Birmingham (Alabama)
| Birmingham | |
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| Spitzname: The Magic City, Pittsburgh of the South | |
Blick auf die Innenstadt Birminghams |
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Siegel |
Flagge |
| Lage von Birmingham in Alabama | |
| Basisdaten | |
| Staat: | Vereinigte Staaten |
| Bundesstaat: | Alabama |
| County: | |
| Koordinaten: | 33° 31′ N, 86° 49′ W33.524722222222-86.812777777778140Koordinaten: 33° 31′ N, 86° 49′ W |
| Zeitzone: | Central Standard Time (UTC−6) |
| Einwohner: – Metropolregion: |
212.237 (Stand: 2010) 1.212.848 (Stand: 2010) |
| Bevölkerungsdichte: | 546,6 Einwohner je km² |
| Fläche: | 393,5 km² (ca. 152 mi²) davon 388,3 km² (ca. 150 mi²) Land |
| Höhe: | 140 m |
| Postleitzahlen: | 35201 - 35298 |
| Vorwahl: | +1 205 |
| FIPS: | 01-07000 |
| GNIS-ID: | 0158174 |
| Webpräsenz: | www.birminghamal.gov |
| Bürgermeister: | William A. Bell |
Jefferson County Courthouse |
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Birmingham ist eine Stadt im Jefferson County im US-Bundesstaat Alabama, Vereinigte Staaten, mit 212.237 Einwohnern (Stand: Volkszählung 2010). Die Stadtfläche beträgt 393,5 km².
Birmingham ist eine Industriestadt, hauptsächlich mit Baumwoll-, Elektro-, Zement- und chemische Industrie.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Das Gebiet des heutigen Birminghams war ursprünglich Jagdgebiet der Cherokee-, Choctaw- und Muskogee-Indianer. Eine erste Siedlung europäischer Einwanderer in diesem Gebiet wurde 1813 gegründet. Im Jahre 1861, während des Sezessionskrieges, wurde ein kleines Stahlwerk im heutigen Birmingham errichtet. Die Stadt Birmingham, benannt nach der gleichnamigen Stadt in England, wurde jedoch erst am 1. Juni 1871, mit dem Erreichen von zwei Eisenbahnlinien, gegründet.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs die Stadt sehr schnell durch den Abbau der reichlichen Erzvorkommen und dem damit verbundenen Aufbau der Stahlindustrie und so stieg Birmingham zum „Pittsburgh des Südens“ auf. Das rasche Wachstum der Stadt, im Jahr 1880 nur 3.086 Einwohner, 1910 schon 132.685 Einwohner, sorgte für Birminghams Spitznamen, „The Magic City“ (Die Magische Stadt).
Bald überflügelte Birmingham Montgomery als größte Stadt in Alabama. Anfang der 1960er Jahre wendete sich jedoch das Blatt, denn das eher minderwertige Eisenerz war auf dem stagnierendem Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig. 1950 arbeiteten noch mehr als 27.000 Menschen in den Stahlwerken, 1975 waren es nur noch 11.000, 1997 gar nur noch 1.400. Heutzutage ist das wirtschaftliche Bild der Stadt vom großem Universitätskrankenhaus, der University of Alabama at Birmingham (kurz: UAB) und vielen mittelständischen Unternehmen geprägt.
