Bila Krynyzja (Hlyboka)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bila Krynyzja
(Біла Криниця)
Wappen fehlt
Bila Krynyzja (Ukraine)
Bila Krynyzja
Bila Krynyzja
Basisdaten
Oblast: Oblast Tscherniwzi
Rajon: Rajon Hlyboka
Höhe: 449 m
Fläche: Angabe fehlt
Einwohner: 169 (2004)
Postleitzahlen: 60440
Vorwahl: +380 3734
Geographische Lage: 47° 59′ N, 25° 53′ O47.97583333333325.883611111111449Koordinaten: 47° 58′ 33″ N, 25° 53′ 1″ O
KOATUU: 7321086303
Verwaltungsgliederung: 2 Dörfer
Bürgermeister: Petro Ostafijtschuk
Adresse: 60440 с. Старий Вовчинець
Statistische Informationen
Bila Krynyzja (Oblast Tscherniwzi)
Bila Krynyzja
Bila Krynyzja
i1

Bila Krynyzja (ukrainisch Біла Криниця; russisch Belaja Kriniza, Белая Криница, rumänisch Fântâna Albă, bis 1918 unter österreichischer Verwaltung Fontina Alba oder Biala Kiernica) ist ein Dorf in der Oblast Czernowitz der westlichen Ukraine. Es befindet sich im Rajon Hlyboka nur wenige hundert Meter nördlich der ukrainisch-rumänischen Grenze in der historischen Landschaft Bukowina. Zusammen mit dem nordöstlich gelegenen Dorf Staryj Wowtschynez bildet es die Landratsgemeinde Staryj Wowtschynez.

Uspenski-Dom (Mariä-Entschlafens-Kathedrale)


Die Hierarchie von Belaja Kriniza (Belokrinizkaja hierarchija) der Altgläubigen hatte hier ihren Hauptsitz (offiziell ist er es noch heute), seit 1940 befindet sich dieser in Brăila. Die Lipowanische Christliche Kirche vom Alten Ritus (siehe auch Lipowaner) und die Russisch-Orthodoxe Altritualistische Kirche gehören dieser an.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1785 als eine von mehreren Lipowanerkolonien gegründet, nachdem das Gebiet mit dem Namen Warniza schon 1784 für die Ansiedlung der Lipowaner auserkoren wurde.[1] Bis 1918 war er ein Teil des österreichischen Kronlandes Bukowina (im Gerichtsbezirk Sereth), danach kam es zu Rumänien und lag im Kreis Storojineț. Nach der Besetzung der Nordbukowina durch die Sowjetunion 1940 als Folge des Hitler-Stalin-Paktes kam es am 1. April 1941 zum Massaker von Fântâna Albă, bei dem etwa 200 Menschen durch sowjetische Truppen getötet wurden. Im Sommer 1941 eroberte Rumänien das Gebiet und den Ort wieder zurück, seit 1944 ist er jedoch wiederum ein Teil der Sowjetunion beziehungsweise seit 1991 der Ukraine.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bila Krynyzja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Das Entstehen und die Entwicklung der Lippowaner-Kolonien in der Bukowina, Seite 268

Literatur[Bearbeiten]

  •  Raimund Friedrich Kaindl: Das Entstehen und die Entwicklung der Lippowaner-Kolonien in der Bukowina. Kaiserliche Akademie der Wissenschaften, Wien 1896 (online bei Google Books).