Bildwiederholfrequenz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Bildwiederholrate)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Die Artikel Bildfrequenz und Bildwiederholfrequenz überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. 217.253.16.58 12:43, 13. Jun. 2012 (CEST)

Die Bildwiederholfrequenz oder Bildwiederholrate ist ein Begriff aus der Film-, Fernseh- und Computertechnik. Sie bezeichnet die Anzahl der Einzelbilder pro Sekunde, die z. B. auf eine Kinoleinwand projiziert werden oder auf einen Fernsehbildschirm oder Monitor durch dessen Elektronenstrahl geschrieben werden. Man gibt diese in aller Regel in der Einheit Hertz (Hz) oder, gleichwertig, als fps (Frames per second = Bilder je Sekunde) an. Bei digitalen Medien und bei Kino-Projektionen wird zwischen der Bildwiederholrate des Films und derjenigen, die der Projektor darstellt, unterschieden.

Wirkung[Bearbeiten]

Bei der Video- bzw. Bewegtbildwiedergabe wird die physiologische Eigenschaft des menschlichen Sehvermögens ausgenutzt, dass sich Änderungen des Bildinhaltes mit dem im Millisekundenbereich weiterbestehenden Nachbild des vorherigen Bildinhaltes vom Seheindruck her vermischen.[Beleg?]

Hier ist eine Unterscheidung zwischen Bildrate und Bildwiederholfrequenz wichtig, da diese nicht identisch sein müssen. Die Bildrate sollte einen Wert von ca. 30 Bildern/Sekunden nicht unterschreiten, um dem menschlichen Auge bei bewegten Bildinhalten einen flüssigen Bildeindruck vermitteln zu können. Dabei ist die Grenze zur Wahrnehmung einer fließenden Bewegung von Mensch zu Mensch leicht verschieden. Die heute im Kino übliche Bildrate von 24 Hz begrenzt die Bewegtbilddarstellung, was dazu führt, dass sich Objekte, die sich mit ungünstiger, mittlerer Geschwindigkeit auf dem Bild bewegen, als „ruckelnd“ wahrgenommen werden. Eine gute Regie weiß das zu vermeiden, indem beispielsweise Kameraschwenks nur sehr langsam oder ausreichend schnell erfolgen. Die Aufzeichnung mit Studiokameras oder Camcordern verwendet das Zeilensprungverfahren, was durch die höhere Bildrate mit 50 bzw. 60 Bewegungsphasen pro Sekunde deutliche Vorteile z. B. bei Sportaufnahmen bietet.

Die Bildwiederholfrequenz eines Bildschirms trägt entscheidend zum Flimmereindruck bei. Das hängt jedoch auch von der verwendeten Bildschirmtechnologie ab. So wird beispielsweise im Kino jedes der 24 Bilder pro Sekunde (= 24 Hz Bildrate) zweimal mit einem Shutter projiziert, also mit einer Bildwiederholfrequenz von 48 Hz abwechselnd an und dunkel geschaltet. Bei Flüssigkristallbildschirmen hingegen wirkt sich die Bildwiederholfrequenz kaum auf den Flimmereindruck aus, da prinzipbedingt die Helligkeit jedes Bildpunktes zwischen den Bildwechseln nahezu konstant bleibt, was Hell-Dunkelwechsel vermeidet. Bemerkenswert ist, dass das menschliche Sehvermögen in den Außenbereichen durch die Stäbchen empfindlicher bei Helligkeitsänderungen reagiert. Flimmern wird daher eher wahrgenommen, wenn man z. B. einen Röhrenmonitor aus einem Augenwinkel betrachtet.