In den 1950ern und 1960ern wurden die Rassenkonflikte auch in Birmingham sehr stark ausgetragen. Zahlreiche Bombenattentate des Ku-Klux-Klans brachten Birmingham den Spitznamen „Bombingham“ bei. Das größte Attentat war am 15. September 1963, als eine Bombe in der 16th Street Baptist Church explodierte und vier schwarze Mädchen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren in den Tod riss. Heute noch erinnert eine Inschrift an der Mauer der 16th Street Baptist Church an das Attentat und die Rassenkonflikte. Die Inschrift lautet:
„May Men learn to Replace Bitterness and Violence with Love and Understanding“ („Möge die Menschheit lernen Verbitterung und Gewalt durch Liebe und Verständnis zu ersetzen“)
Wie in vielen anderen amerikanischen Städten ging Birminghams Einwohnerzahl in den 1970ern, 1980ern und 1990ern zurück, während die Einwohnerzahl in den Vorstädten deutlich zunahm. Dies ist vor allem auf den Wegzug vieler (weißer) Bewohner aus den Städten in die Vorstädte zurückzuführen. Im Jahr 1979 wurde Richard Arrington zum ersten schwarzen Bürgermeister Birminghams gewählt. Er wurde viermal wiedergewählt, im Jahr 1999 endete seine fünfte und letzte Amtszeit.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Verwaltung
An der Spitze der Stadtverwaltung von Birmingham steht der Bürgermeister (Mayor), der von der Bevölkerung für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt wird. Die Stadtverordnetenversammlung (City Council) besteht aus neun Mitgliedern und wird ebenfalls alle vier Jahre gewählt. Die Bürgermeisterwahl und die Stadtverordnetenwahl finden mit einem Abstand von zwei Jahren voneinander statt. Der amtierende Bürgermeister ist William A. Bell. Einer seiner Vorgänger, Larry Langford, wurde am Morgen des 1. Dezember 2008 von Beamten der Bundespolizei FBI festgenommen. Ihm wird Bestechlichkeit und Betrug vorgeworfen; 2010 wurde er zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.[1]
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Birmingham unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:
- Hitachi, Japan
- Gweru, Simbabwe
- Székesfehérvár, Ungarn
- Kapstadt, Südafrika
- Pomigliano d’Arco, Italien
- Vinista, Ukraine
- Anshan, China
- Plzeň, Tschechische Republik
- Rosh Haayin, Israel
- Al Karak, Jordanien
- Tauranga, Neuseeland
[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Stadt Birmingham hat 212.237 Einwohner (Stand: 2010). Ungefähr 99 % der Einwohner Birminghams wurden in den USA geboren. Der Anteil der afro-amerikanischen Einwohner beträgt ca. 73 %. Ein Viertel der Einwohner ist jünger als 18, das Durchschnittsalter ist 34 Jahre. Auf 100 weibliche Einwohner kommen 85,7 männliche. Das Durchschnittseinkommen eines Haushaltes beträgt 26.542 Euro. 24,7 % der Einwohner Birminghams leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Bevölkerungszahl nimmt seit über 50 Jahren stetig ab, die höchste Einwohnerzahl wurde 1960 mit 340.887 Einwohnern verzeichnet. Dies ist vermutlich auf die schlechte wirtschaftliche Lage in der gesamten Region zurückzuführen.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft
Obwohl in den letzten 60 Jahren zurückgegangen, spielt die Eisenindustrie noch eine große Rolle in der Wirtschaft Birminghams. Das Medizin- und Gesundheitswesen spielt eine wichtige Rolle, seit das UAB Medical Center im Jahr 1945 eröffnet wurde. Mittlerweile ist die University of Alabama at Birmingham der größte Arbeitgeber der Stadt. Das Jefferson County dessen Verwaltungssitz sich in Birmingham befindet, musste am 9. November 2011 Konkurs anmelden.
Es ist der bislang größte Konkurs eines US-amerikanischen Bezirks, ausgelöst durch ein Finanzkonstrukt einer Bankengruppe, das ein neues Abwasser- und Kanalsystem finanzieren sollte. Die Stadt Birmingham selbst bleibt jedoch weiterhin zahlungsfähig. Der Konkurs wirkt sich aber negativ auf die ohnehin schwache Wirtschaft der Stadt aus. Die Gebühren für Wasser- und Abwasser werden separat berechnet und haben sich im Zuge der Investitionen die zum Konkurs führten vervierfacht, was viele Bewohner in Zahlungsverzug geraten lässt. [2]
[Bearbeiten] Verkehr
Birmingham ist durch einen Flughafen, den Birmingham-Shuttlesworth International Airport, mehreren Personenverkehr-Eisenbahnstrecken und durch die Interstates 20, 59 und 65 mit anderen Städten verbunden. Auf vierzehn Frachtverkehr-Eisenbahnstrecken und circa 100 Lastwagenstrecken wird die Stadt versorgt. Ein Dock, 32 Kilometer westlich von Birmingham, am Black Warrior River gelegen, bildet den Schifffahrtsweg nach Mobile. Birmingham verfügt über ein relativ kleines Nahverkehrssystem, das ausschließlich aus Buslinien besteht.
