Birkebeiner

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Die Malerei „Die Birkebeiner“ von Knud Bergslien aus dem Jahre 1869 zeigt Torstein Skevla und Skjervald Skrukka, die 1206 den Königssohn Håkon Håkonsson bergen.

Birkebeiner (norrøn: birkibainar) war der Name von Rebellen und einer politischen Partei in der norwegischen Bürgerkriegszeit. Ihr erster Anführer war Øystein Møyla.

Der Name rührt von der Propaganda der politischen Gegner her, weil die Rebellen nach einer anfänglichen Niederlage in die Wälder flüchten mussten und bei der Kälte ihre Waden mit Birkenrinde umwickelt hatten.

Ein Aufstand kristallisierte sich um Øystein Moyla, einen Sohn Øystein Gilles. Telemark schloss sich dem Aufstand gegen die Machthaber im Oslofjord an. Sie kamen plündernd aus dem nördlichen Hochland. Doch die Lendmenn und Bauern zwangen sie zurück in die Wälder und ins Ödland. Ihnen gelang es, Schiffe zu bekommen, und sie fuhren nach Trøndelag, wo sie sofort Verbündete fanden. Unterwegs überfielen sie Erling in Nidaros, wobei der oberste Lendmann der Stadt getötet wurde.

Ihr Erfolg lag in ihrer Strategie, die hauptsächlich von dem Gegenkönig und Anführer Sverre Sigurdsson entwickelt wurde und die der heutigen Guerillataktik sehr nahekam. Sie täuschten eine Niederlage vor und überfielen dann die im Siegesrausch betrunkenen Gegner (so widerfuhr es 1177 dem königlichen Lehnsmann Erling Skakke bei Trondheim). Sverres Stil der Kriegsführung wich von der traditionellen Schlachtordnung geballter Kämpfer mit dem Königszeichen an der Spitze und zusammengebundenen Schiffen im Seekampf entscheidend ab. Er hielt sich mehr dirigierend im Hintergrund und stellte seine Truppen in kleineren getrennten und sehr beweglichen Einheiten auf. Kritiker legten ihm dies oft als Feigheit aus. Er ließ größere und hochbordigere Schiffe bauen und legte größere Befestigungen an, als bis dahin in Norwegen üblich, insbesondere bevorzugte er steinerne Burgen. Außerdem scheute er den Kampf zur Nachtzeit nicht (1183 gegen Bergen).

Mit Sverre kamen die Birkebeiner 1177 an die Macht. 1194 ließ er sich von ihm wohlgesinnten Bischöfen krönen. Aber es dauerte bis zur Wahl Håkon Håkonssons (Sverres Enkel) im Jahre 1217, bis die vollständige Kontrolle erreicht war. Die Birkebeiner blieben an der Macht bis 1319.

Eine Geschichte hat die Birkebeiner bis heute berühmt gemacht: Die Birkebeiner waren bereits zur herrschenden Aristokratie aufgestiegen, als sich gegen diese nun ein neuer Aufstand regte. Es begannen die Baglerkriege. König Håkon Sverreson, der Sohn König Sverres, war gerade gestorben, dessen Sohn Håkon Håkonsson war noch ein Kleinkind, da trachteten die Bagler dem Kind nach dem Leben; denn er war nun die Kristallisationsfigur der Birkebeiner mit Königsheil. Die Saga berichtet, die Birkebeiner hätten ihn sofort zu König Inge II. Bardsson gebracht. Nach einer Pause in Lillehammer (erste Erwähnung Lillehammers) an Weihnachten seien die beiden besten Skiläufer Torstein Skjevla und Skjervalv Skrukka wegen der überall zu erwartenden Bagler nicht den normalen Weg durch Gudbrandsdalen, sondern über die Berge nach Østerdalen gezogen, und dies bei Frost, Schneetreiben und sehr schlechtem Wetter. Im Gedenken an diese besondere Tat gibt es noch heute die nationalen Rennen Birkebeinerløpet (Langstreckenlauf ca 20 km), Birkebeinerrennet (Langstrecken-Skilanglauf, ca 50 km) und Birkebeinerrittet (Langstrecken-Querfeldein-Radrennen ca 90 km).

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