Bird-Eröffnung

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Solid white.svg a b c d e f g h Solid white.svg
8 a8 b8 c8 d8 e8 f8 g8 h8 8
7 a7 b7 c7 d7 e7 f7 g7 h7 7
6 a6 b6 c6 d6 e6 f6 g6 h6 6
5 a5 b5 c5 d5 e5 f5 g5 h5 5
4 a4 b4 c4 d4 e4 f4 g4 h4 4
3 a3 b3 c3 d3 e3 f3 g3 h3 3
2 a2 b2 c2 d2 e2 f2 g2 h2 2
1 a1 b1 c1 d1 e1 f1 g1 h1 1
a b c d e f g h
Die Bird-Eröffnung 1. f2-f4

Bei der Bird-Eröffnung (auch Holländisch im Anzug) handelt es sich um eine Eröffnung des Schachspiels. Sie zählt zu den geschlossenen Spielen und beginnt mit dem Zug

1. f2-f4

Bekannt ist die Bird-Eröffnung auch unter dem Namen Holländisch im Anzug. Benannt ist sie nach dem englischen Schachspieler Henry Edward Bird. Ihr ECO-Code lautet A02 und A03.

Die strategische Grundidee dieser Eröffnung liegt in der Kontrolle des Zentrumfeldes e5, welches üblicherweise mit den Zügen Sg1-f3, g2-g3 und dem Fianchetto des Läufers f1 nach g2 unterstützt wird. Der Namensgeber Bird selbst hat diesen Eröffnungszug in seinen ca. 250 überlieferten Weißpartien 92 Mal angewandt (+37, -44, =11).

Die wohl bekannteste Partie mit der Bird-Eröffnung hat der deutsche Ex-Weltmeister Emanuel Lasker gespielt: Lasker – Bauer, Amsterdam 1889.

Die gängigsten schwarzen Antwortzüge auf die Bird-Eröffnung sind:

Dieses Bauernopfer wird von Weißspielern meistens angenommen (2. f4xe5), möglich ist aber auch 2. e2-e4 mit Übergang zum Königsgambit.

  • 1. … d7-d5

Diese Zugfolge entspricht mit vertauschten Farben der Holländischen Verteidigung (1. d2-d4 f7-f5). Den dortigen schwarzen Aufbauten entsprechend kann Weiß sich hier aufstellen, z.B. mit 2. g2-g3 nebst Lf1-g2 wie im „Leningrader System“, oder, als Alternative, mit Entwicklung des Königsläufers nach e2, d3 oder b5 wie im „klassischen“ Holländisch.

  • 1. … Sg8-f6

Schwarz wartet hier mit d7-d5 und behält sich stattdessen verschiedene indische Aufbauten vor.

  • 1. … g7-g6

Hier könnte Weiß mit 2. e2-e4 nebst d2-d4 in verschiedene Abspiele der Modernen Verteidigung übergehen, während d2-d3 (statt d2-d4) den üblichen Schemata der Bird-Eröffnung entsprechen würde.

  • 1. … f7-f5

In dieser ungewöhnlichen Variante ist neben einer normalen Aufstellung, etwa mit Fianchetto, auch das Schweizer Gambit 2. e2-e4 möglich.

Partie[Bearbeiten]

Die folgende Partie spielte Bird um 1880 mit den weißen Steinen (Ort und Gegner nicht bekannt?).

1. f2-f4 d7-d5 2. e2-e3 c7-c5 3. Sg1-f3 e7-e6 4. b2-b3 Sb8-c6 5. Lc1-b2 Sg8-f6 6. Lf1-d3 (heutzutage würde man 6. Lf1-b5 nebst eventuell Sf3-e5 vorziehen) 6. … Lf8-e7 7. a2-a3 0-0 8. 0-0 b7-b6 9. Dd1-e1 Lc8-b7 10. De1-h4 g7-g6? 11. Sf3-g5 h7-h5 12. g2-g4! Sf6xg4? (Rettung möglich: 12. … d5-d4 und ausgeglichen) 13. Dh4xh5 g6xh5 14. Ld3-h7#.

Literatur[Bearbeiten]