Binz (Fahrzeuge)

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Binz GmbH & Co. KG
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1936 [1]
Sitz Lorch
Leitung Lorenz Dietsche[2]
Mitarbeiter 84 (2007) [3]
Umsatz 22,07 Mio (2007) [3]
Branche Sonderfahrzeugbau
Website www.binz.com

Die Binz GmbH & Co. KG ist ein Karosseriebauunternehmen und Hersteller von Sonderfahrzeugen, es wurde 1936 als Lorcher Karosseriefabrik Binz & Co von Michael Binz in Lorch gegründet.

BINZ Ambulance- und Umwelttechnik GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1991
Sitz Ilmenau, Deutschland
Leitung Roland Müller[4]
Mitarbeiter 132 (2014) [5]
Umsatz 25 Mio (2014) [3]
Branche Sonderfahrzeugbau
Produkte Spezialfahrzeuge für Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz und Behörden sowie Mobile MedizintechnikVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.binz-automotive.com

Die BINZ Ambulance- und Umwelttechnik GmbH ist ein Hersteller von Ambulanzen, Einsatzleitfahrzeugen für die Feuerwehr, Behörden- und Polizeifahrzeugen aller Art und wurde 1991 in Ilmenau gegründet.

Geschichte[Bearbeiten]

Mercedes 180 Kombi

Von 1936 bis 1945 baute Binz hauptsächlich Taxis, Lastkraftwagen und Cabriolets auf Basis serienmäßiger Fahrzeuge. Auch erste Krankenwagen wurden bereits hergestellt. Ab Ende des Zweiten Weltkriegs bis 1955 stellte das Unternehmen LKW-Fahrerhäuser her. Diese hatten im Gegensatz zu der damals üblichen Bauweise mit einer langen Motorhaube erstmals eine komplett flache Front, wie sie auch heute noch üblich ist. Diese LKW wurden hauptsächlich für Daimler-Benz, Krupp, Steyr und Gutbrod gefertigt. In dieser Zeit wurden auch erste Taxis mit geänderter Karosserie, verlängerte Limousinen, Roadster, Kombis auf Basis des Mercedes-Benz W186 („Adenauer“) und Pick-up-Versionen des Mercedes-Benz W120 hergestellt. Später kam noch ein Krankenwagen auf Basis des BMW 501 hinzu. Ab 1954 baute Binz Motorroller mit 50 cm³ Hubraum, ab 1956 mit 150 cm³. 1958 stellte Binz ihre Produktion jedoch wieder ein.

In den 1960er-Jahren wurde auf Basis des Mercedes-Benz W110 erstmals ein Krankenwagen mit einem um 65 cm verlängerten Radstand angeboten. In den Folgejahren wurde das Fahrzeugprogramm immer wieder erweitert. Es kamen Bestattungsfahrzeuge, Sanitätsfahrzeuge für den militärischen Bereich sowie einige patentierte Ausstattungen für Rettungsfahrzeuge hinzu.

Im Jahre 1991 wurde in Ilmenau die BINZ Ambulance- und Umwelttechnik als weiterer Standort gegründet. Damit einher ging die Verlagerung der Produktion zeitaufwändiger und lohnintensiver Produkte, wie Notarzt-Einsatzfahrzeuge und VW T4-KTW nach Ilmenau. 1996 wurde der Koffer-RTW auf Basis von Mercedes-Benz-Sprinter vorgestellt und die gesamte Fertigung von Ambulanzen nach Ilmenau verlagert. In diesem Jahr hat die BINZ Ambulance- und Umwelttechnik GmbH in Ilmenau auch mit der Fertigung im Bereich mobile Hospitäler, Feuerwehrfahrzeuge sowie Sonderfahrzeuge für Behörden für den Sicherheits- und Katastrophenschutz begonnen.[6]

Im Jahr 2003 hat die BINZ Ambulance- und Umwelttechnik einen futuristisch gestylten E-Klasse-KTW der neuen Generation mit GFK-Aufbau, Typ BINZ Ambulance 2003, vorgestellt. Dabei handelt es sich um die erste Ambulanz-Fahrzeugkarosserie aus deutscher Produktion mit komplettem Aufbau aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die mit Integrated Frame Technology hergestellt wurde.

Im Jahr 2012 wurde die BINZ Ambulance- und Umwelttechnik GmbH aus der Insolvenz von der international tätigen RMA Gruppe gekauft.[7] Mit der Übernahme hat sich das Unternehmen von der Binz Gruppe getrennt und agiert heute als die Binz Ambulance- und Umwelttechnik GmbH in Ilmenau (Thüringen) unabhängig von Binz in Lorch (Baden-Württemberg).[8] Geschäftsführer in Ilmenau ist Roland Müller.

Produkte[Bearbeiten]

Binz KTW A 2003 auf Basis des Mercedes-Benz W211
Binz-NEF auf Basis des VW T5

Heute bietet Binz in Lorch (Baden-Württemberg) hauptsächlich Fahrzeuge aus folgenden Bereichen an:

Die BINZ Ambulance- und Umwelttechnik GmbH in Ilmenau (Thüringen) ist spezialisiert auf:

  • Fahrzeuge für Rettungsdienst und Krankentransport
  • Spezialfahrzeuge für Feuerwehr und Katastrophenschutz
  • Spezialfahrzeuge für die Polizei und Behörden allgemein
  • Mobile Medizintechnik

Stiftung Binz[Bearbeiten]

Im März 1987 wurde die Stiftung Binz von den damaligen Inhabern des Unternehmens, den Eheleuten Elisabeth Lehmann geb. Binz und C. J. Ludwig Lehmann gegründet. Das Ziel dieser Stiftung ist die Unterstützung des Rettungswesens und der Notfallmedizin in Deutschland. Das Stiftungsvermögen beläuft sich auf 250.000 Euro.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Binz vehicles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Wirtschaftsraum Ostwürttemberg, Oldenburg 1992, ISBN 3-88363-100-0
  2. BINZ: Impressum. In: binz.com. Abgerufen am 19. September 2014.
  3. a b c Elektronischer Bundesanzeiger, 3. November 2008, Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007
  4. Roland Müller ist neuer Geschäftsführer bei BINZ. In: inSüdthüringen.de. 5. September 2013, abgerufen am 19. September 2014.
  5. https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet
  6. Binz Firmengeschichte. In: binz-automotive.com. BINZ Ambulance-und Umwelttechnik GmbH, abgerufen am 19. September 2014.
  7. RMA acquires special vehicle modifier BINZ, expands offering of ambulances and emergency response vehicles. In: rmagroup.net. RMA Group, 31. Oktober 2012, abgerufen am 19. September 2014 (englisch).
  8. André Heß: Binz an RMA-Gruppe verkauft. In: ilmenau.thueringer-allgemeine.de. Thüringer Allgemeine Ilmenau, 17. Oktober 2012, abgerufen am 19. September 2014.