Big Mac

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Big Mac (Begriffsklärung) aufgeführt.
McDonald’s Big Mac

Der Big Mac, in Deutschland ehemals auch als Big Mäc[1] bezeichnet, ist eine doppelstöckige Variante des Hamburgers, die unter dieser Bezeichnung nur bei McDonald’s produziert und verkauft werden darf.

Geschichte des Big Mac[Bearbeiten]

Erstmals wurde er 1968 auf dem amerikanischen Markt eingeführt, als Antwort auf die Werbeinitiative der Hamburgerkette Burger King „Je größer der Burger, desto besser der Burger“ für ihren Whopper. Entwickelt hatte ihn ein Jahr vorher Jim Delligatti, der Betreiber eines McDonald’s-Restaurants in Uniontown im US-Staat Pennsylvania.

Die Vorlage für den Big Mac liefert offensichtlich der Big Boy, der einer Anekdote zufolge bereits 1936 von Bob Wian an seinem Ein-Mann-Stand „Bob’s Pantry“ im kalifornischen Glendale aus Spaß entwickelt wurde. In der Folgezeit wurde durch den Erfolg des Big Boy der Stand zu einem Restaurant und später zu einer Restaurantkette namens Bob’s Big Boy.

Der große Hamburger Royal kam erst 1971 in den USA als Quarter Pounder auf den Markt; er ist im Gegensatz zum Big Mac einstöckig, dafür aber breiter. Ein ähnlicher Hamburger der Fast-Food-Kette Burger King, mit ebenfalls zwei Hackfleischscheiben, heißt Big King und kam erst einige Zeit später in den Verkauf.

Zubereitung[Bearbeiten]

Japanischer Big Mac

Ein Big Mac besteht von unten nach oben aus folgenden Komponenten:

  • Boden des Hamburger- bzw. Weichbrötchens oder Bun
  • spezielle Big-Mac-Soße (10 Milliliter)
  • Zwiebelwürfel aus rehydrierten, durch Gefriertrocknung hergestellten Zwiebelflocken (ges. 3,5 Gramm)
  • Eisbergsalat in Streifen (12,5 Gramm)
  • Cheddar-Schmelzkäsescheibe
  • eine Scheibe gebratenes Rinderhackfleisch, Beef Patty genannt (45 Gramm vor Zubereitung)
  • Mittelteil des Brötchens
  • Soße (wie oben)
  • Zwiebelwürfel (wie oben)
  • Eisbergsalat (wie oben)
  • zwei Gewürzgurkenscheiben (wenn es kleine Scheiben sind, drei Stück)
  • gebratenes Rinderhackfleisch (wie oben)
  • Deckel des Hamburgerbrötchens, mit Sesamsaat bestreut

Die Soße wird von Hand aus kalibrierten Kartuschen herausgepresst. Dies soll gewährleisten, dass jeder Big Mac die gleiche Menge enthält. Die Zwiebelwürfel, Gewürzgurkenscheiben und das Hackfleisch sind mit denen des firmeneigenen Hamburgers bzw. Cheeseburgers identisch. Der Salat ist mit dem Salat des Hamburger Royal TS identisch.

Für die Fertigung des Big Macs wurde ein spezieller Toaster entwickelt, der sowohl die Unter- und Oberseite einseitig als auch die Zwischenscheibe beidseitig toastet. Dabei werden höchstens vier Big Macs parallel gefertigt und anschließend in Pappschachteln verpackt.

Nährwertangaben[Bearbeiten]

Laut der Nährwert-Tabelle von McDonald’s, erstellt nach dem Bundeslebensmittelschlüssel, ergeben sich für einen Big Mac von 219 Gramm folgende Werte: 2073 kJ/495 kcal, 25 g Fett, 40 g Kohlenhydrate und 27 g Eiweiß.[2]

Varianten[Bearbeiten]

Als Variante des Big Macs wird in einigen Ländern der Double Big Mac mit vier (statt zwei) 45.4-Gramm-Fleischstücken und einer zusätzlichen Käse-Scheibe angeboten. Erhältlich ist er u. a. in Kanada und Australien; eine gewisse Zeit war er auch in den Vereinigten Staaten verfügbar.

In Indien wird der Big Mac in einer Variante mit Hühnchen- anstelle von Rindfleisch, sowie mit einer anderen Sauce und Tomaten als Chicken Maharaja Mac verkauft, da der Verzehr von Rindfleisch im Hinduismus verboten ist.[3] Dieser fungiert auch im Big-Mac-Index als Ersatz für den Big Mac.

Big-Mac-Index[Bearbeiten]

Aufgrund der weltweiten Bekanntheit des Big Mac publiziert die britische Wirtschaftszeitschrift The Economist jährlich den so genannten Big-Mac-Index, einen Index der Lebenshaltungskosten, der auf dem Preis des Big Mac in verschiedenen Ländern basiert. Damit machte man sich zwei für Fast Food charakteristische Eigenschaften zunutze: gute Verfügbarkeit an vielen Orten und ein überall fast identisches Produkt, das meist aus regionalen Rohstoffen hergestellt wird und somit den Einfluss von Weltmarktpreisen auf diesen Index verringert.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Jeffrey Tennyson: Hamburger Heaven. Ullstein, 1995.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. McDonald's schafft „Big Mäc“ und „Fishmäc“ ab. Welt Online, 1. Juni 2007
  2. Nährwerttabellen. McDonald’s Deutschland, 2010
  3. http://images.businessweek.com/ss/09/07/0722_innovative_burgers/8.htm

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Big Mac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien