Binärcode
Binärcode ist die Gesamtheit aller Codes, die Informationen durch Sequenzen von zwei verschiedenen Symbolen (zum Beispiel 1/0 oder wahr/falsch) darstellen. Die Bezeichnung leitet sich von der lateinischen Vorsilbe bi ab, welche die Bedeutung zwei oder doppelt hat.
Binärcodes bilden auf Grund ihrer Einfachheit in aller Regel die Grundlage für die Verarbeitung von digitaler Informationen. Sie lassen sich technisch sehr leicht abbilden und verarbeiten, z.B. durch Spannungen: Spannung liegt an → entspricht 1 oder logisch wahr, Spannung liegt nicht an → entspricht 0 oder logisch falsch. Diese kleinste Informationseinheit aus 0/1 bzw. wahr/falsch bezeichnet man in der Informatik auch als Bit. Durch logische Verknüpfung oder technische Verschaltung mehrerer dieser einfachen Werte lassen sich komplexere, höherwertige Informationen abbilden. Wie eine höherwertige Information abgebildet wird, wird durch den jeweiligen Code genau festgelegt.
Eine Übertragung von Information mittels Binärcodes ist nicht an ein bestimmtes Medium gebunden, sondern kann überall dort durchgeführt werden, wo ein Wechsel zwischen zwei Zuständen erzeugt und wieder gemessen werden kann. So wäre es beispielsweise sogar möglich, wenn auch aufgrund der (vergleichsweise niedrigen) Datenübertragungsrate unsinnig, Informationen binär mit Rauchzeichen zu übertragen. (es raucht → logisch 1, es raucht nicht → logisch 0)
[Bearbeiten] Anwendung von Binärcodes
Binärcodes lassen sich in der Technik durch elektronische oder optische Signale abbilden. Mit den so gespeicherten Binärdaten lassen sich heutzutage sehr komplexe Algorithmen zur Informationsverarbeitung auf einem integrierten Schaltkreis realisieren.
Mit Binärcodes werden in der Regel ganze Zahlen dargestellt. Andere Zahlentypen lassen sich mit speziellen Codes darstellen, z.B. Gleitkommazahlen (IEEE 754), negative Werte (Zweierkomplement). Auch Texte werden mit Binärcodes dargestellt, wobei dabei jedes Zeichen einer Zahl entspricht, welche dann dualkodiert wird.
Bei der Datenübertragung werden für diesen Zweck optimierte Codes eingesetzt, um Übertragungsfehler erkennen und sogar korrigieren zu können. Diese haben eine höhere Redundanz, verwenden also mehr Bits als eigentlich für die Darstellung der übertragenen Information notwendig wären.
[Bearbeiten] Beispiele von Binärcodes
| Dualcode | Der Dualcode ist der älteste und am häufigsten verwendete Binärcode, welcher ganze Zahlen im Dualsystem abbilden kann. Er wurde bereits Anfang des 18. Jahrhunderts beschrieben. Unter Verwendung des Dualcodes kann man, beispielsweise mit den zehn Fingern beider Hände, jede ganze Dezimalzahl von 0-1023 darstellen. |
| BCD-Code | Im BCD-Code werden die Ziffern 0 bis 9 in vier Bits kodiert. |
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