Biomedizin

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Biomedizin (Begriffsklärung) aufgeführt.

Die Biomedizin ist eine Teildisziplin der Humanbiologie im Grenzbereich von Medizin und Biologie. Sie ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das Inhalte und Fragestellungen der experimentellen Medizin mit den Methoden der Molekularbiologie und der Zellbiologie verbindet. Im Mittelpunkt stehen die molekularen und zellbiologischen Grundlagen des Lebens und seiner krankhaften Veränderungen. Ziel der Biomedizin ist die wissenschaftliche Erforschung der Ursachen von Krankheiten, um sie kausal (ursächlich) behandeln bzw. effektiv vorbeugen zu können.

Inzwischen gibt es auch gleichnamige Studiengänge an der Schnittstelle von Humanmedizin und Humanbiologie.

Die Medizinethnologie hat gezeigt, dass auch die Biomedizin auf spezifischen kulturellen Grundannahmen in Bezug auf Körper, Krankheit und Heilung basiert und damit, analog zu verschiedenen Formen "nicht-westlicher", "traditioneller" oder "alternativer Medizin", als ein kulturelles System betrachtet werden muss.[1][2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cornelius Borck: Zwischen Vermittlungskrise und Biopolitik. Der Aktionsradius der modernen Medizin. In: Thomas Lux (Hg.): Kulturelle Dimensionen der Medizin. Ethnomedizin - Medizinethnologie - Medical Anthropology. Reimer, Berlin, ISBN 978-3-496-02766-9, S. 124-144.
  2. Hansjörg Dilger, Bernhard Hadolt: Medizinethnologie. In: Bettina Beer, Hans Fischer (Hrsg.): Ethnologie. Einführung und Überblick. 7., überarbeitete und erweiterte Auflage. Reimer, Berlin 2012, ISBN 978-3-496-02844-4, S. 309–329.