[Bearbeiten] Medien
In Birmingham erscheint eine Tageszeitung, The Birmingham News. Eine zweite Tageszeitung mit dem Namen Birmingham Post Herald wurde im September 2005 eingestellt. Es gibt mehrere Wochenzeitungen und Magazine. Zudem werden in Birmingham sieben eigene Fernsehkanäle und circa 30 Radiosender ausgestrahlt.
[Bearbeiten] Bildung
Im Birminghamer Schulsystem gibt es 52 Grundschulen, 16 Mittelschulen und 10 High Schools. Außerdem gibt es in Birmingham mehr als 50 Privatschulen und Konfessionsschulen. Neben der University of Alabama at Birmingham gibt es noch mehrere andere Universitäten. Zum Beispiel das Birmingham-Southern College, das Miles College und die Samford University. Das öffentliche Bibliothekensystem Birminghams besteht aus einer zentralen Bibliothek und 19 kleineren Bibliotheken.
[Bearbeiten] Klima
Das gemäßigte Klima Birminghams ist von für mitteleuropäische Verhältnisse sehr warmen Sommern, milden Wintern und reichlich Niederschlag geprägt. Birmingham hat etwas weniger Niederschlag als Städte an der Golfküste und ist etwas kühler. Im Januar liegt die durchschnittliche Höchsttemperatur bei 11,7 °C, die durchschnittliche Niedrigsttemperatur liegt bei -0,1 °C. Im Juli ist die durchschnittliche Höchsttemperatur ca. 32,6 °C und die durchschnittliche Tiefsttemperatur beträgt 20,7 °C. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 17 °C. Schneefall ist in Birmingham sehr selten, der jährliche Durchschnitt liegt bei einem Zentimeter. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt ca. 1330 mm. März ist dabei der feuchteste Monat, Oktober der trockenste.
Die Frühlings- und Herbstmonate sind angenehm, aber auch wechselhaft. Kaltfronten bringen häufig starke, teilweise sehr starke, Gewitter und gelegentlich auch Tornados mit sich. Im Herbst gibt es weniger Niederschlag und weniger Stürme als im Frühling, der Herbst ist jedoch die zweite Sturmsaison. Birmingham liegt im Herzen eines Tornadogebietes, genannt Dixie Alley. In den Spätsommer- und Herbstmonaten wird Birmingham, aufgrund der Nähe zur zentralen Golfküste, gelegentlich von tropischen Stürmen und Hurrikans heimgesucht.
| Birmingham, Alabama | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Birmingham, Alabama
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[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
In Birmingham befindet sich der Birmingham Botanical Garden, ein botanischer Garten mit einer Fläche von 273.000 m².
