Big Willie Style

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Big Willie Style
Studioalbum von Will Smith
Veröffentlichung 24. November 1997
Label Columbia Records
Format CD, LP
Genre Eastcoast Hip-Hop
Anzahl der Titel 17
Laufzeit 58:17 Min

Produktion

Chronologie
Big Willie Style Willennium
(1999)

Big Willie Style ist das Debütalbum des US-amerikanischen Rappers und Schauspielers Will Smith als Solokünstler. Es wurde 1997 veröffentlicht und ist sein bis heute erfolgreichstes Werk.

Über das Album[Bearbeiten]

Big Willie Style war das erste Album von Smith nach vier Jahren und ohne seinen langjährigen Partner Jazzy Jeff, der allerdings einige Songs des Albums produzierte.

Es besteht überwiegend aus „Party Jams“,[1] deren Melodien oftmals von älteren Black-Music-Hits stammen (siehe Big Willie Style#Samples). Inhaltlich repräsentiert Smith zumeist die eigene Person und ihr Leben als Hollywoodstar, aber auch als Privatperson und Familienmensch (etwa in „Just the Two of Us“). Die Songs „Chasing Forever“ und „I Loved You“ behandeln seine Erfahrungen in Liebesbeziehungen.

Der Leadsänger der Funk- und R&B-Gruppe Cameo Larry Blackmon, das Hip-Hop-Duo Camp Lo und die Rapperin Lisa „Left Eye“ Lopes des Pop-Trios TLC sowie eine Reihe unbekannterer R&B-Sänger sind auf dem Album vertreten.

Singles[Bearbeiten]

Will Smith im Jahr 2008

Die erste Single von Big Willie Style war „Men in Black“. Ihr Inhalt und Video war deutlich vom gleichnamigen Film inspiriert. Der Song war in den USA vier Wochen auf Platz 1 der Hot 100 Airplay, wurde aber nicht als Single veröffentlicht. Dagegen erreichte er in Deutschland, England, Australien, Frankreich, der Schweiz und Neuseeland die Spitze der Charts. 1998 gewann der Song in der Kategorie Best Rap Solo Performance einen Grammy Award.

Die zweite Single war „Just Cruisin'“ und ebenfalls auf dem Soundtrack zu Men in Black vertreten. Sie erreichte Platz 27 der Media Control Charts, Platz 23 der UK Top 40 und Platz 7 in Schweden. Auf der US-Version des Albums ist sie nicht enthalten.

Im Januar 1998 kam „Gettin' Jiggy wit It“ heraus und belegte für zwei Wochen die Spitzenposition der Billboard Hot 100, sowie Top-10-Positionen in mehreren weiteren Ländern. Der Song erhielt 1999, ebenso wie „Men in Black“ ein Jahr zuvor, den Grammy für die Best Rap Solo Performance, womit Smith der bisher einzige Künstler ist, der diesen Preis für zwei Songs des gleichen Albums erhielt. Beide Songs erhielten zudem einen Video Music Award.

Als vierte Single wurde das Lied „Just the Two of Us“ ausgekoppelt, welches sich inhaltlich an seinen Sohn Trey, der auch im dazugehörigen Video zu sehen ist, richtet. Es belegte Platz 20 in den USA, in Neuseeland erreichte es Platz 6, in England Platz 2.

Die letzte Single des Albums, knapp ein Jahr nach dem Album veröffentlicht, war „Miami“. Der Song erreichte Platz 5 der Austria Top 40, Platz 4 der Schweizer Hitparade und Platz 3 der UK Top 40. Damit erreichten vier der fünf Singles des Albums die Top-5 in England. Das Video zu „Miami“ gilt als das siebtteuerste aller Zeiten und enthält einen frühen Gastauftritt von Eva Mendes.[2] Gegen Ende des Videos ist der „Miami Mix“ des Liedes zu hören.

