Birmensdorf

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Birmensdorf
Wappen von Birmensdorf
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Dietikonw
BFS-Nr.: 0242i1f3f4
Postleitzahl: 8903
UN/LOCODE: CH BDF
Koordinaten: 675488 / 24532447.354448.437779518Koordinaten: 47° 21′ 16″ N, 8° 26′ 16″ O; CH1903: 675488 / 245324
Höhe: 518 m ü. M.
Fläche: 11.38 km²
Einwohner: 5965 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 487 Einw. pro km²
Website: www.birmensdorf.ch
Birmensdorf

Birmensdorf

Karte
Kanton Aargau Bezirk Meilen Zürichsee Bezirk Affoltern Bezirk Dielsdorf Bezirk Horgen Bezirk Zürich Kanton Aargau Aesch ZH Birmensdorf ZH Dietikon Geroldswil Oberengstringen Oetwil an der Limmat Schlieren Uitikon Unterengstringen Urdorf Weiningen ZHKarte von Birmensdorf
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Birmensdorf ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dietikon des Kantons Zürich in der Schweiz, dazu gehört auch der Weiler Landikon. Sie ist nicht zu verwechseln mit dem homophonen Birmenstorf im Kanton Aargau.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Rot eine geschweifte silberne Spitze, belegt mit einer roten Rose mit goldenem Butzen und grünen Kelchblättern

Geographie[Bearbeiten]

Birmensdorf liegt im Reppischtal, inmitten eines weiten Talkessels. Mehrere grosse Bäche, darunter der Lunnerenbach und der Wüeribach, durchziehen den Talgrund und münden schliesslich in die Reppisch. Der Talkessel liegt an der Westseite des Uetlibergs und ist nach mehreren Seiten offen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 ca. 460
1749 858
1836 1082
1850 1096
1900 1101
1950 1480
2000 5451
2009 5832
2012 5951[2]
  • Bevölkerungsdichte: 520.6 Einw./km2
  • Anzahl Haushalte: 2508 (Stand: 2000)
  • Konfessionszugehörigkeit: 35,6 % evangelisch-reformiert, 29,2 % römisch-katholisch, 35,2 % andere oder keine konfessionelle Zugehörigkeit (Stand: 2012)[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Werner Steiner (SVP Stand 2010)

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Nähe zur Stadt und die guten Verkehrsverbindungen haben die Entwicklung von Birmensdorf geprägt. Eine Industrialisierung fand nicht statt, es entstand eine Agglomerationsgemeinde mit einem hohen Anteil an Pendlern, sowie eine starke lokale Gewerbeinfrastruktur.

Geschichte[Bearbeiten]

In den Fildern entdeckte man steinzeitliche Siedlungsspuren. Aus der Römerzeit stammen Funde in Landikon und Risten.

Birmensdorf wird 876 als Piripoumesdorf erstmals urkundlich erwähnt, als ein gewisser Adalpern dem Zürcher Fraumünster einen Teil seiner Besitzungen schenkte.

Die Anfänge der neuzeitlichen Siedlung liegt am Flussübergang der Strassenverbindung von Bremgarten nach Zürich über die Reppisch. Pfahlfunde von dieser Stelle konnten auf ca. 610 n. Chr. datiert werden.

Im 16. und 17. Jahrhundert war Birmensdorf ein Zentrum der Täufer.

