Viertelgeviertstrich

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Bindestrich ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Bindestrich (Begriffsklärung) aufgeführt.
-
Wort‐, Satz‐ u. a. Sonderzeichen
Leerzeichen  
schmales Leerzeichen
Komma, Beistrich ,
Strichpunkt, Semikolon ;
Doppelpunkt :
Punkt .
Auslassungspunkte
Mittelpunkt ·
Aufzählungszeichen
Sternchen, Asterisk *
Fragezeichen ?
Ausrufe‑, Ausruf‑, Rufzeichen !
Fragerufzeichen, Interrobang
Apostroph, Hochkomma
(Apostroph-Ersatzzeichen) '
Minuten‑, Prime‑Zeichen
Anführungszeichen„ “  » « / « »
‚ ‘   › ‹ / ‹ ›
-Bindestrich; Trennstrich;
Ergänzungsstrich
Gedankenstrich; Bis-Strich
Unterstrich _
Doppelbindestrich
Schrägstriche /\
Promille‑; Prozentzeichen %
Klammern ( )[ ]{ }⟨ ⟩
Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation für die deutsche Sprache dar. Hilf mit, die Situation für andere Sprachen zu schildern.

Ein Viertelgeviertstrich ist in der Typografie ein waagerechter Strich, der ein Viertelgeviert lang ist.

Das typografische Zeichen, das einen Viertelgeviertstrich als Glyphe zeigt, heißt Bindestrich oder traditionell Divis (Name der Bleisatz-Letter) und im modernen Unicode Hyphen. Zu beachten ist der Unterschied zwischen dem Bindestrich als orthografischem Zeichen, das für die Rechtschreibung benötigt wird, und dem typografischen Zeichen (genannt Bindestrich, Divis oder Hyphen), mit dem unter anderem Bindestriche dargestellt werden.

Im Bleisatz wurde ausschließlich dieses Zeichen gesetzt, wenn Binde-, Trenn- oder Ergänzungsstriche zu drucken waren. Zusammen mit der Schreibmaschine wurde jedoch ein Ersatzzeichen etabliert, das heute als Bindestrich-Minus („Tastatur-Bindestrich“) bezeichnet wird; es ersetze das Divis (sowie Minuszeichen und Halbgeviertstrich) außerhalb des Druckgewerbes. Durch die Digitalisierung wird es allerdings zunehmend auch dort verdrängt.

Bei (Druck-)Werken mit hohem Anspruch an Leserlichkeit (oder weil es seriöser wirkt) wird auf die Verwendung des Viertelgeviertstrichs geachtet, da das Bindestrich-Minus i. d. R. einen etwas längeren Strich zeigt (um auch als Minuszeichen benutzt werden zu können). Die Dicke der Striche variiert je nach Schriftart.

Es gibt auch Satzschriften, deren Bindestrich-Minus bewusst einen Viertelgeviertstrich wiedergibt, um keine Ersetzungen vornehmen zu müssen; denn heute wird fast immer das Bindestrich-Minus eingegeben, wenn ein Bindestrich zu Schreiben ist. Seine Verwendung ist üblich, weil

  • die Orthographie zwischen diesen typografischen Zeichen nicht unterscheidet;
  • es sich direkt auf der Tastatur befindet (anders als Divis und Minuszeichen);
  • nur die wenigsten den Unterschied zwischen den verschiedenen Zeichen kennen;
  • auch Kenner der Typografie die Eingabe des Divis als zu umständlich empfinden oder Inkompatibilitäten in Kombination mit Dritt-Anwendungen befürchten.

Verwendung[Bearbeiten]

Bindestrich[Bearbeiten]

Der Bindestrich ist ein Zeichen, das beim Schreiben entweder zur Verbindung oder zur übersichtlichen Gliederung von Wörtern verwendet wird. Bei der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 gab es auch einige Neuerungen zur Schreibung mit Bindestrich.[1]

Fälle, in denen der Bindestrich gesetzt werden muss[Bearbeiten]

In diesen Fällen sehen die Regeln die Schreibweise mit Bindestrich vor:

