Bilkheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bilkheim
Bilkheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bilkheim hervorgehoben
50.4970447.947624296Koordinaten: 50° 30′ N, 7° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wallmerod
Höhe: 296 m ü. NHN
Fläche: 2,65 km²
Einwohner: 477 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56414
Vorwahl: 06435
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 210
Adresse der Verbandsverwaltung: Gerichtsstraße 1
56414 Wallmerod
Webpräsenz: www.wallmerod.de
Ortsbürgermeister: Michael Becker
Lage der Ortsgemeinde Bilkheim im Westerwaldkreis
Karte

Bilkheim ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wallmerod an.

Geographie[Bearbeiten]

Bilkheim liegt ca. 13 km nordöstlich von Montabaur in einem Talkessel, direkt an der Grenze zu Hessen. Der Schafbach entspringt oberhalb des Dorfes, fließt seitlich an Bilkheim vorbei und mündet in den Walmeroder Bach, der seinerseits kurz danach in den Salzbach mündet. Zu Bilkheim gehört auch der Wohnplatz Schloß Neuroth.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt als Bullincheym wurde Bilkheim durch den adeligen Dietrich von Brambach zu Neurod im Jahre 1345.

1664 wurde das Wasserschloss Hof Neuroth als Witwensitz des Hauses Walderdorff erbaut. Es wurde aus dem Jahr 1695 ein Grabstein mit dem Ortsnamen Bilkheim gefunden.

Im Jahre 1828 wurden die ersten Urnengräber aus der Hallstattkultur (700 bis 500 v. Christus) auf der „Heide“ entdeckt. Durch diese Gräberfunde ist belegt, dass es bereits vor weit über 2000 Jahren eine Siedlung im Raum Bilkheims gegeben haben muss. Die Gräberfunde werden teilweise im Museum Wiesbaden ausgestellt bzw. archiviert.

Im Jahre 1901 wurde in Bilkheim eine Schule gebaut, die sich jetzt in privatem Besitz befindet. Eine inzwischen zu einem Rad- und Wanderweg zurückgebaute Eisenbahnstrecke wurde 1910 gebaut und verband mit Westerburg und Montabaur.

Die alten Häuser entlang der Hauptstraße werden überwiegend von „neuen“ Bilkheimern gekauft und bewohnt. Die Nachkommen der „alten“ Bilkheimer ziehen aus dem Ortskern aus und bauen in den anliegenden Baugebieten.

Die ursprüngliche Religion in Bilkheim war bis vor ca. 50 Jahren zu 100 % römisch-katholisch. Durch die fortschreitende Globalisierung sind jedoch inzwischen viele Glaubensrichtungen in Bilkheim vertreten.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bilkheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 185
1835 214
1871 234
1905 208
1939 255
1950 264
Jahr Einwohner
1961 263
1970 332
1987 347
1997 444
2005 496
2012 477

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bilkheim besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Durch Göpelschnitt geteilt. Vorn auf goldenem, mit einem schräglinks steigenden blauen Wellenkeil belegten Wellenschildfuß, in Rot ein silberner Schlossturm. Hinten in Silber ein roter Turm mit drei Zinnen und drei silbernen Fenstern. Unten in Grün eine goldene Urne, umlegt von sechs silbernen gleichschenkligen Trapezen“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Bilkheim hat jedes Jahr drei Großveranstaltungen:

  • Kirmes: Am letzten Wochenende im August findet jedes Jahr die traditionelle Kirmes im/am Gemeindehaus St. Barbara statt.
  • Backesfest: Am ersten Wochenende im August findet jedes Jahr das Backesfest statt. Dieses Fest wird von allen Vereinen zusammen gestaltet.
  • Weihnachtsmarkt: Im Dezember 2006 wurde erstmals ein Weihnachtsmarkt veranstaltet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bilkheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 51 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen