Bilibino
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| Stadt
Bilibino
Билибино
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Bilibino (russisch Били́бино) ist ein Ort im Autonomen Kreis der Tschuktschen im Nordosten Sibiriens. Es hat 5640 Einwohner (Berechnung 2008; mit den Ortsteilen Krutoi und Keperweem), einen Flugplatz im Dorf Keperweem, und liegt am gleichnamigen Fluss. Die Stadt liegt 653 km nordwestlich der Oblasthauptstadt Anadyr.
Bilibino ist der Standort eines Kernkraftwerkes, welches das einzige Tschukotkas und auch des gesamten Föderationskreises Ferner Osten ist. Das Kraftwerk wurde im Jahre 1974 eröffnet und besitzt vier Reaktoren.
Die Landschaft, in welcher Bilibino liegt, ist die Übergangszone zwischen dem Nadelwald und der Tundra in den Tschuwanischen Bergen. Die Region und die Täler des Kleinen Anjui und des Keperweem wurden im 19. Jahrhundert von Russen und Jukagiren übersiedelt, nachdem dort seit etwa dem Jahr 1000 nur Tschuktschen lebten. Im 20. Jahrhundert wurde die Gegend industriell erschlossen, mehrere Minensiedlungen, darunter Bilibino, wurden gegründet. Der Rajon Bilibino verfügt praktisch über kein Straßennetz, lediglich der Hauptort selbst und die Nachbarorte Krutoi und Keperweem sind durch Allwetterpisten verbunden. Es gibt eine Winterpiste von Nischnekolymsk in Jakutien über Bilibino nach Pewek.
Der Ort ist nach dem russischen Geologen Juri Bilibin benannt. Er wurde 1955 gegründet. 1958 bekam Bilibino den Status einer städtischen Siedlung, die Stadtrechte erhielt es allerdings erst im Jahre 1993.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1959 | 635 |
| 1970 | 10.693 |
| 1979 | 12.711 |
| 1989 | 15.558 |
| 2002 | 6.181 |
| 2008 | 5.640 |
Anmerkung: 1959–2002 Volkszählungsdaten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Igor Iwanowitsch Schuwalow (* 1967), Politiker
[Bearbeiten] Weblinks
- www.bilibino.com (russisch)
- Informationen über die Stadt (russisch)
Verwaltungszentrum: Anadyr
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