  1. Zusammensetzungen mit Abkürzungen, Einzelbuchstaben und Ziffern wie
    • Kfz-Brief
    • Dipl.-Ing.
    • H-Milch
    • i-Punkt
    • 100-prozentig
    • 15°-Meridian
    Verbindungen mit Suffixen werden dagegen nur dann abgetrennt, wenn es sich um eine Zusammensetzung mit einem Einzelbuchstaben handelt, also zum Beispiel der x-te, aber 32stel und DGBler. Das Suffix -fach darf auch als eigenständiges Wort aufgefasst werden. Wird das Wort nach einer Verbindung aus Ziffern und Suffix fortgesetzt, tritt dort ein Bindestrich ein, zum Beispiel 24er-Gruppe. In Verbindung mit „Jahr“ ist die Schreibweise mit oder ohne Bindestrich wählbar (20er Jahre oder 20er-Jahre).
  2. Substantivisch gebrauchte Wortgruppen wie
    • das Entweder-oder
    • das Auf-die-lange-Bank-Schieben
    Ausgenommen davon sind übersichtliche Zusammensetzungen mit Infinitiv wie das Autofahren oder das Inkrafttreten. Regulär gebildete Substantive (Komposita) fallen unabhängig von ihrer Länge nicht unter diese Regel, sondern werden zusammengeschrieben.
  3. Zusammensetzungen aus gleichrangigen, nebengeordneten Adjektiven wie
    • deutsch-polnische Grenze
    • manisch-depressives Verhalten
    Als übersichtlich gelten dagegen kurze Zusammensetzungen wie süßsauer, insbesondere Farbkombinationen wie schwarzweiß. Nicht gleichrangig sind Adjektive, wenn der erste Bestandteil den zweiten näher bestimmt oder lediglich verstärkende Funktion hat, zum Beispiel bei bitterkalt.
  4. Übergeordnete Zusammensetzungen, die einen Bestandteil mit Bindestrich enthalten, müssen ebenfalls mit Bindestrich gekoppelt werden, zum Beispiel
    • S-Bahn-Wagen
    • S-Kurven-reich
  5. Bei Zusammensetzungen mit Wortgruppen muss durchgekoppelt werden. Leerzeichen (oder Kommata bei Aufzählungen) müssen also durch Bindestriche ersetzt werden, zum Beispiel
    • Kopf-an-Kopf-Rennen
    • 3-Zimmer-Wohnung
    • Hals-Nasen-Ohren-Arzt
    • Service-Center-Mitarbeiterin
    Das gilt auch für Zusammensetzungen mit mehrteiligen Eigennamen wie Karl-Marx-Straße, selbst dann, wenn lediglich ein Suffix angefügt wird (zum Beispiel die sankt-gallischen Klosterschätze). Nur beim Suffix -er kann das Leerzeichen erhalten bleiben, zum Beispiel New Yorker statt New-Yorker.
  6. Zusammensetzungen mit Eigennamen als hinterem Bestandteil wie
    • Frau Müller-Weber
    • die Bäcker-Anna
    • Möbel-Schmidt (laut Regelwerk; viele Firmen mit einem solchen Namen schreiben diesen jedoch mit Leerzeichen statt Bindestrich)
    • Meier‑Oldenburg (für: Meier aus Oldenburg)
  7. sowie Zusammensetzungen gleichberechtigter Eigennamen im Falle von Länder- oder Städtefusionen:
    • Rheinland-Pfalz
    • Neukirchen-Vluyn
    Ortsbezeichnungen mit Sankt und Bad werden abweichend davon getrennt geschrieben. Die Kombination von Vor- und Nachname gilt nicht als Zusammensetzung. Zusammensetzungen, die als Ganzes Eigennamen sind, folgen nicht unbedingt der regulären Rechtschreibung.
    Wenn nur der vordere Bestandteil einer Zusammensetzung ein Eigenname ist, wird zusammengeschrieben (zum Beispiel Nildelta), außer wenn der Name besonders hervorgehoben werden soll oder wegen anderer Regeln durch einen Bindestrich abzutrennen ist. Nachgestellte Substantive, die nähere Bestimmungen zu einem geografischen Eigennamen sind, können mit Bindestrich oder getrennt geschrieben werden (München-Ost oder München Ost).
  8. Aus dem Englischen stammende Substantivierungen aus Verb plus Adverb wie
    • Make-up
    • Stand-by
    Sofern die Lesbarkeit nicht leidet, ist hier auch Zusammenschreibung zulässig, zum Beispiel Standby.