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Intro
  2. Y'All Know
    • Produziert von Andreao „Fanatic“ Heard
  3. Gettin' Jiggy wit It
    • Produziert von Poke and Tone
    • Co-produziert von L.E.S.
  4. Candy (featuring Larry Blackmon and Cameo)
    • Produziert von Poke and Tone
    • Co-produziert von L.E.S.
  5. Chasing Forever
    • Produziert von Poke and Tone
    • Co-produziert von L.E.S.
  6. Keith B-Real I (Interlude)
    • Produziert von Poke and Tone
    • Co-produziert von Will Smith
  7. Don't Say Nothin'
    • Produziert von Jazzy Jeff und Keith Pelzer
    • Co-produziert von Ryan Toby
  8. Miami
    • Produziert von L.E.S. und Poke and Tone
  9. Yes Yes Y'All (featuring Camp Lo)
    • Produziert von Poke and Tone
    • Co-produziert von L.E.S.
  10. I Loved You
    • Produziert von Jazzy Jeff, Keith Pelzer und Valvin Roane
    • Co-produziert von Ryan Toby
  11. Keith B-Real II (Interlude)
    • Produziert von Poke and Tone
    • Co-produziert von Will Smith
  12. It's All Good
    • Produziert von Jazzy Jeff
  13. Just the Two of Us
    • Produziert von Sauce
  14. Keith B-Real III (Interlude)
    • Co-produziert von Will Smith
    • Produziert von Poke and Tone
  15. Big Willie Style (featuring Left Eye)
    • Produziert von L.E.S.
  16. Men in Black
    • Produziert von Poke and Tone
  17. Just Cruisin (Remix)'
    • Produziert von Poke and Tone
    • Co-produziert von L.E.S.

Samples[Bearbeiten]

Die meisten Songs des Albums sind musikalisch auf Samples aus Funk-, R&B- und Disco-Stücken aus den 70ern und 80ern aufgebaut.

Sister Sledge werden auf Gettin' Jiggy wit It gesamplet
Joe Farrell wird auf I Loved You gesamplet

Verwendete Samples:

Rezeption[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

Das Album wurde bei seinem Erscheinen für den gelungenen Spagat zwischen „hip-hop street cred and mainstream glamour“ gelobt.[1] Dass Smith dem von ihm mitgeprägten Pop-Rap weiter nachging und nicht gegen den populären Straßen- und Gangsta-Rap eintauschte, wurde meist positiv bewertet.

„Throughout, he displays the confident craft of a screenwriter and the unthreatened bounce of a guy with little to prove. In doing so, he tells the larger story of rap values tweaking the American dream, of how he's come to terms with the conflict between the neighborhood and the global cineplex. The result is an exceptional megacelebrity album.“

Rolling Stone (3,5 von 5 Punkten)[1]

„Instead of trying to toughen his image, Smith continued with the friendly, humorous pop-rap that has been his trademark since He's the DJ, I'm the Rapper. Of course, he gives the music a glossy modern sheen (ironically based on early-'80s funk) in order to prove that he's still hip - and it works. Sure, there's filler scattered all the way the through the album, but the best moments (…) rank among his best singles.“

All Music Guide (4 von 5 Punkten)[3]

„The musical world suffered no great loss when Will Smith ditched rapping for acting. His ’80s hip-hop, as the Fresh Prince, had marginal novelty teen appeal. But his first album in four years is worse, lapsing into nonstop pop-rap clichés. Even the smash single „Men in Black,“ included here, merely exploits his celebrity and the goodwill built up by the movie. At this point, Smith has as much business rapping as Eddie Murphy does singing.“

Entertainment Weekly (C-)[4]

Erfolge[Bearbeiten]

Big Willie Style gilt als eines der kommerziell erfolgreichsten Hip-Hop-Alben aller Zeiten. Bislang haben sich weltweit mindestens 12 Millionen Einheiten des Albums verkauft, in den USA wurde es mit 10-fach-Platin ausgezeichnet.[5] In den Charts war es ebenfalls erfolgreich und konnte unter anderem in England, Frankreich und den USA eine Top-10-Position belegen. In England hielt sich das Album 56, in den USA 99 Wochen in den Charts.

Charts[Bearbeiten]

Album[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkung
DE[6] AT[7] CH[7] UK[8] US[9]
1997 Big Willie Style 20 9 21 9 8

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkung
DE[10] AT[11] CH[11] UK[8] US[12]
1997 Men in Black 1 2 1 1 -
nicht in den USA veröffentlicht
1997 Just Cruisin' 27 - - 23 -
1998 Gettin' Jiggy wit It 18 37 32 3 1
1998 Just the Two of Us 81 - - 2 20
1998 Miami 12 5 4 3 17

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Rezension der Rolling Stone, 24. November 1997
  2. „10 Most Expensive Music Videos of All Time w/ Videos“, 12. August 2008
  3. Rezension des All Music Guides
  4. Rezension der Entertainment Weekly, 15. Dezember 1997
  5. Informationen zum Album
  6. Big Willie Style in den deutschen Charts
  7. a b Smith u. a. in den österreichischen und schweizerischen Charts (Alben)
  8. a b Smith in den britischen Charts
  9. Big Willie Style in den US-amerikanischen Charts (Version vom 23. April 2008 im Internet Archive)
  10. Smith in den deutschen Charts (Singles)
  11. a b Smith u. a. in den österreichischen und schweizerischen Charts (Singles)
  12. Smith in den US-amerikanischen Charts (Singles) (Version vom 27. Dezember 2008 im Internet Archive)