Bielice (Maszewo)

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Bielice
Wappen fehlt
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Bielice (Polen)
Bielice
Bielice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Goleniów
Gmina: Maszewo
Geographische Lage: 53° 30′ N, 15° 7′ O53.50472222222215.121944444444Koordinaten: 53° 30′ 17″ N, 15° 7′ 19″ O
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 91
Kfz-Kennzeichen: ZGL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Stodólska - Sokolniki
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów

Bielice (deutsch Wittenfelde, Kreis Naugard) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Westpommern und gehört zur Gmina Maszewo (Massow) im Kreis Goleniów (Gollnow).

Geographische Lage[Bearbeiten]

Bielice liegt drei Kilometer östlich der Stadt Maszewo (Massow) in Hinterpommern. Die ehemalige Kreisstadt Nowogard (Naugard) ist 20 Kilometer entfernt und die jetzige Kreisstadt Goleniów (Gollnow) 26 Kilometer.

Nachbarorte von Bielice sind: Dębice (Eichenwalde) im Norden, Nastazin (Hermelsdorf) im Osten, Sokolniki (Falkenberg) im Süden und Maszewo im Westen.

Ortsname[Bearbeiten]

Die Ortsbezeichnung Bielice findet sich in Polen dreizehn Mal. Nur wenige Kilometer weiter südlich ist das Dorf Bielice im Powiat Pyrzycki (Kreis Pyritz). Der Name Wittenfelde findet sich in Pommern drei Mal, darunter das polnische Witno nur wenige Kilometer weiter nördlich im Powiat Gryficki (Kreis Greifenberg).

Geschichte[Bearbeiten]

Bis 1945 war Wittenfelde ein Dorf im Landkreis Naugard im Regierungsbezirk Stettin der preußischen Provinz Pommern. Es gehörte zum Amts- und Standesamtsbezirk Hermelsdorf (heute polnisch: Nastazin) und zum Amtsgerichtsbereich Massow (Maszewo).

Die Zahl der Einwohner belief sich 1900 auf 253, 1933 waren es 257 und 1939 noch 224.

Seit 1945 ist Bielice ein Teil der Stadt- und Landgemeinde Maszewo im Powiat Goleniowski in der Woiwodschaft Westpommern (bis 1998 Woiwodschaft Stettin).

Kirche[Bearbeiten]

Vor 1945 war die Einwohnerschaft von Wittenfelde überwiegend evangelischer Konfession. Das Dorf bildete eine eigenständige Kirchengemeinde als Filialgemeinde im Kirchspiel Falkenberg (heute polnisch: Sokolniki), zu dem auch die Filialgemeinde Tolz (Tolcz) gehörte. Es war in den Kirchenkreis Freienwalde (Chociwel) in der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert. Im Jahre 1940 zählte die Kirchengemeinde Wittenfelde 217 Gemeindeglieder. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Hermann Blumenbach.

Seit 1945 ist die Bevölkerung von Bielice fast ausnahmslos katholischer Konfession. Das Dorf ist jetzt Sitz einer eigenständigen Pfarrei im Dekanat Maszewo (Massow) im Erzbistum Stettin-Cammin der Katholischen Kirche in Polen. Die Kirche trägt jetzt den Namen Kościół p.w św.Wojciecha BM.

Hier lebende evangelische Kirchenglieder sind dem Pfarramt in Stettin in der Diözese Breslau der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen zugeordnet.

Verkehr[Bearbeiten]

Bielice liegt 1 Kilometer südöstlich der Woiwodschaftsstraße 106 (Kamień Pomorski (Cammin) - ) Rzewnowo (Revenow) - Nowogard (Naugard) - Stargard Szczeciński (Stargard in Pommern) - Pyrzyce (Pyritz) (zwischen Naugard und Stargard ist es die Trasse der ehemaligen Reichsstraße 163) an einer Nebenstraße, die Stodólska (Ackerhof) mit Sokolniki (Falkenberg) verbindet.

Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Verweise[Bearbeiten]

  • August Barfknecht: Geschichte Wittenfeldes und des Landes Massow. Bauernschicksal ist Volksschicksal. Verlag der Heimatblätter, Naugard 1930.
  • Hans Moderow: Die Evangelischen Geistlichen Pommerns von der Reformation bis zur Gegenwart. Teil 1: Der Regierungsbezirk Stettin. Niekammer, Stettin, 1903. (Digitalisat)