Birenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Birenbach
Birenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Birenbach hervorgehoben
48.74759.6633333333333375Koordinaten: 48° 45′ N, 9° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 375 m ü. NHN
Fläche: 2,5 km²
Einwohner: 1878 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 751 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73102,
73116 (Schützenhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07161
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
73102 Birenbach
Webpräsenz: www.birenbach.de
Bürgermeister: Frank Ansorge
Lage der Gemeinde Birenbach im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Birenbach 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
Rathaus

Birenbach ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg, 6 km von der Kreisstadt Göppingen entfernt. Birenbach gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart.

Geographie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Birenbach liegt unterhalb des Berges Hohenstaufen im nördlichen Teil des Landkreises Göppingen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Birenbach gehören das Dorf Birenbach und der Weiler Schützenhof (auch zu Wäschenbeuren) sowie die abgegangene Ortschaft Bremenhöfe.[2]


Geschichte[Bearbeiten]

Birenbach wurde erstmals 1414 urkundlich erwähnt. Der Ort war seinerzeit unter drei Grundherren (Württemberger, Habsburger und das Göppinger Chorherrenstift) aufgeteilt. Diese Teilung führte dazu, dass bei Einführung der Reformation in Württemberg 1535 Birenbach nur teilweise evangelisch wurde. Die habsburgischen Teile (die als Lehen an die Herren von Rechberg gegeben waren) des Ortes blieben römisch-katholisch.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2013:

Datum Einwohner
1837 247
1907 269
17. Mai 1939 339
13. September 1950 496
27. Mai 1970 1076
31. Dezember 1983 1612
31. Dezember 2000 1915
31. Dezember 2005 1897
31. Dezember 2010 1864
31. September 2013 1887

Politik[Bearbeiten]

Birenbach gehört mit Adelberg, Börtlingen und Rechberghausen dem Gemeindeverwaltungsverband „Östlicher Schurwald“ an, der seinen Sitz in Rechberghausen hat.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bei der Bürgermeisterwahl am 5. April 2009 wurde Klaus Heininger (parteilos) mit 98,2 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 46,85 Prozent ohne Gegenkandidaten zum zweiten Mal in seinem Amt bestätigt.[3] Heininger trat zum 1. Juni 2010 das Amt des Bürgermeisters von Eislingen an, zu seinem Amtsnachfolger in Birenbach wurde am 13. Juni 2010 Frank Ansorge mit 52,01 % der abgegebenen Stimmen gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Birenbach hat 10 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[4]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 53,82 %
 %
40
30
20
10
0
37,6 %
36,4 %
26,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-10,0 %p
+9,2 %p
+0,8 %p
FWV Unabhängige Wählervereinigung Birenbach 37,6 4 47,6 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,4 3 27,2 3
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,0 3 25,2 2
gesamt 100,0 10 100,0 10
Wahlbeteiligung 53,25 % 57,00 %

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Gemeindewappens von Birenbach lautet: In Gold über einem erniedrigten blauen Wellenbalken ein schreitender rotbezungter schwarzer Löwe.

Der schwarze Löwe des teilredenden Wappens in gelb steht für die staufischen Herzöge von Schwaben und erinnert an die einstige Beziehung des Orts zur Herrschaft Büren-Hohenstaufen. Der Wellenbalken steht für den Bach im Ortsnamen Birenbach. Das Wappen wurde im Jahre 1958 festgelegt und zusammen mit der blau-gelben Flagge am 18. August 1959 vom Innenministerium verliehen.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Birenbach ist seit 1972 Mitglied des Gemeindeverwaltungsverbandes (GVV) "Östlicher Schurwald", dem auch die Verbandsgemeinden Adelberg, Börtlingen und Rechberghausen angehören. Sitz des Verbandes ist Rechberghausen. Mit der Gemeinde Wäschenbeuren und Börtlingen bildet die Gemeinde Birenbach zudem den "Abwasserzweckverband Marbach-Krettenbachtal". Gemeinsam wird die Verbandskläranlage betrieben. Die Gemeinde Birenbach gehört als Gesellschafter auch der 2013 gegründeten "Stromnetzgesellschaft Östlicher Schurwald" an, zu der auch die Gemeinden Adelberg, Börtlingen, Rechberghausen und Wäschenbeuren gehören. Die Stromnetze zur örtlichen Versorgung sind somit mehrheitlich im Eigentum der Gesellschaft und damit der Gemeinden. Weiterer Gesellschafter ist die EnBW. Darüber hinaus ist die Gemeinde Birenbach Mitglied des Landschaftserhaltungsverbandes (LEV) des Landkreises Göppingen und gehört der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif) des Landkreises Göppingen an.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bahnhof Birenbach der ehemaligen Hohenstaufenbahn

Verkehr[Bearbeiten]

Birenbach ist durch die Bundesstraße 297 an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Früher bestand auch ein Anschluss an die nunmehr stillgelegte Hohenstaufenbahn (Schwäbisch GmündGöppingen). Der ehemalige Bahnhof ist erhalten und dient heute als Bürgerhaus.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Mit den Firmen mobitec, Fent sowie A. Wezel sind in Birenbach vor allem kleinere, aber spezialisierte Unternehmen aus dem Bereich Entwicklung/Maschinenbau sowie der Metallver- und Bearbeitung tätig. Weitere erfolgreiche Unternehmen wie die Firma "Höchst-wohnen und kochen", die Firma TS-Veranstaltungstechnik oder die Firma Späth-Mediendesign sind in Birenbach angesiedelt.


Infrastruktur[Bearbeiten]

Birenbach verfügt über einen Supermarkt mit Metzger, einen Allgemeinmediziner, eine Apotheke, eine Filiale der Kreissparkasse Göppingen, zwei Bäckerfilialen, eine Poststelle, einen Frisör, einen Blumenladen sowie das Ratscafe am Marktplatz.

Bildung[Bearbeiten]

In Birenbach besteht mit der Friedrich-von-Büren-Schule eine reine Grundschule. Außerdem seit 2013 ein Kinderhaus, in welchem alle gängigen Betreuungsformen ab dem 2. Lebensmonat angeboten werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wallfahrtskirche, Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1976

Bauwerke[Bearbeiten]

Sehenswert ist die Ende des 17. Jahrhunderts erbaute Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Mutter Gottes , eines der wenigen erhaltenen Beispiele des sog. "schwäbischen Bauernbarocks".


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Birenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 339
  3. Staatsanzeiger Nr. 13 vom 9. April 2009, Seite 11
  4. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart