Biermaße

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Weizenbierglas mit Füllstrich, Inhaltsangabe (0,5 Liter) und Herstellerzeichen (Sahm)

Als Biermaße werden unterschiedliche Servierformen, Glas- und Krugvolumina sowie -formen für Biergläser bezeichnet.

Als Teil der Trinkkultur sind sie Gegenstand der Volkskunde. Praktische Bedeutung haben sie in der Gastronomie, bei der Glasherstellung und in den verschiedenen Darreichungsformen des Einzelhandels, so bei Multipack oder Sechserträger. Die gastronomisch verwendeten Biermaße gehen teilweise auf regional unterschiedliche Mess- und Gesetzesvorgaben zurück.

Im gewerblichen Ausschank verwendete Schankgefäße sind in einigen Ländern mit einem Füllstrich versehen, der Hersteller muss dann die Konformität mit den entsprechenden Richtlinien, unter anderem der Europäischen Messgeräterichtlinie (MID) erklären und nachweisen. In anderen Bierkulturen, beispielsweise im Vereinigten Königreich, wird das Glas bis zum Rand gefüllt. Der damit verbundene Aufwand reduziert die verfügbaren Schankgefäße, die regional zudem auf die jeweilige Biersorte oder das regionale Brauwesen abgestimmt sind. Typische Packmittel- und Flaschennormen sind die DIN 6075-2, DIN 6198 sowie die DIN 6199.

Bis in die 1950er Jahre herrschte die Gastronomie als Vertriebsform vor, sowohl für den Kauf als auch direkt in der Gaststätte (Kneipe). Die übliche Transportform war Bier im Fass. Tendenziell findet Bierkonsum zunehmend vor allem in Privathaushalten statt. Brauereien setzen mittlerweile vorzugsweise Flaschenbier in entsprechend gestalteten Getränkekisten um, deren Logistik und Gebinde damit wirtschaftlich große Bedeutung zukommt.[1]

Eine Liste regionaler und historischer Bezeichnungen von Biermaßen findet sich unter Bierglas#Biermaße.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Gestaltung von Bierkästen im Spannungsfeld zwischen marketinglogistischen Standardisierungserfordernissen und marketingpolitischen Individualisierungserfordernissen, Evelyn Falke, Diplomarbeiten Agentur, 27. Februar 1998