Bill Demong

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Bill Demong Nordische Kombination SkilanglaufSkispringen
Bill Demong in Vancouver 2010
Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 23. März 1980
Geburtsort Saranac Lake
Karriere
Disziplin Nordische Kombination
Skilanglauf
Skispringen
Verein New York Ski Education Foundation
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2010 Vancouver 4 x 5 km Team
Gold 2010 Vancouver Einzel Großschanze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Silber 2007 Sapporo Einzel Normalschanze
Gold 2009 Liberec Einzel Großschanze
Bronze 2009 Liberec Einzel Normalschanze
Bronze 2013 Val di Fiemme Team Normalschanze
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
Gold 1999 Saalfelden Team
Silber 2000 Štrbské Pleso Team
Platzierungen im Weltcup der Nordischen Kombination
Weltcupdebuet 11. Dezember 1997
Weltcupsiege 9
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzel 9 5 2
 Sprint 0 1 3
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
Weltcupdebuet 16. März 2013
letzte Änderung: 12. August 2013

Bill Demong (* 29. März 1980 in Saranac Lake) ist ein US-amerikanischer Nordischer Kombinierer, Skispringer und Skilangläufer.

Werdegang[Bearbeiten]

Nordische Kombination[Bearbeiten]

Demong begann 1989 mit dem Skisport und startet heute für den Lake Placid Ski Club. Seit 1997 startete er auf internationaler Ebene und war 1997 zu seinen ersten Nordischen Juniorenskiweltmeisterschaften, belegte im Gundersen auf den 37. Platz und im Team den Elften Platz und ein Jahr später in St. Moritz war er sechster im Team und 18. Einzel. Außerdem wollte er zu den Olympischen Spielen, dafür trainierte er in der Saison 1997/98 hart. Im Dezember 1997 bestritt er sein Weltcup-Debüt in Steamboat Springs und kam im Sprint auf den 43. Platz. Die Verantwortlichen des US-Skiverbandes war es ausreichend und nahmen ihn zu seinen ersten Olympische Winterspiele 1998 in Nagano mit. Dort kam er mit der Staffel auf den zehnten Platz und im Einzel auf den 34. Platz. Eine Saison später bekam er seine ersten Weltcuppunkte. 1999 durfte er auch zu seinen ersten Nordische Skiweltmeisterschaft 1999 nach Ramsau fahren. Bei den Weltmeisterschaften verbesserte er seine Leistung und kam im Sprint auf den 18. Platz, Einzel auf Platz 27 und im Team auf den zehnten Platz. Die dritten Nordischen Juniorenskiweltmeisterschaften 1999 in Saalfelden verliefen sehr gut, denn im Team sprang die Goldmedaille und im Einzel der 13. Platz heraus.[1]

In der Saison 1999/2000 belegte im Weltcup in Vuokatti einen beachtlichen elften Platz und meldete seine Ansprüche auf die Spitzenplätze in Zukunft an. Bei seinen vierten und letzten Nordischen Juniorenskiweltmeisterschaften 2000 in Štrbské Pleso verliefen ebenfalls gut. Mit den Team sprang die Silbermedaille heraus und im Einzel kam er auf den 24. Platz. In der Weltcupsaison war Demong siebenmal unter den ersten 15. Bei seiner zweiten Nordischen Skiweltmeisterschaft 2001 in Lahti musste der Amerikaner im Sprint und im Einzelrennen mit sehr enttäuschenden Ergebnissen zufriedengeben und mit dem landete die Team nur auf dem achten Platz. Im Olympiawinter 2001/2002 gewann er in Liberec seinen ersten Weltcupsieg seiner Karriere. Bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City konnte er nicht an seine guten Einzelleistungen anknüpfen, aber im Team zeigte er gute Leistung im Springen, verpasste den Anschluss in der Loipe und so sprang mit seinen Teamkollegen Matt Dayton, Johnny Spillane und Todd Lodwick nur der vierte Platz wie in Lahti heraus. Nach dem Sommer-Grand Prix 2002 in Winterberg stürzte er aus dem Teamhotel ins leere Swimmingpool und sog sich dabei schwere Schädelfrakturen zu. Wegen der Belastung des Skispringens stand die Karriere als Kombinierer in frage. Die ganze Saison 2002/03 musste er wettkampfmäßig pausieren. Aber die Ärzte erlaubten ihm nur Ausdauertraining auf den Langlaufskiern und starte seine zweite Karriere als Skilangläufer.[1]

