Bieberehren

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bieberehren
Bieberehren
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bieberehren hervorgehoben
49.51555555555610.007777777778248Koordinaten: 49° 31′ N, 10° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Röttingen
Höhe: 248 m ü. NHN
Fläche: 14,83 km²
Einwohner: 913 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97243
Vorwahlen: 09335, 09338
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 118
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
97285 Röttingen
Webpräsenz: www.bieberehren.de
Bürgermeister: Michael Volkert (FW)
Lage der Gemeinde Bieberehren im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Bieberehren ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Röttingen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Bieberehren liegt in der Planungsregion Würzburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Bieberehren gehören fünf Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Bieberehren, Buch und Klingen.

Geschichte[Bearbeiten]

1103 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung. 1359 zur Pfarrei erhoben, war das Dorf dem Stift St. Stephan zu Bamberg inkorporiert. Früher Ortsadel waren die von Biberern. Der Ort gehörte zusammen mit Burgerroth und Buch zum Rittermannslehen Reichelsberg und die Herren von Hohenlohe-Brauneck hatten das Sagen. Im Jahre 1390, nach dem Aussterben der Hohenloher-Braunecker, kam Bieberehren mit seinem Umgriff als erledigtes Lehen zu Bamberg. Bischof Lamprecht von Bamberg tauschte die Reichelsburg und die Dörfer Baldersheim, Bieberehren, Burgerroth und Buch mit Bischof Gerhard von Würzburg gegen Burgebrach und den Würzburger Besitz in Ebermannstadt und Senftenberg. 1401, am Mittwoch vor Ägidi (31. August), belehnte der Würzburger Bischof Johann I. von Egloffstein den Erbkämmerer Konrad von Weinsberg mit der Herrschaft Reichelsberg und der Burg, dem Markt Aub, halb Baldersheim, Burgerroth, Buch, Bieberehren, Hopferstadt, Gülchsheim und Stalldorf. 1516 kam die Burg mit dem Aussterben des Mannesstammes der Weinsberger an Katharina Gräfin von Königstein, geborene von Weinsberg, die Reichelsburg 1521 an Fürstbischof Konrad II. von Thüngen für 49.000 Gulden verkaufte. Bieberehren wurde 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit dem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Klingen eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 kam Buch hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1034[4]
  • 1970: 1057[4]
  • 1987: 0988
  • 2000: 1023
  • 2011: 0937

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Engelbert Zobel (Freie Wähler).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 320.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 8000 Euro.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das historische Rathaus von 1612
  • Rathaus aus dem Jahr 1612
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul
  • Marienkapelle
  • Kreuzkapelle
  • Trachtenkapelle Bieberehren

Romantische Straße[Bearbeiten]

Bieberehren liegt an der vom Augsburger Bürgermeister Wegele 1950 aus Gründen der Fremdenverkehrsförderung Romantische Straße genannten touristischen Route. Sie verbindet eine Reihe von Städten mit weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Stadtkernen, im zentralen Bereich zwischen Würzburg und Augsburg, u. a. Bad Mergentheim, Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Nördlingen im Ries und Donauwörth.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 362. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 39 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 824 Hektar, davon waren 648 Hektar Ackerfläche und 173 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Früher bestand mit der 36,5 km langen Gaubahn der Bayerischen Staatseisenbahnen vom 30. April 1907 an ein Bahnanschluss von Ochsenfurt am Main zunächst bis Röttingen in Unterfranken. Am 17. November 1909 wurde die Strecke bis Weikersheim zur Taubertalbahn Lauda–Crailsheim und damit nach Württemberg verlängert; gleichzeitig erhielt sie einen 6,1 Kilometer langen Abzweig nach Creglingen im Taubertal, die geplante Verlängerung nach Rothenburg ob der Tauber wurde aber nie Wirklichkeit. Während der Personenverkehr schon 1974 bzw. 1967 endete, bestand bis Anfang der 1990er-Jahre Güterverkehr. Danach wurde die Trasse abgebaut und zu großen Teilen zu einem Radweg (Taubertalradweg und Gaubahnradweg) umgebaut.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 42 Kindern

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bieberehren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/170046&attr=OBJ&val=1782
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 545.
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.