Für schnell bewegte Bilder (Sport, Videospiele, etc.) haben Bildschirmtechnologien Vorteile, die eine ausreichend hohe Bildwiederholfrequenz mit mind. 50 Hz und eine möglichst kurze Bildpunktleuchtdauer aufweisen. Kathodenstrahlröhrenbildschirme sind hier prinzipbedingt gegenüber LCD-Technologien im Vorteil, da jeder Bildpunkt innerhalb der Bildperiodendauer (= 1/Bildwiederholfrequenz) nur kurzzeitig aufblitzt und somit Bewegungen einen sehr scharfen Bildeindruck beim Betrachter hinterlassen. Auch OLEDs (PMOLED/AMOLED) bieten mit einer besonders kurzen Reaktionszeit diesen Effekt, aktuelle S-AMOLEDs haben eine Reaktionszeit von unter 0,1 ms, weshalb sich auf diesen Bildschirmen kaum sog. „Ghosting“ feststellen lässt. Im menschlichen Sehapparat entsteht aus diesen kurz aufleuchtenden Einzelaufnahmen eine flüssige Bewegung. Die Forschung im Bereich der LCD-Technik versucht, das durch Techniken wie „scanning backlight“ oder „black stripe insertion“ (Flüssigkristallbildschirm) zu verbessern, was eine effektive Verkürzung der Bildpunktleuchtdauer (wie beim Kathodenstrahlröhrenbildschirm) bewirkt. Natürlich kann dadurch wieder Bildflimmern entstehen, was aber durch eine ausreichend hohe Bildwiederholrate größer ca. 80 Hz nicht wahrgenommen wird. Ein Ansatz der Displayindustrie, die Bewegtbilddarstellung durch die Verkürzung der LCD-Schaltzeit zu verbessern, bringt bei LCD-Schaltzeiten kleiner ca. 10 ms keine sichtbare Verbesserung mehr.

Einige Filmschaffende, wie der amerikanische Regisseur James Cameron, plädieren seit einigen Jahren für die Einführung einer höheren Bildfrequenz.[1][2]

Standards[Bearbeiten]

Bei der Darstellung im Zeilensprungverfahren, wie es bei PAL oder NTSC (analoges Fernsehen) verwendet wird, wird als Bildwiederholfrequenz im Allgemeinen die Halbbildfrequenz genannt, also bei PAL 50 Hz und ca. 59,94 Hz (genau 60000/1001 Hz) bei NTSC. Die Vollbildfrequenz ist jeweils nur halb so hoch. Das so mit Bildröhren erzeugte Bild wird von den meisten Menschen als flimmernd empfunden. Bei modernen Geräten wird die Wiederholfrequenz mit Hilfe eines Bildspeichers deshalb auf 100 Hz erhöht.

Manche Anzeigegeräte (LCD, Projektoren) werden nicht mit der von der Grafikkarte ausgegebenen Frequenz aufgefrischt, was für die Frequenzkonvertierung einen Bildspeicher im Gerät voraussetzt. Während diese Geräte mit diversen Bildwiederholfrequenzen im Eingangssignal klarkommen, wird das beste Bild durch Anpassung der Eingangsfrequenz an die eigentliche Auffrischfrequenz erreicht – bei fast allen heutigen Geräten ist das 60 Hz.

Übliche Bildwiederholraten

  • PC-Röhrenmonitoren (ca. 1982…1987): 50…60 Vollbilder/Sekunde
  • PC-Röhrenmonitoren (ab ca. 1990): 60…200 Vollbilder/Sekunde
  • PC-LC-Display: 60 Vollbilder/Sekunde

Berechnung[Bearbeiten]

Die Bildwiederholfrequenz f_V von Computermonitoren lässt sich näherungsweise folgendermaßen berechnen:

 f_V = \frac{f_H}{n \cdot 1{,}05}

Wobei f_H die Horizontalfrequenz (Anzahl der Zeilen pro Sekunde) und n die Anzahl der Zeilen (vertikale Auflösung) ist.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hollywoods mächtigster Nerd, 27. März 2012, Spiegel online
  2. Ruckel-Kino unerwünscht: Cameron wünscht sich mehr als 24 Bilder pro Sekunde, 21. Januar 2010, heise online