Fälle, in denen der Bindestrich freigestellt ist[Bearbeiten]

In diesen Fällen bleibt es dem Schreiber überlassen, ob er mit Bindestrich schreiben will:

  1. Wörter, bei denen ein Bindestrich das richtige Verständnis erleichtert
    • Druck-Erzeugnis bzw. Drucker-Zeugnis anstelle von unklarem Druckerzeugnis
  2. Wörter, bei denen das Zusammentreffen bestimmter Buchstaben an den Fugen den Lesefluss stört, zum Beispiel
    • re-integrieren
    • Lebens-Au[2]
    • Ur-Instinkt
  1. Wörter, die aufgrund ihrer Länge oder Komplexität nicht mehr schnell erfasst werden können, wie
    • Arbeiter-Unfallversicherungsgesetz
    • Ultraschall-Messgerät
    Der Bindestrich sollte dabei (zunächst) an der Fuge höchster Ordnung gesetzt werden.
  2. Beim Zusammentreffen von drei gleichen Buchstaben, zum Beispiel
    • Schluss-Stein neben Schlussstein (vgl. unreformiert: Schlußstein)
    • Tee-Ernte neben Teeernte
  3. Aus fremden Sprachen stammende Zusammensetzungen aus zwei Substantiven wie
    • Midlife-Crisis neben Midlifecrisis
    • Science-Fiction neben Sciencefiction
  4. Hervorhebung von Wortbestandteilen als Stilmittel
    • Soll-Stärke
    • Nach-Denken
    • be-greifen
    • zer-zählt[3]

Problematische und falsche Schreibweisen[Bearbeiten]

Vor allem im werblichen Umfeld werden Bindestriche bis an die Grenzen der Regeln und darüber hinaus eingesetzt, zum Beispiel „Kräuter-Lexikon“ statt normalerweise „Kräuterlexikon“. Der Sprachkritiker Bastian Sick bezeichnet eine solche Verwendung als Deppenbindestrich.[4]

Die Schreibweise mit Leerzeichen („Kräuter Lexikon“) gilt als falsch, siehe Leerzeichen in Komposita. Sie ist aber dennoch in bestimmten Bereichen verbreitet, zum Beispiel auf Produktverpackungen („Gulasch Suppe“) sowie in vielen Buch- und Filmtiteln (z. B. Die Bourne Verschwörung).

Leerzeichen vor oder nach dem Bindestrich („Kräuter - Lexikon“), sogenannte „Plenks“, gelten als fehlerhafte Schreibweise.

Trennstrich[Bearbeiten]

Vergleich von Zeilenumbrüchen
gleichmäßig
mit Trennstrichen
ungleichmäßig
ohne Trennstriche

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Der Trennstrich (auch: Trennungsstrich oder Texttrennstrich) wird im Textsatz bei der Worttrennung am Zeilenende verwendet. Passt ein Wort nicht mehr vollständig in eine Zeile, erfolgt nach einer durch die Trennregeln bestimmten Umbruchstelle und einem Trennstrich der Zeilenwechsel. Dies erfolgt aus ökonomischen Gründen (bessere Platzausnutzung) und aus ästhetischen Gründen (die Seite oder Spalte wird gleichmäßiger gefüllt).

Zur Umsetzung in der Textverarbeitung siehe weiter unten.

Ergänzungsstrich[Bearbeiten]

Der Ergänzungsstrich wird unter anderem in zusammengesetzten oder abgeleiteten Wörtern anstelle eines gemeinsamen Bestandteils gesetzt. Bei dieser Verwendung wird der Ergänzungsstrich genauer als Ergänzungsbindestrich bezeichnet.[5][6]

Beispiele:

  • Haupt- und Nebeneingang
  • Verkehrslenkung und -überwachung
  • Schüler/-innen
  • Werkzeugmaschinen-Import- und -Exportgeschäfte, Sonnenauf- und -untergang

Erlaubt ist auch:

  • Laserstrahlschmelz-, -brenn- und -sublimierschneiden, also die Ergänzung vor und hinter dem Wortbestandteil

Auch in gedruckten Telefonverzeichnissen werden Ergänzungsstriche verwendet. Hier dienen sie als Abkürzung für den häufig verwendeten Adressbestandteil -straße bzw. Straße. Adressbestandteile wie -weg, -platz usw. werden nicht abgekürzt. Darüber hinaus wird dabei ein Geviertstrich zur Ergänzung des Familiennamens verwendet.

