Bichlbach

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Bichlbach
Wappen von Bichlbach
Bichlbach (Österreich)
Bichlbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 30,64 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 10° 47′ O47.42083333333310.7913888888891079Koordinaten: 47° 25′ 15″ N, 10° 47′ 29″ O
Höhe: 1079 m ü. A.
Einwohner: 753 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 25 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6621
Vorwahl: 05674
Gemeindekennziffer: 7 08 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchhof 58
6621 Bichlbach
Website: www.bichlbach.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Klaus Ziernhöld
Lage der Gemeinde Bichlbach im Bezirk Reutte
Bach Berwang Biberwier Bichlbach Breitenwang Ehenbichl Ehrwald Elbigenalp Elmen Forchach Grän Gramais Häselgehr Heiterwang Hinterhornbach Höfen Holzgau Jungholz Kaisers Lechaschau Lermoos Musau Namlos Nesselwängle Pfafflar Pflach Pinswang Reutte Schattwald Stanzach Steeg Vorderhornbach Tannheim Vils Wängle Weißenbach am Lech Zöblen TirolLage der Gemeinde Bichlbach im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
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Bichlbach von Osten mit Almkopf und Thaneller
Bichlbach von Osten mit Almkopf und Thaneller
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Bichlbach ist eine Gemeinde mit 753 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Reutte, Tirol (Österreich). Sie gehört zum Gerichtsbezirk Reutte.

Geographie[Bearbeiten]

Bichlbach liegt auf 1079 m ü. A. im Zwischentoren, dem Tal, welches das Ehrwalder Becken mit dem Lechtal verbindet. Im Gemeindegebiet verläuft die Wasserscheide zwischen Lech und Loisach. Die Gemeinde besteht aus drei Ortschaften, dem lang gezogenen Straßendorf Bichlbach (1079 m ü. A., 550 Einwohner) und den beiden nahe beisammen liegenden Dörfern Lähn (1112 m ü. A., 225 Einwohner) und Wengle (1083 m ü. A., 76 Einwohner; Einwohnerstand jeweils 15. Mai 2001).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Heiterwang
Nachbargemeinden Lermoos
Berwang

Geschichte[Bearbeiten]

Die Besiedelung erfolgte vom Allgäu aus. Erstmals erwähnt wurde der Ort 1300 als Puechelpach, was so viel heißt wie „von Buchen umstandener Bach“. In Bichlbach wurde wie in Biberwier Bergbau betrieben. Es wurden Blei- und Galmeierze abgebaut. Der Ort Mittewald wurde 1456 durch eine Lawine zerstört und an anderer Stelle als Lähn (=„Lawine“) wiederaufgebaut. Dieser Ort wurde 1689 ebenfalls von einer Lawine zerstört. Lähn bildete bis 1816 die Bistumsgrenze zwischen Augsburg und Brixen.

Bis 1859 war Bichlbach Sitz einer Maurer- und Zimmerleutezunft, der Großen Zunft Bichlbach. Mitglied war unter anderen der Baumeister Joseph Michael Schnöller. Die Zunftkirche von Bichlbach in ihrem barocken Stil ist heute als einzige ihrer Art im deutschsprachigen Raum erhalten.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In rot ein schwarzer, doppelköpfiger Adler, von einem silbernen Pfahl belegt, darin eine nach links blickende, schwarz gewandete Figur des heiligen Josef, ein silbernes Zimmermannsdreieck haltend.

Das 1974 verliehene Gemeindewappen ist dem Zunftsiegel von 1694 nachempfunden und zeigt den heiligen Josef als Patron der Handwerker vor einem schwarzen Doppeladler.[1] Die Farben der Gemeindefahne sind Schwarz - Rot.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bichlbach ist heute unter anderem eine zweisaisonale Tourismusgemeinde mit Schwerpunkt im Wintertourismus (durch die Lage am Eingang nach Berwang). Die Gemeinde liegt an der Fernpassstraße und ist mit dem Bahnhof Bichlbach-Berwang sowie den Haltestellen Lähn und Bichlbach-Almkopfbahn an der Außerfernbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bichlbach

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bichlbach ist der Geburts- und Heimatort des amerikanischen Zeitungsverlegers Alois Zotz.

Die Weltmeisterin im Ski-Riesenslalom Nicole Hosp ist Bürgerin der Gemeinde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bichlbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bichlbach – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Eduard Widmoser: Tiroler Wappenfibel. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1978, ISBN 3-7022-1324-4, S. 63.