Billy Squier

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Billy Squier (* 12. Mai 1950 in Wellesley (Massachusetts) als William Haislip Squier) ist ein amerikanischer Rockmusiker. Drei der von ihm veröffentlichten Alben konnten sich in den 1980er Jahren in den Top 10 der Billboard 200-Albumcharts platzieren, daneben veröffentlichte er mehrere Hitsingles. Musikalisch ist er dem Stadionrock zuzuordnen.

Karriere[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Don't Say No
  US 6 15.08.1981 (10 Wo.) [1]
Emotions in Motion
  DE 63 20.09.1982 (1 Wo.)
  US 5 18.09.1982 (9 Wo.) [1]
Signs of Life
  DE 59 27.08.1984 (1 Wo.)
  US 11 04.08.1984 (17 Wo.) [1]
Enough is Enough
  US 61 18.10.1986 (12 Wo.) [1]
Creatures of Habit
  US 117 27.04.1991 (6 Wo.) [1]
Singles
The Stroke
  AT 3 01.09.1981 (8 Wo.) [2]
  UK 52 03.10.1981 (3 Wo.) [3]
  US 17 16.05.1981 (20 Wo.) [1]
In the Dark
  US 35 12.09.1981 (12 Wo.) [1]
My Kinda Lover
  US 45 28.11.1981 (10 Wo.) [1]
Emotions in Motion
  US 68 07.08.1982 (6 Wo.) [1]
She's a Runner
  US 75 05.02.1983 (6 Wo.) [1]
Rock Me Tonite
  US 15 07.07.1984 (16 Wo.) [1]
All Night Long
  US 75 27.10.1984 (3 Wo.) [1]
Eye on You
  US 71 08.12.1984 (8 Wo.) [1]
Love is the Hero
  US 80 04.10.1986 (5 Wo.) [1]
Don't Say You Love Me
  US 58 24.06.1989 (15 Wo.) [1]

Squier begann bereits im Kindesalter, Gitarre und Klavier zu spielen. Unter dem Einfluss der Musik der späten 1960er Jahre, u. a. Eric Clapton, beschloss er, eine Karriere als Musiker zu beginnen. Er spielte zunächst in verschiedenen Bands aus der Gegend um Boston. Sein erstes festes Engagement hatte er bei Magic Terry & The Universe, bei denen zu der Zeit auch Klaus Flouride spielte. Er besuchte das Berklee College of Music und pendelte stetig zwischen Boston und New York City. Es folgten weitere kurze Mitgliedschaften in verschiedenen Bands, zuletzt bei den Sidewinders. Mit ihnen nahm Squier einige Alben auf, die von Lenny Kaye produziert wurden. Nach der Trennung der Band gründete er Piper und wurde deren Sänger und Gitarrist. Die Band veröffentlichte 1976 und 1977 jeweils ein Album via A&M Records, löste sich jedoch wegen Erfolglosigkeit in den späten 1970ern auf.

Squier beschloss, eine Solokarriere zu beginnen, und wurde von Capitol Records unter Vertrag genommen. 1980 erschien sein Solodebüt „The Tale of the Tape“. An den Aufnahmen wirkten bekannte Musiker wie der Gitarrist Bruce Kulick (später Kiss) und der Schlagzeuger Bobby Chouinard (später Gary Moore) mit. Das Album war nur mäßig erfolgreich, enthielt aber mit „You Should Be High Love“ einen Radiohit. Der kommerzielle Durchbruch gelang Squier mit dem 1981er Album „Don't Say No“, das von Reinhold Mack produziert wurde und bis auf Platz 6 der Billboard 200 stieg. Die Singleauskopplungen „The Stroke“ und „In the Dark“ konnten sich unter den Top 40 der Billboard Hot 100 platzieren. Das 1982er Album „Emotions in Motion“ platzierte sich wie sein Vorgänger unter den Top 10 der amerikanischen Albumcharts, das Plattencover stammte von Andy Warhol. Stilistisch wandte sich Squier mit dem Album mehr dem R'n'B zu. Auch das folgende Album „Signs of Life“, produziert von Jim Steinman, war kommerziell erfolgreich. Zu dem Lied „1984“ steuerte Brian May von Queen ein Gitarrensolo bei.

Das 1984 veröffentlichte Album „Enough is Enough“ erfüllte in kommerzieller Hinsicht nicht die Erwartungen der Plattenfirma. Ebenso wurde das nächste Album „Hear and Now“ trotz kompositorischer Hilfe durch Desmond Child ein Flop. Nachdem sich mit den nächsten Alben die Erfolge der frühen 1980er Jahre nicht wiederholen ließen, veröffentlichte Capitol Records 1995 ein Best-of-Album unter dem Titel „16 Strokes“ und verlängerte den Plattenvertrag mit Squier nicht.

Das bislang letzte Studioalbum erschien 1998 unter dem Titel „Happy Blue“ bei dem Independentlabel J-Bird Records. In den 2000er Jahren erschienen mehrere Kompilationen sowie Livealben. Squier war Livemusiker auf den 2005er und 2008er Tourneen von Ringo Starr, 2009 unternahm er eine Solo-Tournee durch die Vereinigten Staaten. In den Jahren 2012 und 2013 bestritt er einige gemeinsame Auftritte mit Joe Montgomery und trat in New Orleans auf der Voodoo Experience auf. Außerdem war er mit Somebody Loves You auf dem 2013 veröffentlichten Benefiz-Sampler Songs After Sandy Vol. II zu Gunsten der Opfer von Hurrikan Sandy vertreten.[4] Im Übrigen hat sich Squier weitestgehend ins Privatleben zurückgezogen.[5]

Diskografie[Bearbeiten]

mit Piper
  • Piper (1976, A&M Records)
  • Can't Wait (1977, A&M Records)
Soloalben
  • The Tale of the Tape (1980, Capitol Records)
  • Don't Say No (1981, Capitol Records)
  • Emotions in Motion (1982, Capitol Records)
  • Signs of Life (1984, Capitol Records)
  • Enough is Enough (1986, Capitol Records)
  • Hear and Now (1989, Capitol Records)
  • Creatures of Habit (1991, Capitol Records)
  • Tell the Truth (1993, Capitol Records)
  • Happy Blue (1998, J-Bird Records)
  • Don't Say No - 30th Anniversary Edition (2010, Shout Factory)
Kompilationen
  • 16 Strokes (Best of 1995, Capitol Records)
  • King Biscuit Flower Hour (1996, King Biscuit)
  • Reach For The Sky - The Anthology (1996, Polydor)
  • Live (Livealbum 2000, Capitol Records)
  • From the Front Row... Live! (Livealbum 2003, Silverline)
  • Rip This Joint (Livealbum 2004, Disky)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o billboard.com: Chart History Billy Squier, abgerufen am 2. Januar 2009
  2. austriancharts.at: Billy Squier in der österreichischen Hitparade, abgerufen am 2. Januar 2009
  3. chartstats.com: Chart Stats Billy Squier, abgerufen am 2. Januar 2009.
  4. Songs After Sandy. Abgerufen am 1. August 2014 (englisch).
  5. Emily Hingle: Interview with Billy Squier. In: Where Y'at Magazine. 14. Oktober 2013, abgerufen am 1. August 2014 (englisch).

Literatur[Bearbeiten]

  •  Holger Stratmann (Hrsg.): Rock Hard Enzyklopädie. 700 der interessantesten Rockbands aus den letzten 30 Jahren. Rock Hard, Dortmund 1998, ISBN 978-3-980517-10-2, S. 390.

Weblinks[Bearbeiten]