Beispiel:

  • Müller Achim Frankfurter-56
    — Eva Frankfurter-61
    — Hermann Hochwald-20
    — Willi Bierweg 4
    (ohne Leerzeichen)
    (statt: Frankfurter Straße 61)
    (statt: Hochwaldstraße 20)
    (zur eindeutigen Unterscheidung ausgeschrieben)

Weitere Funktionen[Bearbeiten]

  • Zur Einsparung von zu wiederholenden übergeordneten Stichwörtern in Listen: siehe Unterführungszeichen

Umsetzung in Computersystemen[Bearbeiten]

Zur Darstellung eines orthographischen Trenn- oder Bindestrichs bestehen aufgrund vielfältiger Funktionen und historischer Ursachen eine Reihe von typografischen Zeichen:

Bindestrich/Divis[Bearbeiten]

Das orthotypografisch korrekte Zeichen für den orthographischen Bindestrich, der durch einen Viertelgeviertstrich („kurzer Strich“) grafisch dargestellt wird, ist das Divis bzw. der Bindestrich, im englischen Unicode U+2010 Hyphen (‐). Das typografische Zeichen wird umgangssprachlich manchmal als echter Bindestrich oder typografischer Bindestrich bezeichnet. Nach einem Bindestrich/​Divis darf ein automatischer Zeilenumbruch erfolgen.

In HTML gibt es keine namentliche Entität dafür, sodass es numerisch angegeben werden muss (‐ oder ‐) sofern kein UTF-8 o. ä. verwendet wird.

Bei vielen kostenlosen Schriftarten (free fonts), insbesondere älteren, ist die Kodierung U+2010 gar nicht belegt. Seine Verwendung, besonders in der Webtypografie, bleibt problembehaftet.

Im älteren ASCII-Zeichensatz und in den Zeichensätzen der Normenfamilie ISO 8859 ist das Zeichen nicht enthalten;[7] auch auf Computertastaturen ist es normalerweise nicht vorhanden, stattdessen wird das Bindestrich-Minus verwendet, das als gemeinsames Zeichen für Bindestrich, Gedankenstrich und Minuszeichen mit der Schreibmaschine eingeführt wurde. Der noch ältere Bleisatz kennt daher kein Bindestrich-Minus, hier war das Divis obligatorisch.

Bindestrich-Minus[Bearbeiten]

-

Das Bindestrich-Minus (-), ursprünglich und heute noch gelegentlich als Mittestrich bezeichnet, ist ein typografisches Zeichen, das eingeführt wurde, um mit einer einzelnen Schreibmaschinen-Taste alle waagerechte Striche darstellenden orthografischen Zeichen – die streng genommen im Deutschen mit den Lettern Bindestrich/Divis (‐), Halbgeviertstrich (–) oder dem Minuszeichen (−) gesetzt werden – abbilden zu können. Das Zeichen wurde mit der Einführung der Schreibmaschine aus Kostengründen etabliert, da durch die Verringerung der Anzahl der benötigten Tasten mechanische Bauteile eingespart werden konnten. Nach einem Bindestrich-Minus darf ein automatischer Zeilenumbruch erfolgen.

Es wird von den meisten Anwendern für alle diese Striche und ihre Funktionen verwendet, da ihnen die unterschiedlichen Bedeutungen, aber auch die Methoden zur Erzeugung der anderen Striche unbekannt oder zu aufwendig sind. Bei vielen Schriftarten gibt das Bindestrich-Minus einen Viertelgeviertstrich wider, entspricht optisch also dem Divis, bei anderen fehlt eine Glyphe für den richtigen Bindestrich.

Die Taste - liegt auf Tastaturen mit QWERTZ-Tastenbelegung zwischen der Punkt-Taste . und der rechten Umschalttaste . Auch die als Minustaste wahrgenommene Taste im Ziffernblock von Tastaturen setzt das Bindestrich-Minus.

Für Gedankenstriche und Spiegelstriche wird häufig das Bindestrich-Minus doppelt hintereinander und ohne Leerzeichen dazwischen verwendet, was jedoch vielfach als typografische Sünde angesehen wird. Dieses Vorgehen sollte lediglich als Eingabehilfe verwendet werden, sofern dadurch eine automatische Zeichenkorrektur ausgelöst wird, die diese beiden Zeichen durch einen Halbgeviertstrich ersetzt.

Das Bindestrich-Minus hat im ASCII-Zeichensatz, in den Zeichensätzen der Normenfamilie ISO 8859 und auch in der Unicode-Kodierung UTF-8 als Hyphen-Minus den Kode 45 (dezimal) bzw. 2D (hexadezimal) und kann in HTML numerisch als - bzw. - angegeben werden.

In der ersten deutschen Umsetzung des ASCII-Codes bzw. der ISO/R646-1967 in die DIN 66003 von 1968 heißt das Zeichen noch eindeutig „Minus“ – an elektronische „Textverarbeitung“ (und damit den Bindestrich) in Rechenmaschinen wurde damals noch weniger gedacht. Gleichwohl entstand der ASCII-Code als Abbildung der auf einer mechanischen Schreibmaschine vorhandenen Zeichen.

