Bipolare Nervenzelle

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Ausschnitt (mit Zellkern) einer bipolaren Nervenzelle
Morphologische Unterscheidung von Nervenzellen:
1 unipolare Nervenzelle
2 bipolare Nervenzelle
3 multipolare Nervenzelle
4 pseudounipolare Nervenzelle

Eine bipolare Nervenzelle oder Bipolarzelle ist ein Neuron mit zwei Fortsätzen[1], einem Dendriten und einem Neuriten bzw. Axon, die oft ähnlich aufgebaut sind und so auch dendritisches Axon und neuritisches Axon genannt werden.[2]

Bipolare Zellen sind spezialisierte Sensorneuronen für die Vermittlung bestimmter Sinne. Als solche sind sie Teil der sensoriellen Informationsübertragung für Geruchssinn, Sehsinn, Geschmackssinn, Tastsinn, Gehör und Gleichgewichtssinn.

Sie treten insgesamt relativ selten auf, am häufigsten als 2. Neuron der Netzhaut (siehe Bipolare Zellen der Retina)[3] oder in den Ganglien des Nervus vestibulocochlearis (Hör-Gleichgewichtsnervs). Wenn genauere Angaben fehlen, bezieht sich der Begriff gewöhnlich auf die zur Netzhaut gehörenden Zellen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Clemens Kirschbaum: Biopsychologie von A bis Z. Springer-Lehrbuch, ISBN 3540396039, S. 37 Lemma „Bipolarzellen“
  2. Benninghoff: Makroskopische und mikroskopische Anatomie des Menschen, Bd. 3. Nervensystem, Haut und Sinnesorgane, Verlag Urban&Schwarzenberg, 1985, ISBN 3-541-00264-6, S. 4.
  3. Hans G Liebich: Funktionelle Histologie der Haussäugetiere und Vögel, Lehrbuch und Farbatlas für Studium und Praxis + Histologie online: die Bilddatenbank mit dem Plus, Schattauer; Auflage: 5., völlig überarb. Aufl. 2009 (20. Oktober 2009), Seite 111

Weblinks[Bearbeiten]