Bieruń

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Bieruń
Wappen von Bieruń
Bieruń (Polen)
Bieruń
Bieruń
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Landkreis: Bieruń-Lędziny
Fläche: 40,31 km²
Geographische Lage: 50° 6′ N, 19° 6′ O50.119.1Koordinaten: 50° 6′ 0″ N, 19° 6′ 0″ O
Höhe: 240 m n.p.m
Einwohner: 19.696
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 43-150 bis 43-155
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SBL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: CieszynWarschau, KrakauBreslau
Nächster int. Flughafen: Krakau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Einwohner: 19.696
(31. Dez. 2013)[1]
Gemeindenummer (GUS): 2414011
Verwaltung (Stand: 2013)
Bürgermeister: Bernard Pustelnik
Adresse: Rynek 14
43-150 Bieruń
Webpräsenz: www.bierun.pl

Bieruń (deutsch Berun) ist die Kreisstadt des Powiat Bieruńsko-Lędziński in Polen im Süden der Woiwodschaft Schlesien und zählt fast 20.000 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 25 km südlich von Kattowitz.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Die Stadt Bieruń gliedert sich in folgende Stadtteile:

  • Bieruń Stary (Alt Berun)
  • Bieruń Nowy (Neuberun)
  • Bijasowice (Biassowitz)
  • Czarnuchowice (Czarnuchowitz)
  • Jajosty (Jajost)
  • Ściernie (Sciern)

Geschichte[Bearbeiten]

Eine erste feste Siedlung an der Stelle des heutigen Bieruń gab es bereits im 13. Jahrhundert. 1327 fiel die Ansiedlung an Böhmen. 1376 wurde eine Siedlung namens de Berouna erwähnt. Das Stadtrecht erhielt Berun 1387 von Herzog Johann II. dem Eisernen. Eine Bierbrauerei nahm 1525 ihren Betrieb auf. 1526 übernahmen die Habsburger die Herrschaft über das Gebiet.

1742 fiel das Gebiet an Preußen und gleichzeitig verlor Berun sein Stadtrecht. Die Stadt wurde 1816 dem Landkreis Pleß zugeordnet und lag direkt an der Grenze zum geteilten Polen. Etwa 100 Jahre später wurde die erste zwischenstaatliche Straße Oberschlesiens errichtet, die durch den Ort ging. 1865 erhielt der Ort wieder das Stadtrecht und den Namen Alt Berun, da zwischenzeitlich bei Zabrzeg ein Neuberun entstanden war. Am 18. Juni 1845 zerstörte ein verheerender Stadtbrand Berun. Für den Wiederaufbau der Stadt spendete der preußische König Friedrich Wilhelm IV. 9000 Taler.[2] Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden eine Sprengstoff- und eine Zigarettenfabrik in Bieruń.

Nach dem Ersten Weltkrieg versuchten in der Region Aufständische das Gebiet gewaltsam an den neuen polnischen Staat anzugliedern. In der Volksabstimmung in Oberschlesien 1921 über die staatliche Zugehörigkeit wurden in Alt Berun 1427 oder 82,1% der Stimmen und in Neuberun 292 oder 58,4% für Polen abgegeben.[3] So wurde die Stadt 1922 polnisch.

1975 verlor der Ort seine Selbständigkeit und wurde Teil Tychys. 1991 wurde Bieruń wieder selbständig.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen von Bieruń (inkl. Gutsbezirk):[4]


Politik[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Schrotholzkirche St. Valentin

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die Schrotholzkirche ist seit 1680 dem heiligen Valentin (Św. Walenty) geweiht und wurde von 1634 bis 1626 errichtet. Ein Brand im Jahre 1972 beschädigte den Bau schwer, der in der Folge originalgetreu wiederhergestellt wurde und noch immer über eine reiche barocke Ausstattung verfügt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bieruń – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 10. Juli 2014.
  2. Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865 (Digitalisat)
  3. Vgl. oberschlesiende.de; abger. am 16. August 2008
  4. Quellen der Einwohnerzahlen:
    1845: [1] – 1855, 1861: [2] – 1885, 1905, 1910: [3] – 1940: [4] – 1995, 2000, 2005: [5]