Grosse Teile von Birmensdorf gehörten bis zu dessen Aufhebung im Jahr 1808 dem Kloster St. Blasien. 1834 wurde Birmensdorf eine selbstständige Gemeinde, 1803 zuerst dem Bezirk Horgen, 1815 dem Bezirk Zürich und 1989 schliesslich dem Bezirk Dietikon zugeordnet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Reste einer ersten Kirche scheinen aus dem 9. Jahrhundert zu stammen. Es war eine romanische Martinskirche mit hufeisenförmiger Apsis. Stifter der Kirche könnte ein Nachkomme des Uatilo vom Üetliberg gewesen sein, der später den Freiherren von Regensberg-Sellenbüren gehörte. Im 11. Jahrhundert schenkten sie die Kirche Birmensdorf dem Kloster St. Blasien im Schwarzwald, in dessen Besitz sie bis 1806 verblieb. In dieser Zeit wurde der dreigeschossige romanische Kirchturm erstellt, von dem die unteren Geschosse heute noch erhalten sind. Im 14. Jahrhundert wurde statt des romanischen ein gotischer Chor angebaut, dem 1659 das vergrösserte Schiff mit Langhaus und Chor angeglichen wurde. [4]

Sehenswert sind das Dorfmuseum an der Mühlemattstrasse und die alte Wassermühle.

Verkehr[Bearbeiten]

Strassenverkehr[Bearbeiten]

Birmensdorf liegt an der Hauptachse durch das Knonauer Amt in den Grossraum Zürich und ist geprägt vom starken Berufsverkehr – täglich durchqueren tausende von Pendlern aus dem Raum Innerschweiz die Ortschaft, morgens in nördlicher Richtung, abends in südlicher Richtung. Linderung brachte der Gemeinde die Eröffnung des neuen Teilstücks der Autobahn A4 zwischen Urdorf Süd und der Verzweigung Zürich West, die im April 2009 eröffnet wurde.

Über die Linienführung der Autobahn um Birmensdorf wurde über 40 Jahre gestritten und mehrfach umgeplant. Für die schweizerische Verkehrspolitik hat dieser Autbahnabschnitt daher einen gewissen Symbolcharakter.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Birmensdorf liegt seit Juni 1864 an der Bahnstrecke Zürich–Zug, die damals von der Zürich-Zug-Luzern-Bahn (ZZL) eröffnet wurde. Die Bahnstrecke – inzwischen Teil der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) – wird seit Mai 1990 von der S9 der S-Bahn Zürich befahren. Seit Dezember 2006 verkehrt zudem die S15, die annähernd einen Viertelstundentakt ermöglicht. Nachdem die neue Linie anfänglich nur an Werktagen bis 20:00 Uhr verkehrte, wurde ihre Betriebszeit im Dezember 2008 bis 21:00 Uhr verlängert und auf das Wochenende ausgedehnt.

Regionale Busverbindungen nach Zürich Wiedikon, Oberlunkhofen (215/245) und Berikon (350) werden von Postautos halbstündlich sichergestellt. Am Sonntag sowie nach Affoltern am Albis und Muri AG verkehren diese stündlich. Von Montag bis Samstag verkehrt die Buslinie 227 stündlich nach Stallikon-Bonstetten und die Buslinie 314 während der Hauptverkehrszeiten nach Dietikon.

Öffentliche Institutionen[Bearbeiten]

Waffenplatz Zürich-Reppischtal[Bearbeiten]

Seit dem 10. April 1987 befindet sich der Standort des Waffenplatzes Zürich im Reppischtal. Die sowohl der militärischen Grundausbildung als auch den WK-Truppen dienende Anlage ist auch ein Arbeitgeber in Birmensdorf, unter anderem werden Lehrlinge in zivilen Berufen ausgebildet. Seit 2006 befindet sich ausserdem die Militärakademie an der ETH Zürich (MILAK) auf dem Waffenplatz.

Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft[Bearbeiten]

Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat ihren Hauptsitz in Birmensdorf.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Grunder: Kunstdenkmäler der Schweiz Band 88 "Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 9: Der Bezirk Dietikon" Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK Bern 1997 ISBN 3-909164-57-9 S. 49–97.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Birmensdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. birmensdorf.ch: Einwohnerstatistik_2009.pdf (application/pdf-Objekt; 97 kB), Zugriff am 14. Januar 2014
  3. Statistisches Amt des Kantons Zürich - Datenbank (Gemeindeporträts). abgerufen am 14. Januar 2014
  4. [1] Vorgeschichte der Reformierten Kirche