- Sloss Furnaces National Historic Landmark - Industrie-Denkmal, ehemaliger Hochofen
- Civil Rights District (Civil Rights Institute)
- Kelly Ingram Park
- 16th Street Baptist Church
- 4th Avenue District
- Alabama Jazz Hall of Fame
- Five Points South District
- Vulcan Statue
- Arlington Home & Gardens
- Birmingham Museum of Art
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
Film
- Mary Badham, Schauspielerin
- Fannie Flagg, Autorin und Schauspielerin
- Louise Fletcher, Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin
- David F. Friedman, Filmproduzent
- Amber Benson, Schauspielerin
- Frances Bergen, Schauspielerin und Fotomodell
- Courteney Cox Arquette, Schauspielerin
- Kate Jackson, Schauspielerin
- Wayne Rogers, Schauspieler
- Dorothy Sebastian, Schauspieler, die in den letzten Tagen des Stummfilms zu Ruhm kam
- Barret Swatek, Schauspielerin
- Gail Strickland, Schauspielerin
Musik
- Dud Bascomb, Jazz-Trompeter
- Paul Bascomb, Tenorsaxophonist und Bandleader des Swing und des Rhythm and Blues
- Jimmy Cheatham, Jazz-Posaunist
- White Dawg, Crunk-Rapper, Produzent und Geschäftsmann
- Arthur Doyle, Free-Jazz-Musiker
- Dennis Edwards, Soul- und Rhythm-and-Blues-Sänger
- Taylor Hicks, Sänger und Gewinner der fünften American Idol Staffel
- Teddy Hill, Tenor-Saxophonist, Big-Band-Leader des Swing und Jazzclub-Manager
- Odetta Holmes, afroamerikanische Sängerin
- Lynn Hope, Rhythm and Blues-Tenorsaxophonist
- Wilbur Harden, Jazz-Trompeter und Flügelhornist
- Emmylou Harris, Country-, Folk- und Pop-Sängerin und Songwriter
- Hardrock Gunter, Rockabilly- und Country-Musiker
- Jimmy Jones, Rock'n'Roll- und Popsänger
- Baker Knight, Rockabilly-Musiker und Komponist
- Sam Lay, Blues-Schlagzeuger und Sänger
- Gene Conners, Posaunist des Modern Jazz und des Rhythm and Blues
- Loulie Jean Norman, Sopranistin und Sängerin der ursprünglichen Star-Trek-Titelmelodie
- Hank Penny, Country-Sänger
- Maria Taylor, Singer-Songwriterin und Multi-Instrumentalistin im Indierock-Bereich
- Paul Williams, Sänger und Mitglied von The Temptations
- Gucci Mane, Rapper
- Sun Ra, experimenteller, avantgardistischer Jazzkomponist und Jazzmusiker
- Jimmy Murphy, Country- und Rockabilly-Musiker, Songschreiber und Gitarrist
- Johnny Smith, Gitarrist des Cool Jazz und Mainstream Jazz
Sport
- Louis Dale, Basketballspieler
- Vonetta Flowers, Leichtathletin und Bobsportlerin
- Trey Hardee, US-amerikanischer Zehnkämpfer
- Carl Lewis, zählt zu den erfolgreichsten Leichtathleten der Welt
- Andrew Toney, ehemaliger Basketballspieler
- Sunder Nix, Leichtathlet und Olympiasieger
Politik
- Angela Davis, Bürgerrechtlerin, Soziologin und Schriftstellerin
- George Huddleston junior, vertrat den Bundesstaat Alabama im US-Repräsentantenhaus
- Condoleezza Rice, erste afroamerikanische Außenministerin der Vereinigten Staaten
- Juanita Millender-McDonald, Kongressabgeordnete
- Henry L. Mitchell, 16. Gouverneur von Florida
- Richard Shelby, Senator Alabamas
Weiteres
- Noel A. M. Gayler, Direktor der National Security Agency (NSA)
- Henry Warren Hartsfield, ehemaliger Astronaut
- Kerry James Marshall, Künstler
- Jay Sebring, renommierter Friseur und Hairstylist, der vor allem bei Hollywood-Filmproduktionen als Style- und Typenberater mitwirkte
- Han Nolan, Autorin
- Walker Percy, Schriftsteller
- James Redfield, Soziologe und Autor
- Arnold Rice Rich, Pathologe und neben Louis Virgil Hamman einer der Namensgeber des Hamman-Rich-Syndroms
- Edward Osborne Wilson, Entomologe und Biologe
- Tobias Wolff, Schriftsteller
- Hugh Stubbins, international tätiger Architekt
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ [1], Washington Times
- ↑ The scandal of the Alabama poor cut off from water
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Birmingham, Alabama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Offizielle Website der Birmingham Botanical Gardens
- Greater Birmingham Convention & Visitors Bureau Stadtmarketing und Touristikinformationen
- City of Birmingham Offizielle Homepage der Stadt Birmingham