Nach einer langen Wettkampfpause startete er in die Saison 2003/04. Weil ihm die Sprungpraxis und die alte Form fehlte, landete er bis Weihnachten in allen Weltcupveranstaltungen außerhalb der Punkteränge. Deshalb wurde er Anfang Januar 2004 in den B-Weltcup versetzt, um seine Form wiederzufinden. Das gelang ihm ganz gut, denn er fand wieder zur alter Stärke zurück. Am Ende der Saison erreichte er wieder Topergebnisse. Zu beginn der Weltmeisterschaftssaison 2004/05 schaffte er im B-Weltcup drei Podestplätzen in folge, darunter war ein Sieg in Lake Placid. Danach wurde wieder in den A-Weltcup geholt und erreichte sechs Ergebnisse unter den ersten 15. Am Ende landete er im Gesamtweltcup auf den 17. Platz. Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaften 2005 in Oberstdorf erreichte ein guten 12. Platz. Mit der Staffel kam nur fünfter Platz zustande und im Sprint fuhr als 19. ein. Weil ihm im darauf folgenden Wintersaison 2005/06 immer noch einige Leistungen fehlte wurde er für einige Rennen in den B-Weltcup versetzt und zeigte vor Weihnachten mit zwei B-Weltcupsiege in Lake Placid und Park City und bewies wieder gute A-Weltcupplatzierungen. Aber bei seiner dritten Teilnahme an den Olympischen Spielen 2006 in Turin setzte sich Demong unter Druck und zeigte nicht sein wahres Leistungsniveau. Im Einzel Platz 15, im Sprint nur der 25. Platz und mit der Team nur der enttäuschende siebende Platz.[1]

In der Weltcupsaison 2006/07 war von Demong bis zum Jahreswechsel nicht viel zusehen, aber im neuen Jahr wurde immer stärker und hatte in Oberstdorf und in Ruhpolding zweimal einen vierten Platz. Bei den Titelkämpfen in Sapporo bestätigte er seine guten Leistungen, denn er war im Einzel nur 8,5 Sekunden hinter Ronny Ackermann und gewann die Silbermedaille. Im Sprint belegte der 13. Platz und Team den neunten Platz. Bis zum Ende der Weltcupsaison konnte er seine guten Leistungen weiter bestätigen und so gewann der in Lahti seinen zweiten Weltcupsieg im Einzel und wurde in Oslo den dritten Platz im Sprint. Auch in der nächsten Saison 2007/08 konnte er um die Topplätze mitkämpfen, so war er 16. mal unter den ersten zehn, darunter war auch sein dritter Weltcupsieg in Trondheim. Die Weltcupsaison 2008/09 verlief für Demong sehr viel versprechend, den er gewann 5. Weltcupsiege und wurde im Gesamtweltcup wieder wie im Vorjahr dritter. Bei seinen fünften Nordischen Skiweltmeisterschaften 2009 in Liberec verliefen ebenfalls sehr gut wie die Weltcupsaison. Im Massenstart sprang der fünfte Platz heraus, im Einzel von der Normalschanze die Bronzemedaille und von der Großschanze die Goldmedaille.[1]

Bill Demong beim skaten zum Sieg im 10 km einzeln Großschanze bei den Olympischen Winterspielen 2010

