Birdy (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Birdy
Originaltitel Birdy
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Alan Parker
Drehbuch Sandy Kroopf
Jack Behr
Produktion Alan Marshall
Musik Peter Gabriel
Kamera Michael Seresin
Schnitt Gerry Hambling
Besetzung

Birdy ist ein US-amerikanischer Antikriegsfilm von Alan Parker aus dem Jahr 1984. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von William Wharton.

Handlung[Bearbeiten]

Nach einem Einsatz in Vietnam kehren zwei Freunde mit Verletzungen in die Heimat zurück. Sergeant Al Columbato mit physischen, der andere – von allen Birdy genannt – mit mentalen. Dieser scheint in einer Innenwelt zu leben, in welcher er, getrieben von seiner Faszination für Vögel, selbst einer zu sein glaubt. Der Film beschreibt die Besuche des Sergeants bei seinem Freund in der Psychiatrie, in der seine Kriegstauglichkeit wieder hergestellt werden soll. Auf verschiedenen Ebenen beschreibt der Film die Kindheit und Freundschaft der beiden, die Hinwendung Birdys zu Vögeln, welche schließlich zum bestimmenden Lebensinhalt werden sollte und schließlich die Vietnamerlebnisse, die beide eindrücklich prägen. Versucht der überzeugte Soldat zunächst, seinen Freund zur Rückkehr zu überreden, kommen ihm allmählich Zweifel daran, ob für Birdy das selbstgewählte Leben nicht doch das richtige ist. Columbato bleiben schließlich nur noch wenige Tage, um seinen Freund in seine Realität zurückzuholen. Nach Ablauf dieser Frist soll Birdy in eine andere Anstalt verlegt und dauerhaft ruhiggestellt werden.

Es gelingt Columbato, die Gedankenwelt Birdys auf eine prägende Erfahrung vor den traumatisierenden Erlebnissen im Krieg und vor der Entwicklung der als Flucht genutzten Vogelliebhaberei zurückzusetzen. Dazu präsentiert er dem Freund einen Koffer mit den Softball- und Baseball-bällen, die er mit Columbato und seinen Freunden in all den Jahren ihrer Jugend in den Garten von Birdys Mutter geschlagen hat und die diese unter dem Hinweis ihr Garten sei kein Spielplatz einbehalten hat. Der Verbleib der Bälle stellte für die Kinder immer ein Rätsel dar und Columbato philosophierte mit Birdy, was seine Mutter mit den Bällen wohl anstellte. Die Tatsache, dass Columbatos damalige Vermutung, dass sie die Bälle aufbewahrt, richtig war, hat für Birdy offensichtlich große Bedeutung. Bei einem anschließenden Versuch Columbatos, den immer noch apathischen Freund aus der Psychiatrie zu befreien, um die drohende Verlegung abzuwenden, gelangen beide auf das Dach. Dort setzt Birdy zu einem Sprung von der Dachkante an, um nach Vogelart davonzufliegen. Unterhalb der Dachkante, für Columbato unsichtbar, befindet sich jedoch ein niedrigeres Flachdach, auf welchem Birdy, jetzt wieder im Vollbesitz seiner Interaktionsfähigkeit, sicher und unverletzt landet.

Hintergrund[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

„Brillant und mitreißend inszeniertes Psycho-Drama mit überzeugenden Darstellern. In hochemotionalen Bild-Ton-Montagen beschwört der frühere Werbefilmer Parker die Utopie eines freien Lebens, die Schrecken des Krieges und die Solidarität einer Männerfreundschaft. Der geballte Einsatz filmischer Raffinessen wirkt allerdings manchmal allzu berechnet und synthetisch.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • William Wharton: Birdy. Roman (Originaltitel: Birdy). Deutsch von Hans Heimann. Genehmigte Taschenbuchausgabe, 10. Auflage. Goldmann, München 1990, 349 S., ISBN 3-442-06611-5

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Birdy im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 18. Oktober 2010