Bildmaß

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Bildmaß ist ein Begriff aus dem mathematischen Teilgebiet der Maßtheorie und dient dazu, Eigenschaften, die ein Maß in einem Maßraum Ω hat, auf einen anderen Raum Ω' zu übertragen. Hierbei werden mithilfe einer messbaren Funktion g die verschiedenen Werte des Maßes auf Ω in den Raum Ω' transportiert. Das so auf Ω' definierte Maß ist das Bildmaß.

Eine wichtige Rolle spielt das Bildmaß insbesondere bei der Definition der Wahrscheinlichkeitsverteilung einer Zufallsvariable.

[Bearbeiten] Definition

(Ω,Σ,μ) sei ein Maßraum und g:\Omega\to\Omega' eine Σ-Σ'-messbare Funktion in einen Messraum (Ω',Σ'). Dann ist

 \mu \circ g^{-1} \, : \, A \mapsto \mu(g^{-1}(A)) \;\;\;\;\; (A \in \Sigma')

ein Maß auf (Ω',Σ'), das Bildmaß von μ, g. g^{-1}(A)\; bezeichnet dabei das Urbild von A\;.

[Bearbeiten] Anwendungsbeispiel

Für eine messbare Funktion f : \Omega' \to \overline\mathbb R (wobei \overline\mathbb R := \mathbb R \cup \{-\infty, +\infty \} die erweiterten reellen Zahlen bezeichnet) gilt der folgende Transformationssatz für messbare Mengen A\subseteq\Omega'\; :

\int_{g^{-1}(A)} f \circ g \; d\mu = \int_A f \; d(\mu \circ g^{-1}),

wenn mindestens eines der beiden obigen Integrale definiert ist.[1]

[Bearbeiten] Quellen

  1. Robert B. Ash: Real Analysis and Probability. Academic Press, New York 1972. ISBN 0-12-065201-3. Theorem 1.6.12.
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen
Andere Sprachen