In der Olympischensaison 2009/10 gewann er die Weltcupstation im Val di Fiemme und wurde am Ende im Gesamtweltcup 12. Gemeinsam mit Brett Camerota, Todd Lodwick und Johnny Spillane gewann Demong am 23. Februar 2010 die Silbermedaille im Team-Wettbewerb der Olympischen Winterspiele in Vancouver. Wenige Tage später gewann er im Einzel von der Großschanze die Goldmedaille. Die Weltcupsaison 2010/11 war für Demong zum vergessen, denn bei acht Starts kann er nur viermal in die Punkteränge und wurde im Gesamtweltcup 44. Die Nordischen Skiweltmeisterschaft 2011 in Oslo verliefen nicht nach seinem Geschmack. Im Einzel von der Normalschanze reihte er sich auf den siebenten Platz ein, von der Großschanze war nur sechste Platz drin. Mit seinen beiden Teameinsätze verpasste er immer knapp die Medaillenränge, ein sechster und vierter Platz. Ein dritter und vierter Platz waren die besten Ergebnisse in der Weltcupsaison 2011/12. Insgesamt wurde er 20 im Weltcupgesamtstand. Auch die Saison 2012/13 war nicht seine beste. Das beste Ergebnis erreichte er mit Platz 12 in Klingenthal. Hingegen verlief die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 im Val di Fiemme ganz gut. Im Teamwettberwerb gewann er mit seinen Teamkollegen Taylor Fletcher, Bryan Fletcher und Todd Lodwick von Normalschanze und der anschließenden 4x5 km Langlauf die Bronzemedaille. [1]

Skilanglauf[Bearbeiten]

Nach seinen Unfall starte er beim American Birkebeiner 2002 in Wisconsin, erreichte einen guten 14. Platz.[1] Am 22. Februar 2003 gab er sein Debüt im Marathon Cup in Hayward, belegte nach 52 km Freistil Massenstart den 14. Platz. Im folgenden Winter 2003/04 war nur im Continental Cup in Soldier Hollow beim 10 km Freistil zusehen und kam auf den 25. Platz. Bei seinen ersten Nordische Skiweltmeisterschaft 2011 in Oslo als Skilangläufer kam er nur im 50-km-Rennen zum Einsatz und wurde 51. Beim Marathon Cup-Rennen 2013 in Samedan kam er nach 42 km auf den 34. Platz. Außerdem Debüte Demong am 16. März 2013 im Skilanglauf-Weltcup in Oslo, wurde im 50-km-Massenstart-Rennen 58.

Skispringen[Bearbeiten]

2004 war Demong bei zwei FIS-Rennen und 2009 beim Teamspringen in Lahti, wo er mit seinen Teamkollegen Anders Johnson, Nicholas Fairall und Eric Camerota mit Platz 12 nicht den zweiten Durchgang erreichte.

Privat[Bearbeiten]

Demong besuchte in der Schulzeit die Saranac Lake Central School und die National Sports Academy in Lake Placid. In der Jugendzeit arbeitete er als Zimmermann. [1] Er ist mit Kathrine Koczynski verheiratet.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land Disziplin
1.
20. Januar 2002 Liberec Tschechien Gundersen
2.
9. März 2007 Lahti Finnland Gundersen
3.
8. Dezember 2007 Trondheim Norwegen Gundersen
4.
20. Dezember 2008 Ramsau Österreich Gundersen
5.
16. Januar 2009 Whistler Kanada Gundersen
6.
15. Februar 2009 Klingenthal Deutschland Gundersen
7.
6. März 2009 Lahti Finnland Gundersen
8.
15. März 2009 Vikersund Norwegen Gundersen
9.
10. Januar 2010 Val di Fiemme Italien Gundersen

B-Weltcupsiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land Disziplin
1.
16. Dezember 2004 Lake Placid Vereinigte Staaten Gundersen
2.
16. Dezember 2005 Park City Vereinigte Staaten Sprint
3.
20. Dezember 2005 Lake Placid Vereinigte Staaten Gundersen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bill Demong – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Bill Demong. vom 4. November 2008. Abgerufen am 11. August 2013.