Geschützter Bindestrich[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschützter Bindestrich

Der geschützte Bindestrich (Unicode U+2011) ist ein spezieller Bindestrich, der nicht als mögliche Stelle eines automatischen Zeilenumbruchs interpretiert wird. Nach einem Bindestrich/​Divis oder Bindestrich-Minus darf ein automatischer Zeilenumbruch erfolgen; soll das ausgeschlossen werden, muss zwingend der geschützte Bindestrich benutzt werden, der je nach Schriftart und Verwendungszweck selbiger einen Viertelgeviertstrich oder die Glyphe des Bindestrich-Minus wiedergibt. In vielen Systemen zur Textverarbeitung wird zur automatischen Worttrennung in den Text spontan ein Bindestrich/Divis eingefügt, sodass sich die vom Benutzer eingegebenen Bindestrich-Minusse von den automatisch eingefügten Bindestrichen/​Divisen unterscheiden lassen (schriftartabhängig). Dies kann hilfreich bei der Textbearbeitung sein, ist bei der professionellen Druckvorlagen-/​Dokumenten-Erstellung jedoch zu vermeiden.

Weiches Trennzeichen[Bearbeiten]

Trenn­zeichen
Hauptartikel: Weiches Trennzeichen

Das weiche Trennzeichen gibt eine Trennstelle innerhalb eines Wortes vor, an der ein Zeilenumbruch erlaubt ist. Falls das Wort umbrochen wird, erscheint dort am Zeilenende ein Trennstrich; je nach Schriftart zeigt dieser einen Viertelgeviertstrich oder des Bindestrich-Minus’ Glyphe. Wird das Wort nicht umbrochen, wird kein Trennzeichen ausgegeben.

Beispiel[Bearbeiten]

Dies ist ein Bei-     |
spiel- und            |
Demonstrationstext    |
dafür, dass           |
geschützte            |
Bindestriche und wei- |
che Trennzeichen      |
einem Text den        |
i-Punkt aufsetzen, da |
ohne sie nicht 100-   |
prozentig sauber ge-  |
setzte Texte entste-  |
hen.                  |
  • -: Bindestrich-Minus
  • -: geschützter Bindestrich
  • -: weiches Trennzeichen
  • x: Buchstabe, vor dem ein wirkungsloses weiches Trennzeichen stehen könnte.

(Der Beispieltext verwendet die beschriebenen Zeichen nicht, sondern demonstriert nur ihre Wirkung.)

Ähnliche Zeichen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rat für deutsche Rechtschreibung (Hrsg.): Amtliche Rechtschreibregelung. Abschnitt C Schreibung mit Bindestrich. (Gültige Fassung 1. August 2006 (PDF; 740 kB), rechtschreibrat.ids-mannheim.de; html-Dokument, dokumentation.htu.tugraz.at; Stand: 16. September 2008.)
  • Peter Gallmann: Syngrapheme an und in Wortformen. Bindestrich und Apostroph im Deutschen. In: Peter Eisenberg, Hartmut Günther (Hrsg.): Schriftsystem und Orthographie. Niemeyer, Tübingen 1989 (Reihe Germanistische Linguistik 97), S. 85–110, personal.uni-jena.de (PDF; 48 kB) – Gedanken zur amtlichen Rechtschreibung.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rat für deutsche Rechtschreibung (Hrsg.): Amtliche Rechtschreibregelung. Abschnitt C Schreibung mit Bindestrich. (Gültige Fassung 1. August 2006, S. 45 ff. (PDF), abgerufen 30. April 2014.)
  2. Evangelisches Gesangbuch (alle Ausgaben), Nr. 450.
  3. Kurt Marti: Warum ich keine Weihnachtserzählungen mehr schreibe. In: Walter Jens (Hrsg.): Es begibt sich aber zu der Zeit. Radius, Stuttgart 1988, ISBN 3-87173-768-2, S. 304.
  4. Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
  5. Zur Bezeichnung siehe Duden online: Ergänzungsstrich hat eine allgemeinere Bedeutung als der spezielle Fall Ergänzungsbindestrich.
  6. Zur Verwendung vgl. Duden-Sprachratgeber: Bindestrich als Ergänzungsstrich
  7. Unicode-Werte der 8859-Zeichensätze ftp.unicode.org.