahl: 8362
UN/LOCODE: CH BWI (Balterswil)
Koordinaten: 711465 / 25651747.4499948.91666601Koordinaten: 47° 27′ 0″ N, 8° 55′ 0″ O; CH1903: 711465 / 256517
Höhe: 601 m ü. M.
Fläche: 12.1 km²
Einwohner: 2693 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 223 Einw. pro km²
Website: www.bichelsee-balterswil.ch
Karte
Bichelsee Glotner Weier Hasenloo Weier Bettenauer Weier Kanton St. Gallen Kanton Zürich Bezirk Frauenfeld Bezirk Weinfelden Aadorf Bettwiesen Bichelsee-Balterswil Bichelsee-Balterswil Braunau TG Eschlikon Fischingen TG Lommis Münchwilen TG Rickenbach TG Sirnach Tobel-Tägerschen Wängi Wilen TGKarte von Bichelsee-Balterswil
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Bichelsee-Balterswil ist eine politische Gemeinde im Bezirk Münchwilen des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Bichelsee-Balterswil liegt im Hinterthurgau,[2] dem südwestlichen, gebirgigen Teil des Kantons (auch Tannzapfenland genannt).

Die Gemeinde Bichelsee-Balterswil entstand am 1. Januar 1996 aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Ortsgemeinden Balterswil und Bichelsee.

  • Balterswil liegt auf 575 m ü. M. und zählt 1130 Einwohner (frühere BFS-Nr.: 4721)
  • Bichelsee liegt auf 601 m ü. M. und zählt 935 Einwohner (frühere BFS-Nr.: 4722)

Geschichte[Bearbeiten]

Bichelsee Dorf
Bichelsee

Am 4. Juni 817 wird Ifinwilare (Ifwil) das erste Mal in einer Schenkungsurkunde des Kaiser Ludwig des Frommen an das Kloster St. Gallen erwähnt. Am 25. März 885 wird Baldherreswilare (Balterswil) das erste Mal in einer Urkunde des Abts von St. Gallen erwähnt. Am 10. Januar 894 wird erstmals in einer Schenkungsurkunde Pichelense (Bichelsee) erwähnt. Das Kloster St. Gallen erhielt damals in Bichelsee (Pichelense) Dienstleute, Häuser, Zugtiere, Wiesen etc. geschenkt. Am 6. November 912 taucht erstmals Ittenasana (Itaslen) in einer Urkunde auf. Bis ins Jahr 1209 sind keine weiteren urkundliche Eintragungen bekannt.

Die Herren von Bichelsee sind im Jahre 1209 das erste Mal urkundlich erwähnt. Es wird vermutet, dass der Ursprung der beiden Brüder Walter der I. und Eberhard der I. mit dem Ursprung der Herren von Elgg zusammenhängt. Diese edlen Herren waren Dienstleute des Klosters St. Gallen und gehörten zum niederen Adel. Das Gebiet, das die Herren von Bichelsee beherrschten, war um einiges grösser als die Ausdehnung der heutigen Politischen Gemeinde. Im Jahre 1250 wurde durch Eberhard I. von Bichelsee das Kloster Tänikon gegründet. In diesen Jahren wurde auch die Burg Neu-Bichelsee gebaut, die aber bereits im Jahre 1273 durch Rudolf von Habsburg geplündert wurde. Die Burg Neu-Bichelsee wurde nie wieder aufgebaut.

1884 brannte das Dorf Balterswil zum grössten Teil ab.[3]

In Bichelsee entstand 1899 die erste Raiffeisenkasse der Schweiz. Das wurde durch den Pfarrer Johann Traber in die Wege geleitet. Der Entscheid der Raiffeisenbank im Jahre 2012, den Gründungssitz die Filiale Bichelsee zu schliessen, stiess auf Widerstand.[4]

Politik[Bearbeiten]

Die SVP ist seit den Nationalratswahlen 2011 nun auch die stärkste Partei in Bichelsee-Balterswil. Bei den Nationalratswahlen 2011 machte die SVP 2059 Parteistimmen, gefolgt von der CVP mit 1555.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die reformierte Kirche wurde 1960 erbaut, nach dem Modulor von Le Corbusier. Eine künstlerische Besonderheit ist die Eingangstüre mit den Tieren der Arche Noah, die in modern stilisierten Formen in das Holz geschnitzt sind.

Der Bichelsee ist ein flacher See mit etwa 300 Meter Durchmesser. Der westliche Teil mit dem Strandbad liegt schon auf dem Gebiet des Kantons Zürich.

Bilder[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Ruine Alt-Bichelsee

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bichelsee-Balterswil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. bichelsee-balterswil.ch: Bichelsee-Balterswil, Zugriff am 14. Oktober 2010
  3. Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Herausgeber): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: Aa – Emmengruppe. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902, S. 133, Stichwort Balterswil  (Scan der Lexikon-Seite).
  4. SF-Videoportal Widerstand gegen Schliessung http://www.srf.ch/player/tv/schweiz-aktuell/video/widerstand-gegen-schliessung-der-ersten-raiffeisenbank?id=0a76fc5d-7e87-42f0-9166-b289fa11fdb3